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Aufreger im Spiel: Nach diesem bösen Foul von Passaus Florian Müller (li.) an Lubor Dibelka musste der Peitinger behandelt werden. Foto: bse-pictures

Dibelka-Verletzung trübt den Peitinger Sieg über Passau

Peiting - Mit einem schwer erkämpften 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)-Heimsieg gegen Passau ist der EC Peiting als Oberliga-Tabellenführer ins Jahr 2011 gegangen.

Eine Strafzeitenflut ab Ende des zweiten Drittels und ein böses Foul an ECP-Topscorer Lubor Dibelka prägten das Spiel.

ECP-Coach Leos Sulak blieb äußerlich ruhig, doch in ihm mag es anders ausgeschaut haben. Es ging um eine umstrittene Szene in der 23. Minute, als sein Stürmerstar Dibelka allein auf das Passauer Tor zulief, ehe er von einem Stockschlag von schräg hinten jäh gebremst wurde. „Der Passauer Spieler hält den Schläger wie eine Axt in der Hand, so ein Foul habe ich zuletzt vor 15 Jahren gesehen“, sagte Sulak später kopfschüttelnd.

Während „Sünder“ Florian Müller nur zwei Strafminuten statt eine fällige Matchstrafe kassierte und auch kein Penalty ausgesprochen wurde, musste Dibelka anschließend an der Bande behandelt werden. Bandagiert konnte er im weiteren Spielverlauf nur mit Eiskühlung mehr schlecht als recht weiterspielen. „Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, deswegen wissen wir noch nicht, wie schwer die Verletzung ist“, sagte Sulak gestern Abend vor der Partie bei den Tölzer Löwen. „Er hat aber auf jeden Fall eine Schwellung im Kniebereich und kann gegen Tölz nicht mitspielen“, bedauerte der ECP-Coach.

Da auch der zweite Peitinger Topstürmer Michael Kreitl wegen einer umstrittenen zehnmminütigen Disziplinarstrafe (37.) der oft orientierungslos wirkenden Schiedsrichter längere Zeit auf der Strafbank saß, war Peitings Offensivkraft arg dezimiert. Doch eigentlich hätten die Peitinger vor über 800 Zuschauern, darunter rund 100 Kinder (siehe nebenstehenden Bericht), schon im ersten Drittel alles klarmachen müssen. Sie starteten furios: In der 4. Minute wurde Kreitl von Dibelka wunderbar freigespielt und brauchte am langen Pfosten nur noch einzuschieben. Das 2:0 übernahm Dibelka selbst: Viel zu frei kam er aus der Halbdistanz zum Schuss und netzte plaziert unten links ein (6.). Es folgte eine Auszeit der überfordert wirkenden Passauer, die Dibelka fast mit dem 3:0 beantwortet hätte. Doch sein Schuss ging an den Pfosten (8.).

Für Sulak waren die zwei frühen Treffer dagegen Gift. „Bei einer doppelten Überzahl in der zehnten Minute wollten wir wie Professoren spielen, da ist die Scheibe nicht gelaufen“, mäkelte er. Kurz vor der Drittelpause war plötzlich der nahezu beschäftingungslose ECP-Torhüter Florian Hechenrieder geschlagen: Er wollte weit vor seinem Tor einen Puck abfangen, kam aber zu spät und wurde von Heiko Smazal umkurvt, der zum für die Passauer schmeichelhaften 1:2-Zwischenstand einschob. Da sah der Peitinger Goalie nicht gut aus, doch mit einigen großartigen Paraden machte er seinen Fehler später wieder gut.

Im zweiten Abschnitt waren die Gäste aggressiver, nach dem Foul an Dibelka und dem 3:1 kurz darauf durch Gordon Borberg (24.) hatten sie erstmals gute Chancen und auch einen Pfostenschuss. Doch ihr Überzahlspiel war jämmerlich. Peiting dagegen hätte vor allem durch Youngster Florian Thomas noch das eine oder andere Tor machen müssen. Das 2:3, das wieder wie aus heiterem Himmel fiel (37.), sorgte noch einmal für Spannung - aber für mehr auch nicht. Denn in dem von Strafzeiten übeschatteten Schlussdrittel passierte nicht mehr viel.

Am Ende verhinderte der überragende Passauer Goalie Max Engelbrecht noch eine höhere Niederlage seines Teams, und Sulak muss sich überlegen, wen er bei den vielen Verletzten noch aufstellen kann. Ein Neuzugang wie der erst 17-jährige Marc Vorderbrüggen, der vergangene Woche von den Eisbären Junioren Berlin aus der DNL zum ECP gestoßen ist und gegen Passau vor allem mit einem Bandencheck auffiel, hilft eher langfristig weiter.

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