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Ein nur kurzes Gastspiel in Peiting: Prominenter Neuzugang muss gehen

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Von: Roland Halmel

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Eetu-Ville Arkiomaa (Zweiter von links) muss beim EC Peiting seine Koffer packen.
Kurzes Gastspiel: Nach nur 24 Partien für die Peitinger, in denen er auf lediglich sieben Tore kam, muss Eetu-Ville Arkiomaa (Zweiter von links) seine Koffer packen. © Roland Halmel

Unterm Strich war es nur ein großes Missverständnis: Weil Anspruch und Wirklichkeit nicht zusammenpassten, muss Peitings Kontingentspieler jetzt gehen.

Peiting – Von einer „Granate auf dem Eis“ schwärmte Peitings Trainer Anton Saal, als der Oberligist im vergangenen Frühjahr die Verpflichtung von Eetu-Ville Arkiomaa bekanntgab. Der 28-jährige Stürmer aus Finnland kam mit großen Vorschusslorbeeren an die Peitnach. Immerhin war Arkiomaa beim SC Riessersee einer der Top-Torjäger im Team der Werdenfelser gewesen. In seinen zwei Spielzeiten in Garmisch-Partenkirchen erwirtschaftete er in 81 Spielen überragende Zahlen (48 Tore, 81 Vorlagen). Beim EC Peiting zündete die finnische Granate jedoch nicht so richtig. Bereits nach der Vorbereitung und den ersten Punktspielen machte sich bei den Fans eine gewisse Skepsis breit, was die Qualitäten von Arkiomaa anging.

Eishockey: In seinen 24 Spielen fiel Eetu-Ville Arkiomaa nur selten auf

Die Verantwortlichen beim ECP betonten aber immer wieder, dass sie dem Neuzugang genügend Zeit geben würden, damit er sich einleben kann. Nach 24 Spielen, in denen der Finne nur selten wirklich auffiel und in denen er nur sieben Tore erzielte, war diese Geduld jedoch erschöpft. Am Sonntag vermeldete der Oberligist die Trennung. „Wir haben uns durchgerungen, den Schritt zu machen, weil Arki die in ihn gesetzten Erwartungen leider nicht erfüllt hat“, erklärte Saal, dem die Entscheidung, die er zusammen mit Teammanager Gordon Borberg traf, nicht leicht fiel. „Weil es menschlich sehr gut gepasst hat“, so Saal.

Eishockey: Peiting hat für Arkiomaa offensichtlich schon Ersatz gefunden

Einen Nachfolger für den finnischen Stürmer kann der ECP indessen noch nicht präsentieren. „Wir sind aber in guten Gesprächen“, vermeldet Saal. Der Coach rechnet noch in dieser Woche mit der Vollzugsmeldung. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Peitinger die Trennung rechtzeitig vor dem Transferschluss am 31. Januar vollziehen wollten, obwohl es noch keinen Ersatz gab. Damit soll Arkiomaa die Chance haben, einen neuen Verein zu finden. „Das wäre sonst nicht fair gewesen“, so Saal, der aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Wochen – mit Dominic Krabbat kam ein Stürmer dazu, während mit Manuel Bartsch ein Defensivmann ausfiel – ins Überlegen kam, ob es nicht sinnvoller ist, die zweite Ausländerposition mit einem Verteidiger zu besetzen. „Da haben wir uns in der Spielpause einige Gedanken gemacht“, berichtet Saal. Konkreter wird er allerdings nicht.

Eishockey: Peiting muss wohl auch noch am nächsten Wochenende pausieren

Bekanntlich befinden sich die Peitinger seit dem 6. Januar, einen Tag nach dem Rosenheim-Spiel, in der Corona-Auszeit. In der vergangenen Woche fand deswegen überhaupt kein Training statt. Ab dem morgigen Mittwoch soll es wieder losgehen, nachdem sich die ersten der acht von Corona betroffenen Spieler freigetestet haben. „Wir halten uns da aber strikt an das DEB-Protokoll ,Return to play’, das eine Untersuchung durch einen Kardiologen vorsieht“, sagt Saal. Der Verein gehe in dieser Angelegenheit keinerlei Risiko ein. „Erst wenn die Betroffenen grünes Licht vom Arzt bekommen, kehren sie zurück aufs Eis“, will Saal die Gefahr von Herzmuskelentzündungen – siehe FC-Bayern-Profi Alphonso Davies – ausschließen. Bis zum Wochenende hofft er dann, sofern es von der medizinischen Seite keine Einwände gibt, wieder in voller Besetzung trainieren zu können. Das heißt aber, dass die Partie am Freitag beim SC Riessersee ausfallen wird. Die Heimpartie am Sonntag gegen Landsberg steht ebenfalls auf wackeligen Beinen. „Das muss aber alles noch mit dem DEB abgesprochen werden“, sagt Saal.

Eishockey: Werden möglicherweise die Pre-Play-offs in der Oberliga gestrichen?

Sollten die beiden Spiele ausfallen, hätte der ECP dann sechs Nachholpartien zu bestreiten. „Das könnte eng werden“, so die Einschätzung von Saal. Bis zum Abschluss der Vorrunde am 6. März bleiben dafür nur sechs Wochen. Die Probleme haben aber nicht nur die Peitinger, sondern auch andere Teams. Deshalb gibt es offenbar Überlegungen, die Pre-Playoffs zu streichen, um dadurch ein zusätzliches Wochenende für Nachholspiele zu haben. Dies muss aber erst noch in den zuständigen Gremien mit den Vereinen besprochen und dann auch beschlossen werden.

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