1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. EC Peiting

Die richtigen Worte zur richtigen Zeit - EC Peiting mit siebtem Sieg in Folge

Erstellt:

Von: Katrin Kleinschmidt

Kommentare

Sein erstes Oberliga-Tor bejubelt Dennis Krutsch (2.v.l.) mit (v.l.) Tim Rohrbach, Marco Habermann und Tim Mühlegger.
Sein erstes Oberliga-Tor bejubelt Dennis Krutsch (2.v.l.) mit (v.l.) Tim Rohrbach, Marco Habermann und Tim Mühlegger. © René Säuberlich

Schlechte Körperhaltung, kaum Zweikämpfe, wenig Euphorie: Gegen Passau kam der EC Peiting anfangs nicht richtig in Schwung. Das ändere sich nach der Pause schlagartig.

Peiting – Da möchte man doch glatt mal Mäuschen sein, hören, was Anton Saal so in der Drittelpause sagt. Denn der Trainer des EC Peiting scheint ein Gespür für die richtigen Worte zu haben. Nach einem eher verkorksten ersten Drittel am Freitagabend daheim gegen den EHF Passau, zeigte der Eishockey-Oberligist nach der ersten Pause ein ganz anderes Gesicht – und stellte damit die Weichen für den siebten Sieg in Folge. Beim 4:1-Erfolg reichte dem ECP letztlich allerdings ein einziges starkes Drittel.

Der Auftakt in die Partie war zäh. Peiting offenbarte genau jenes Defizit, das Saal in seiner Zwischenbilanz diese Woche angesprochen hatte: Das Team war zu schwach im Überzahlspiel. Zwei Mal stand es im ersten Drittel mit einem Mann mehr auf dem Feld, weil ein Passauer eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert hatte. Zwei Mal konnten die Peitinger das nicht nutzen. Es war auch kein Wunder, denn das Team trat nicht sonderlich überzeugend auf. „Passau hat uns am Anfang dominiert“, sagte Saal nach der Partie. „Wir haben nur reagiert und nicht agiert, haben zugeschaut und die Körperhaltung war schlecht.“ Kurz vor Drittelende verpatzte Lukas Gohlke die beste Chance zur Führung. Er durfte zum Penalty antreten, nachdem er auf dem Weg zum Tor von den Beinen geholt worden war. Die von ihm mittig platzierte Scheibe wehrte EHF-Goalie Leon Meder locker ab.

EC Peiting beweist wieder mentale Stärke

Doch die Peitinger zeigen in dieser Saison eben auch eine mentale Stärke. Die vergebene Riesen-Chance war schnell raus aus den Köpfen. Das zweite Drittel hatte gerade begonnen, da vollendete Thomas Heger einen schönen Spielzug über Ty Morris und Nardo Nagtzaam zum 1:0. Der Angriff 41 Sekunden später verlief nicht ganz so koordiniert, hatte aber das gleiche Resultat: Dennis Krutsch schob die Scheibe zum 2:0 über die Linie.

Den 18-Jährigen lobte Saal ebenso wie den 19-Jährigen Tim Mühlegger. Die beiden bildeten mit Marko Habermann eine Sturmreihe. „Die Jungen machen ihren Job, wachsen von Spiel zu Spiel.“ Und bekamen ordentlich Eiszeit, weil sich zu Simon Maier (Leistenprobleme) und Daniel Bartsch (Knieprobleme) noch zwei weitere Verletzte gesellt hatten: Daniel Reichert musste wegen einer Handverletzung passen, die er sich am Dienstag im Training zugezogen hatte, der Finne Eetu-Ville Arkiomaa fällt nach einer geplanten Operation im Gesicht ein bisschen länger aus als gedacht.

Eishockey-Oberligist lässt im letzten Drittel wieder nach

Peiting konnte die Ausfälle kompensieren. Nach dem Doppelschlag erhöhten noch im Mitteldrittel Morris und Nagtzaam auf 4:0 für Peiting. Es war nicht so, dass Passau gar keine Chancen gehabt hätte, aber viele waren’s nicht. Und wenn die „Black Hawks“ abzogen, dann rettete das Gestänge oder ECP-Goalie Florian Hechenrieder schnappte sich den Puck.

Erst im letzten Drittel gelang den Gästen der Anschlusstreffer. Sergej Janzen markierte das 1:4 – und das, als Peiting in Überzahl war. Danach drängte Passau zunehmend auf weitere Tore, der ECP ließ die ein oder andere Chance zu. Zum Ärger von Saal. „Da sind wir wieder einen Schritt zurück gegangen“, die Peitinger seien „fahrlässig“ und zu „bequem“ zu Werke gegangen. Das könnte sich das Team am Sonntag in Memmingen nicht erlauben. Da muss Saal vor der Partie wohl wieder die richtigen Worte finden.

Statistik

EC Peiting 4
EHF Passau 1
(0:0, 4:0, 0:1)
1. Drittel: keine Tore. 2. Drittel: 1:0 (21:18) Heger (Nagtzaam/Morris), 2:0 (21:59) Krutsch (Mühlegger/Habermann), 3:0 (28:52) Morris (Feuerecker/Nagtzaam), 4:0 (38:00) Nagtzaam (Morris/Habermann). 3. Drittel: 4:1 (45:32) Janzen (Pfänder/Rott/4-5). Strafminuten: Peiting 6, Passau 6. Schiedsrichter: Harrer, Wohlgemut; Bauer, Egger. Zuschauer: 263.

Auch interessant

Kommentare