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Drei Mal in Rückstand, aber am Ende der Sieger: Peiting gewinnt in Füssen - Sorge um EVF-Verteidiger Meyl

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Von: Katrin Kleinschmidt

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Ein Doppelpack gelang Peitings Markus Czogallik (l., hier gegen Rosenheim) in Füssen.
Ein Doppelpack gelang Peitings Markus Czogallik (l., hier gegen Rosenheim) in Füssen. © René Säuberlich

Der EC Peiting ist beim EV Füssen wieder in die Erfolgsspur eingebogen. Trainer Anton Saal war nach der Partie aber nur eines wichtig: Dass Justus Meyl gesund wird.

Füssen – Es ist ohnehin sehr still am Freitagabend im Füssener Eisstadion. Mal hört man die Trainer rufen, mal einen Spieler meckern. Doch Zuschauergesänge gibt’s keine: Die Eishockey-Oberliga-Partie des EC Peiting beim EV Füssen muss Corona-bedingt als Geisterspiel stattfinden. Und so leise es deshalb ohnehin zugeht, in der 22. Minute wird es noch stiller. Nach einem Check des ECP-Stürmers Marco Habermann geht Justus Meyl zu Boden, bleibt mit dem Gesicht auf dem Eis liegen. Die Kamera von Sprade TV schwenkt weg, um den verletzten Spieler nicht live in die Wohnzimmer der Fans zu übertragen. Es beginnen bange Minuten. Eine Viertelstunde dauert es, dann wird bekannt: Meyl war kurzzeitig bewusstlos, ist aber wieder ansprechbar, er wird ins Krankenhaus gebracht. Die Partie kann weitergehen. Ganz ohne Schockstarre, beide Teams drehen danach richtig auf. Letztlich gewinnt Peiting das umkämpfte Duell mit 5:3.

EV Füssen geht gegen EC Peiting drei Mal in Führung

Schon zu Beginn der Partie gibt’s Chancen hüben wie drüben. Füssen geht nach einem gelungenen Spielzug in Führung. Ondrej Zelenka zieht mit Schwung Richtung Peitinger Tor, legt dann die Scheibe ohne sich umzudrehen nach hinten ab – sie landet genau vor dem Schläger von Marco Deubler, der direkt abzieht und zum 1:0 verwandelt.

Im zweiten Drittel sind gerade eine Minute und 37 Sekunden gespielt, als Meyl zu Boden geht. Habermanns Check ist nicht unfair, der Zusammenstoß der beiden einfach unglücklich. Eine Strafe bekommt der Peitinger Stürmer daher nicht, als die Partie fortgesetzt wird. Füssen ist sofort im Angriffsmodus, hat zwei Chancen. Doch im Gegenzug trifft Peiting. Nardo Nagtzaam legt quer auf Heger, der zum 1:1 einschießt. Danach geht es Schlag auf Schlag: Deubler bringt den EVF erneut in Führung, Heger gleicht wiederum aus – und wie! Der Angreifer täuscht einen Querpass auf Nagtzaam an, stattdessen hämmert er die Scheibe selbst rechts oben ins Eck. Aber Marco Deubler bekommen die Peitinger einfach nicht in Griff. Mit seinem dritten Tor des Tages bringt er Füssen zum dritten Mal in Führung. Und zum dritten Mal gleicht der ECP aus: Diesmal knallt Kapitän Andreas Feuerecker den Puck in die Maschen. Während Peiting feiert, protestieren die Füssener: Sie haben zuvor ein Abseits gesehen, zudem behakt sich Florian Stauder mit seinem Gegenspieler, beide stürzen, als Feuerecker abzieht. Doch das Tor zählt. Der EVF-Ärger ist noch gar nicht verflogen, da verwertet Markus Czogallik einen Abpraller zur 4:3-Führung für den ECP.

ECP-Trainer Anton Saal nicht zufrieden

Kurz nach Beginn des letzten Drittels legt Czogallik gleich noch das 5:3 nach. Damit wird’s für Füssen schwer, obendrein geht auch noch Maximilian Dropmann verletzt vom Eis. Doch der EVF beißt, will die achte Niederlage in Folge abwenden. Die Gangart in der Partie wird härter, vor allem von Peitinger Seite. Pfiffe der Schiedsrichter bleiben aus, Füssen hofft vergebens auf ein weiteres Powerplay.

Peiting bringt die drei Punkte heim. Doch die Leistung überzeugt Trainer Anton Saal nicht. „Wir haben zur richtigen Zeit die Tore geschossen“, sagt er. „Vom Spiel her bin ich aber nicht zufrieden.“ Dass allerdings sei an diesem Tag auch nicht relevant, winkt Saal ab: „Das Wichtigste ist, das Justus Meyl wieder gesund wird.“

Statistik

EV Füssen 3
EC Peiting 5
(1:0, 2:4, 0:1)
1. Drittel: 1:0 (10:33) Deubler (Zelenka/Dropmann). 2. Drittel: 1:1 (23:35) Heger (Nagtzaam/Weyrich), 2:1 (24:15) Deubler (Seitz/Velebny), 2:2 (27:02) Heger (Morris/Weyrich), 3:2 (28:49) Deubler (Vogl/Sill), 3:3 (38:18) Feuerecker (Arkiomaa/Gohlke), 3:4 (38:50) Czogallik (Bartsch/Habermann). 3. Drittel: 3:5 (41:30) Czogallik (Frankenberg/Winkler). Strafminuten: Füssen 8, Peiting 6. Schiedsrichter: Christian Perlitz, Daniel Todam; Melanie Bauer, Christian Höck.

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