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Wie man sieht, sieht man nichts: Im Lindauer Eisstadion steht am Freitagabend der Nebel.

EC Peiting dreht Spiel gegen Lindau - und verliert dann doch

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Rund 70 Fans des EC Peiting reisten an den Bodensee, um ihr Team siegen zu sehen. Doch im Nebel von Lindau ließ der ECP die Punkte liegen.

Peiting – Erst lag der EC Peiting hinten, dann führte der Eishockey-Oberligist am Freitagabend – und ließ sich am Ende doch wieder überrumpeln. Am Ende gewannen die Lindauer „Islanders“ 3:2.

Zum ersten Drittel gibt’s nicht viel zu berichten. Besser gesagt: Es gab nichts zu sehen. „Das ist hier ein Hörspiel“, erzählt ECP-Pressesprecher Simon Fritzenschaft, der wie rund 70 Peitinger Fans nach Lindau gefahren war, per Telefon. Im Eisstadion hing der Nebel. „Ich habe unseren Goalie Florian Hechenrieder 20 Minuten lang nicht gesehen.“ Daher weiß Fritzenschaft auch nicht, wie das 1:0 für Lindau nach fünf Minuten zustande kam. Laut der Facebookseite der „Islanders“ beendete Dominik Ochmann einen Konter mit dem Führungstreffer.

Im zweiten Drittel dreht Peiting das Spiel

Im zweiten Drittel lief’s besser für Peiting. Dominic Krabbat und Florian Stauder drehten mit ihren Treffern die Partie. Wie? „Keine Ahnung“, sagt Fritzenschaft. Der Nebel... Auch die mitgereisten Fans, die sich „die Laune nicht vermiesen lassen“, jubelten nach den Toren immer um mehrere Sekunden verzögert – sie mussten erst abwarten, warum denn das Spiel unterbrochen war. Zum Ende des zweiten Drittels hin wurde die Sicht dann besser. Peiting hatte in dieser Phase mehr vom Spiel, Lindau agierte laut Fritzenschaft „harmlos“. Nur zwei, drei Mal wurde es vorm ECP-Tor gefährlich. „Da hat Hechenrieder richtig gute Saves gezeigt“, sagt Fritzenschaft. Kurz darauf brach der Kontakt zum Peitinger Pressesprecher ab – Akku leer.

Der EC Peiting hatte im letzten Drittel auch auf dem Eis nichts mehr zu bieten – zumindest nichts Zählbares. In Unterzahl startete das Team von Sebastian Buchwieser in den Schlussabschnitt, überstand sie aber ohne Gegentor. Als sich Simon Maier die nächste Strafzeit einhandelte, retteten Hechenrieder, der Pfosten und die Latte den ECP-Vorsprung. Doch Lindau war am Drücker, erarbeitete sich Chancen – und musste „stets aufpassen, nicht in einen Konter der Peitinger zu laufen“, schreiben die „Islanders“ auf Facebook. In der 48. Minute schnappte sich schließlich EVL-Kapitän Andreas Farny die Scheibe und schob sie zum 2:2 ein. Nach einem Foul an Lindaus Ludwig Nirschl sprach der Schiedsrichter einen Penalty aus. Da Nirschl behandelt wurde, übernahm den Brent Norris. Und der verwandelte zum 3:2. Der ECP versuchte danach noch einiges – aber es reichte nicht. Ohne Punkte ging’s nach Hause.

Statistik

EV Lindau 3
EC Peiting 2

(1:0, 0:2, 2:0)

1. Drittel: 1:0 (5:49) Ochmann (Klingler/Farny). 2. Drittel: 1:1 (30:29) Krabbat (Nagtzaam/Seitz), 1:2 (36:21) Stauder. 3. Drittel: 2:2 (47:57) Farny (Klingler), 3:2 (51:58) Norris (Penalty).

Strafminuten: EVL 6 – ECP 8. Zuschauer: 757.

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