Szene vom Eishockey-Spiel in den Oberliga-Play-offs zwischen Peiting und Rosenheim.
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Enges Spiel, knappes Ergebnis: Die Peitinger (in Rot, links Thomas Heger, rechts Martin Hlozek) verloren in der Overtime.

EISHOCKEY: Oberliga Süd

Pech in der Overtime – EC Peiting nun massiv unter Druck

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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  • Paul Hopp
    Paul Hopp
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Nun steht der EC Peiting wirklich unter Zugzwang: Auch das zweite Play-off-Spiel gegen Rosenheim ging verloren. Die Entscheidung fiel in Overtime - durch einen äußerst unglücklichen Gegentreffer.

Peiting – Andreas Feuerecker wollte retten – und avancierte damit völlig schuldlos zum Pechvogel. Der Kapitän des EC Peiting warf sich in der Overtime dem frei stehenden Rosenheimer Kevin Slezak entgegen. Der hatte den Puck, der von der Hinter-Tor-Bande abgeprallt war, genau auf den Schläger bekommen. Slezak zog direkt ab, die Scheibe flog an Feuereckers Schienbeinschoner und von dort im 90-Grad-Winkel ins ECP-Tor.

Damit hatten die Peitinger auch das zweite Spiel im Oberliga-Viertelfinale gegen die „Starbulls“ verloren. 2:3 nach Verlängerung hieß es am Freitagabend. Zum Auftakt hatten die Peitinger mit 1:6 verloren. In der dritten Begegnung am Sonntag in Rosenheim (17 Uhr) muss nun unbedingt ein Sieg her, soll die Saison nicht schon vorzeitig in der ersten Play-off-Runde beendet sein. Trainer Sebastian Buchwieser zollte seiner Mini-Truppe Respekt: „Die Jungs haben gut gespielt und gekämpft.“ Zum Siegtreffer der Gäste sagte er: „Glück und Zufall ist auch immer dabei.“

EC Peiting liefert sich mit Rosenheim spannendes Duell

Der Start ins Duell am Freitag verlief aus ECP-Sicht bedenklich. Rosenheim kam zu leicht zu Chancen. Die größte hatte Bohumil Slavicek, der völlig frei vor dem Tor den Puck bekam – ECP-Keeper Florian Hechenrieder parierte glänzend (2.). Die Gastgeber, die diesmal vier Feldspielern weniger als der Gegner zur Verfügung hatten, fingen sich und sorgten für ein ausgeglichenes Geschehen auf dem Eis. Im weiteren Verlauf gab es gute Möglichkeiten hüben wie drüben. Auf Seiten der Peitinger verpasste Martin Hlozek (4., 6., 12.) mehrmals einen Treffer. Als Gästespieler Dominik Kolb das leere Tor vor sich hatte, brachte ECP-Verteidiger Fabian Weyrich gerade noch den Schläger dazwischen (14.). Jeweils ans Gestänge trafen Rosenheims Slavicek (11.) und Peitings Daniel Reichert (16.).

Viel Einsatz – und ein frei liegender Puck: Peitings Maximilian Hüsken (in Rot) vor dem Rosenheimer Tor.

Im Mitteldrittel war richtig was los. Nardo Nagtzaam traf im Powerplay an den Pfosten, Reichert schoss den zurückspringenden Puck zum 1:0 ins Netz (23.). Danach überstand der ECP eine Unterzahl, in der „Starbulls“-Stürmer Kyle Gibbons an die Latte geschossen hatte (24.). Nur wenig später glich Rosenheim in Überzahl aus – Tobias Meier hatte vom Bully weg getroffen (27.). Nur 32 Sekunden danach erzielte Alexander Höller mit schönem Schlenzer das 2:1 für die Gäste (27.). Peiting hatte sich schnell gesammelt. Bei einem Gegenzug bewies Ty Morris Übersicht: Seinen klugen Querpass verwertete Simon Maier zum 2:2 (31.). Im folgenden Powerplay scheiterte der ECP mehrmals knapp. Kurz vor dem Drittelende bewahrte Hechenrieder beim Schuss von Maximilian Vollmayer die Seinen vor einem Rückstand (39.).

Das Schlussdrittel begann mit einer Riesenchance von Hlozek (42.), bei der „Starbulls“-Keeper Andreas Mechel stark reagierte. Fast wäre dem ECP in Unterzahl ein Treffer gelungen, doch Simon Maier hatte bei seinem Break kein Glück. Doppeltes Pech: Den abgeprallten Puck bekam der gut postierte Morris nicht unter Kontrolle (48.).

In der Schlussphase stieg die Spannung, zumal beide Teams immer wieder zu aussichtsreichen Offensivaktionen kamen. Beim EC Peiting zeigte Hlozek viel Zug zum Tor. Feuerecker und Maximilian Söll versuchten es aus der Distanz. Ein Treffer wollte keinem Team gelingen. In der Verlängerung (in den Play-offs maximal 20 Minuten lang) hatten die Rosenheimer letztlich auch das Glück auf ihrer Seite.

Statistik: 1. Drittel: keine Tore. 2. Drittel: 1:0 (22:02) Reichert (Nagtzaam, Mazanec/5-4), 1:1 (26:24) Meier (Slezak/5-4), 1:2 (26:56) Höller (Baindl, Krumpe), 2:2 (30:55) S. Maier (Morris, Hüsken). 3. Drittel: keine Tore. Verlängerung: 2:3 (64:24) Slezak (Höller, Baindl). Strafminuten: Peiting 6, Rosenheim 6. Schiedsrichter: Feistl, Haupt; Egger, Jung. Zuschauer: keine.

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