+
Hat allen Grund zur Freude: Peitings Simon Maier (Mitte) bejubelt einen Treffer gegen Rosenheim. 19 Tore hat der Stürmer in dieser Saison bereits erzielt. Auch privat läuft es gut – in dieser Woche freuten sich Maier und seine Frau über ihr zweites Kind. Der kleine Pius kam am Montag zur Welt. 

Simon Maier im Interview

ECP-Stürmer Simon Maier: „Wir sind für eine Überraschung gut“

  • schließen

Langsam aber sicher biegt die Oberliga-Meisterrunde auf die Zielgerade. Im Interview spricht Simon Maier über die Rosenheim-Spiele, durchgemischte Reihen und seine Mitspieler.

Peiting – Der EC Peiting hatte in dieser Saison viel Verletzungspech. Immer wieder fielen Spieler aus, immer wieder wurden die Reihen durchgemischt. Stürmer Simon Maier kann ein Lied davon singen – von wechselnden Nebenmännern, aber auch von Verletzungen. Von den bisher 42 Spielen in der Haupt- und der Meisterrunde der Oberliga Süd verpasste der 33-Jährige aus Bad Bayersoien zwölf wegen einer Rippenverletzung. Seit vier Partien ist er wieder dabei. Im Interview spricht Maier, der am Montag zum zweiten Mal Vater wurde, über die Rosenheim-Spiele, durchgemischte Reihen und seine Mitspieler.

Am Freitag eine 1:7-Niederlage, am Sonntag ein 4:1-Sieg gegen Rosenheim. Wie ist das möglich?

Wir haben in Rosenheim im ersten Drittel nicht schlecht gespielt und lagen trotzdem 0:3 hinten. Dann haben wir nicht mehr zurück ins Spiel gefunden. Beim Heimspiel war das anders. Da waren wir im ersten Drittel nicht wirklich auf dem Eis. Aber dann lief es für uns, wir haben uns reingekämpft, hatten Scheibenglück und sind belohnt worden. Es ist also keine Zauberei.

Seit Ende Januar spielen Sie wieder mit Anton Saal in einer Reihe. Wie finden Sie seine Rückkehr?

Die hat mich sehr gefreut. Für ihn war das aber keine leichte Entscheidung, wieder bei Peiting anzufangen. Für die U7, die er trainiert, hat er jetzt weniger Zeit. Und Bayersoien muss jetzt ohne ihn in die Aufstiegsspiele. Aber für uns ist es natürlich gut.

In der vergangenen Saison hatte der ECP wenige Verletzte, die Reihen waren eingespielt. Diesmal ist die Situation eine andere.

Das stimmt. Die Reihen haben sich oft geändert. Damit muss man umgehen können, Verletzungen gehören im Sport dazu. Klar sind eingespielte Reihen besser, es entwickelt sich eine gewisse Eigendynamik. Aber da sind wir wieder auf einem guten Weg. Gott sei Dank ist der Toni (Anton Saal, Anm. d. Red.) wieder da. Er tut mir im Spiel gut – genauso wie Dominic Krabbat, der mit uns in einer Reihe spielt. Und mit dem ich schon in der Vergangenheit zusammen auf dem Eis stand.

Mit Anton Saal und den Verteidigern Andreas Feuerecker und Fabian Weyrich standen Sie auch in der erfolgreichen vergangenen Saison in einer Reihe auf dem Eis.

Genau. Klar, Toni braucht noch ein bisschen Zeit, bis er wieder bei seinen 100 Prozent ist. Das geht Anderl (Kapitän Andreas Feuerecker, Anm. d. Red.) und mir nach unseren Verletzungen natürlich auch so.

Vier Spieler – darunter Sie – haben in dieser Saison bereits 19 Tore geschossen. Ist es eine Stärke des EC Peiting, dass viele verschiedene Spieler treffen?

Das ist ja auch aus der Not heraus geboren, wenn sich immer wieder Spieler verletzen. Aber klar, in solchen Situationen spielen sich andere in den Vordergrund. Thomas Heger zum Beispiel, der eine richtig gute Saison spielt. Oder Lukas Gohlke, der zuletzt gegen Rosenheim eingeschlagen hat.

An diesem Freitag muss der EC Peiting nach Memmingen. Bisher hat’s dort in dieser Saison noch nicht mit einem Sieg geklappt.

Ja, dort ist es immer schwer. Memmingen ist gut aufgestellt. Wir haben nichts zu verlieren und hoffen, dass wir was mitnehmen.

Was erwarten Sie vom Spiel am Sonntag, daheim gegen Lindau?

Das ist ein wichtiges Spiel, wir wollen, dass Lindau hinter uns bleibt. Und haben es ja auch in der Hand. Lindau hat eine starke Mannschaft. Aber wenn wir 100 Prozent geben, können und werden wir das Spiel gewinnen.

Was vermuten Sie: Was ist in dieser Saison für Peiting noch drin?

Jedes Spiel ist jetzt ein Schicksalsspiel, wir wollen so weit wie möglich hoch in der Tabelle, um nicht gleich am Anfang der Play-offs auf Tilburg oder Herne zu treffen. Aber selbst wenn es so kommt – wenn alle wieder rechtzeitig fit sind, sind wir genauso gut aufgestellt wie in der vergangenen Saison. Und dann sind wir sicher für eine Überraschung gut.

Lesen Sie außerdem:

Ganz unterschiedlich verliefen die Partien gegen Rosenheim. Am Freitag unterlag der EC Peiting deutlich, am Sonntag gewannen die Peitinger klar

Ein Erfolgserlebnis gab es auch für die EA Schongau beim Derby gegen Peißenberg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

EC Peiting verspielt beinahe klare Führung und zittert sich zum Sieg
Lange sieht es nach einer klaren Angelegenheit aus. Doch dann macht der EC Peiting das Spiel gegen die Selber Wölfe in der Eishockey-Oberliga Süd noch einmal spannend. 
EC Peiting verspielt beinahe klare Führung und zittert sich zum Sieg
EC Peiting hat die Play-off-Teilnahme vor Augen
Sechs Spiele sind in der Meisterrunde der Oberliga Süd noch zu bestreiten. Dann warten die Play-offs. Dafür kann sich an diesem Wochenende der EC Peiting qualifizieren. 
EC Peiting hat die Play-off-Teilnahme vor Augen
Jubilar Saal macht den Unterschied - Peiting feiert dritten Sieg in Folge
Nach einer überzeugenden Vorstellung gewinnt der EC Peiting 5:3 gegen den EV Lindau. Der Jubilar Anton Saal führt Peiting auf die Siegerstraße. 
Jubilar Saal macht den Unterschied - Peiting feiert dritten Sieg in Folge

Kommentare