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Guter Einkauf des EC Peiting: Nardo Nagtzaam (links) ist Peitings Top-Scorer – obwohl er bereits in acht Partien fehlte. Er kam vor der Saison von den Tilburg Trappers. 

Der EC Peiting und seine Verletztenmisere

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Der EC Peiting muss noch um den Play-off-Einzug zittern. Kein Wunder bei seinem Pech in dieser Saison. Doch das birgt auch so manche Chance.

Peiting – Nein, das ist nicht die Saison des Eishockey-Oberligisten EC Peiting. Schon seit der ersten Partie folgt eine Verletzung auf die andere – Trainer Sebastian Buchwieser kann kaum mal zwei Spiele am Stück mit den gleichen Reihen spielen. Das erfordert Flexibilität von Spielern und Coach. Und bringt für so manch Stürmer und Verteidiger eine riesen Belastung mit viel Eiszeit mit sich. Zeit für einen Überblick über die Verletzten, die Aufsteiger, die Youngster – und die sportliche Situation.

Die Verletzten

Mit der Rückkehr von Ex-Kapitän Anton Saal, der kurzfristig vom Bezirksligisten ESV Bad Bayersoien zurückwechselt, entspannt sich die Situation für den EC Peiting kaum. Denn gegen Selb hat sich Verteidiger Martin Mazanec an der Hand verletzt. Das schmerzt den ECP sehr. „Er ist ein wichtiger Stabilisator in der Abwehr“, sagt Buchwieser. „Und hat seine Sache sehr gut gemacht.“ Mit sieben Toren und 28 Assists ist er der drittbeste Scorer der Peitinger. Auch bei Daniel Reichert, der sich gegen Selb das Bein verdreht hat, „sieht es nicht gut aus“, sagt Buchwieser, der noch nicht weiß, was dem Stürmer fehlt. Obendrein gibt’s auch beim Langzeitverletzten Brad Miller noch keine Neuigkeiten.

Bereits seit einigen Spielen fehlt auch Top-Scorer Nardo Nagtzaam. „Er wird noch mehrere Wochen ausfallen“, sagt Buchwieser. Sturmpartner Simon Maier fehlt mit einer Rippenverletzung ebenso. Und Liam Hätinen fällt auch verletzt aus. „Da wissen wir noch nichts Genaues.“ Das Gleiche ist es bei Manuel Bartsch.

Sicher ist aber der weitere Saisonverlauf für Wayne Lucas: Er wird in dieser Saison wegen eines Kreuzbandrisses nicht mehr auflaufen.

Die Aufsteiger

Die Verletztenmisere beschert so manchem Spieler viel Eiszeit. Und zwei konnten die besonders gut nutzen. Zum einen machte der nun verletzte Bartsch laut Buchwieser einen großen Sprung nach vorn. Vor allem in Überzahl übernahm der 22-Jährige eine wichtige Rolle. „Er gehört neben Alexander Winkler zu den Spielern, die sich in dieser Saison am besten entwickelt haben“, sagt der Trainer. Der 26-jährige Winkler sei mittlerweile „einer unserer besten Verteidiger im Aufbauspiel“.

Die Youngster

Auch einige junge Spieler bekommen in dieser Saison ihre Chance. Der 20-jährige Pius Seitz bekam in 34 Partien bereits einiges an Eiszeit. Ebenso wie der 19-jährige Max Oswald, Förderlizenzspieler vom ESV Kaufbeuren, in 20 Spielen. „Sie haben das Niveau mitzuspielen und haben das gut gemacht“, sagt Buchwieser. Auch Markus Schweiger, ebenfalls mit Förderlizenz ausgestattet, helfe dem Team gut weiter. Er wurde von einer Verletzung ausgebremst. Am Sonntag gegen Deggendorf wusste der 17-Jährige aber zu überzeugen.

Aus dem Peitinger Nachwuchs durften zudem die 18-Jährigen Maximilian Söll, Tim Mühlegger und Markus Czogallik (18) bereits Oberligaluft schnuppern. Zu der Liste könnte sich ein weiterer ECP-Youngster gesellen: Den 17-jährigen Dennis Krutsch haben die Peitinger vor Kurzem lizenziert. „Er hat schon einige Male bei uns mittrainiert“, sagt Buchwieser. „Und ist für uns eine weitere Option.“

Die Play-offs

Denn wer weiß, wie lang die Saison für den EC Peiting noch dauert. Aktuell ist das Team als Siebter auf Play-off-Kurs. Die ersten Acht schaffen es in die K.o.-Runde, die verzahnt mit der Oberliga Nord im Modus „Best-of-Five“ ausgetragen wird. Der Abstand auf den Neunten beträgt allerdings nur vier Punkte – und in den bisherigen vier Partien der Meisterrunde gewann der EC Peiting noch kein Spiel, schaffte es aber drei Mal in die Verlängerung. Buchwieser jedenfalls ist mit Blick auf die Tabelle „nicht nervös“, sagt er. „Wir machen einfach das Beste aus der Situation.“

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