Immer auf der Hut: Peitings Junioren starten als Meister in die Bundesliga-Runde. foto: df

ECP-Junioren werden vom Jäger zum Gejagten

Peiting - Eine Woche, bevor die erste Mannschaft in der Oberliga Süd in die Punktrunde startet, geht es bereits bei den Junioren in der Bundesliga Süd los. Die Burschen des EC Peiting starten am Samstag um 15.30 Uhr beim SC Bietigheim-Bissingen und empfangen eine Woche später um 19.30 Uhr Aufsteiger EV Regensburg zum ersten Heimspiel.

Die Saison gestaltet sich für die Junioren des EC Peiting anders als in den vergangenen Spieljahren. Vom Jäger werden sie zum Gejagten, die deutsche Meisterschaft ist fast schon eine Verpflichtung. „Wir sind jetzt die Mannschaft, die es von der Konkurrenz zu schlagen gilt“, weiß Trainer Stefan Ihsen, der die Truppe mit Michael Kreitl unter seinen Fittichen hat.

Druck will sich der Trainer keinen machen lassen. Das ist auch nicht möglich, denn die Mannschaft präsentiert sich anders als in der vorigen Saison. „Natürlich wollen wir die Leistung aus dem Vorjahr bestätigen“, sagt Stefan Ihsen. Doch bereits in den Vorbereitungsspielen gab es kleine Dämpfer. Gegen Bad Nauheim von der Bundesliga Nord wurde zwar im Penaltyschießen gewonnen, gegen Kaufbeuren indes verloren, und auch gegen Schwenningen blieben Peitings Junioren zweite Sieger.

Das waren allerdings nur Testspiele, und die sind dazu da, die jungen Eishockey-Cracks weiterzuentwickeln. „Wir sind ein Nachwuchsteam, da steht die Ausbildung im Vordergrund“, gibt Stefan Ihsen zu verstehen. Ziel der Maßnahmen ist es, die jungen Spieler einmal an die erste Mannschaft ranzuführen.

Florian Simon, Fabian Weyrich und Torhüter Niklas Marschall spielen nur noch in der Ersten in der Oberliga, Patrick Feistle ist nach Schongau gewechselt, Christian Hacker nach Dresden, Benedikt Stenzel hat seine Karriere wegen Verletzung beendet, und Marc Vorderbrüggen fällt zu allem Übel aus. An Personal wird es dem Trainergespann aber trotz der Abgänge nicht mangeln.

Ein umfangreicher Kader ist auch nötig. Denn einige kommen in der Ersten zum Einsatz, andere studieren oder haben Schichtdienst. „Wir spielen ohnehin immer mit einem anderen Aufgebot“, spricht Stefan Ihsen die vorige Saison an. Auch da war es nicht anders. „Wir können also mit Veränderungen umgehen“, macht sich der Trainer keine Gedanken.

Sieben Cracks von der Jugend sind heuer zu den Junioren gestoßen. Die gilt es einzubauen. Und vom SC Riessersee schloss sich Max Reindl den Peitingern an.

Vergangenheit ist der Erfolg vom vorigen Jahr. Wenngleich die Jubelszenen in Erinnerung bleiben. Als die Junioren das entscheidende Match in Kaufbeuren gewannen und 600 Fans dabei waren, um die Cracks zu unterstützen. Solche Augenblicke vergisst man nicht, und solche Momente wünscht sich der Trainer natürlich auch diesmal. Wobei die Mannschaft letztlich mit Unterstützung der Freiburger in die Meisterrunde einzog. Sie bezwangen die Augsburger, die die Qualifikation schon greifbar hatten und aus allen Träumen gerissen wurden.

Doch wenn es in der anstehenden Saison nun so oder ähnlich kommt, dann kann das den Junioren des EC Peiting es auch recht sein. Der Einzug in die Meisterrunde wäre schon wieder eine tolle Sache und ein Ziel, für das es zu arbeiten gilt.

An Mitanwärtern gibt es nach Meinung von Stefan Ihsen viele: Bietigheim, Kaufbeuren, der Augsburger EV, und der EV Ravensburg gehören dazu. Freiburg erwartet er eher hinten. Wie auch den HC Landsberg, der Nachfolger des EV Landsberg ist und den einige gute Spieler verlassen haben. Aber Vorsicht ist trotzdem geboten. „Die Landsberger sind Lokalrivale und für uns immer schwer zu spielen“, glaubt Stefan Ihsen. df

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