Druck machen und Tore schießen: Gegen den EV Füssen unterlag der EC Peiting auf dem eigenen Eis schon einmal mt 2:6. Am Sonntag soll die Revanche folgen. foto: df

ECP: Vorrunden-Abschluss gegen den EV Füssen

Peiting - Der abschließende Vorrunden-Spieltag verspricht den Eishockey-Anhängern in der Peitinger Eishalle noch ein Highlight. Tabellennachbar EV Füssen hat die Truppe von Trainer Leos Sulak am kommenden Sonntag um 18 Uhr zu Gast. Am heutigen Freitag spielen die Peitinger um 20 Uhr bei den Passau Black Hawks.

Das Wochenende hat noch viel Bedeutung. Es geht nämlich darum, in welcher Fünfer-Gruppe die Peitinger in der anschließenden Zwischenrunde spielen, und wer dann auf wen trifft. Unter Mitnahme der bisherigen Punkte teilt sich die Oberliga Süd nämlich auf die Mannschaften auf den Plätzen 1, 4, 5, 7 und 10; in der anderen Gruppe treffen die Teams auf den Plätzen 2, 3, 6, 8 und 9 mit Hin- und Rückspiel aufeinander. Nach dem momentanen Stand müsste sich der ECP mit den Tölzer Löwen, Passau, Deggendorf und Landsberg auseinander setzen. Doch das kann sich noch ändern, nachdem vor allem die Ränge zwei bis vier eng beisammen liegen und auch Bad Tölz noch nicht sicher Gruppensieger ist. Entscheidend ist jetzt der abschließende Vorrunden-Spieltag.

Mit dem Altmeister aus Füssen haben die Peitinger in der laufenden Saison keine allzu angenehmen Erfahrungen. Lediglich im ersten Vergleich setzte sich die Sulak-Truppe mit 4:1 durch. Die anderen beiden Partien gingen mit 6:2 und mit 5:4 in der Verlängerung an die Allgäuer. Auch Passau ist längst ein ernstzunehmender Gegner. Mit 7:1 und 3:2 setzten sich die Peitinger zwar zweimal durch. Doch bei den Niederbayern hatten sie mit 3:6 das Nachsehen, und mit den Black Hawks ist zu rechnen.

Die größere Gefahr droht allerdings am Sonntag im Heimspiel gegen den EV Füssen, der zuletzt in Deggendorf zwar nach Verlängerung mit 2:3 unterlegen war, sich aber zwei Tage später in der Verlängerung gegen die Tölzer Löwen mit 3:2 durchsetzte.

Sascha Golts ist der Torjäger bei den Füssenern und auch in der Oberliga. Keiner schoss so viele Tore wie der aus Russland zurückgekehrte Linkshänder, der mit 39 Jahren auch der Senior im Team des EVF ist. 33 Treffer landete er in 34 Einsätzen, und ebenso oft legte er zu Torschüssen auf. Damit behauptet Golts hinter Peitings Lubor Dibelka den zweiten Platz.

Mit Jerec Agosta, einer der beiden amerikanischen Kontigentspieler, haben die Füssener einen weiteren brandgefährlichen Stürmer, auf den die gastgebende Defensive höllisch aufpassen muss. 53 Punkte sammelte der Amerikaner, 23 mal traf er selbst ins Netz. Auch Andrej Naumann überzeugt mit 51 Punkten (15 Tore/36 Assists). Die zweite Kontingentstelle besetzt Abwehrspieler Mark Bernier.

„Für uns sind das zwei schwere Spiele“, weiß Peitings Trainer die Gegner einzuschätzen und weist auf die super Bilanz und die tollen Spiele hin, die der ECP bisher abgeliefert hat. „Dass es einmal nicht so gut läuft, das ist bei der langen Saison normal. Auch haben die Verletzungen viel Substanz gekostet.“ Am Sonntag wünschen sich Leos Sulak und die Cracks wieder die Unterstützung durch die einheimischen Eishockey-Amhänger.

Von den wenigen Neuzugängen war zuletzt nur Michael Kreitl im Einsatz, und auch für das Wochenende wird sich nichts ändern. Florian Bindl und Josef Kottmair haben inzwischen wieder trainiert. Ersterer ist aber erst ab der Zwischenrunde ein Thema, und Kottmair hat vom Arzt noch Spielverbot. Etwas besser kann der ECP-Trainer seine Junioren einsetzen. Die haben diesmal nämlich nur am Samstag einen Bundesliga-Einsatz. df

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