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Keeper Andreas Magg (Archivfoto/hier im Spiel gegen Sonthofen) erwies sich gegen Füssen als großer Rückhalt. 

Eishockey: Oberliga

Peiting behält kühlen Kopf - und trifft in Überzahl

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Spiele zwischen dem EC Peiting und dem EV Füssen sind in dieser Saison bislang jeweils nur mit einem Tor Unterschied entschieden worden. Das Duell zum Abschluss der Oberliga-Vorrunde bildete da keine Ausnahme.

Peiting - Der ECP geht mit einem Sieg aus der Oberliga-Vorrunde: Das Team von Trainer Sebastian Buchwieser gewann beim EV Füssen am Dienstagabend mit 3:2 (1:0, 0:0, 2:2). Alle Treffer fielen in Überzahl.

Einmal mehr konnten die Peitinger nur mit kleinem Kader (16 Feldspieler/2 Torhüter) antreten. Unter anderem fehlten der angeschlagene Torjäger Nardo Nagtzaam und Keeper Florian Hechenrieder (für ihn stand Andreas Magg zwischen den Pfosten). Die dezimierte Truppe machte ihre Sache im ersten Drittel aber ausgezeichnet. „Wir haben ganz gut verteidigt“, berichtete Teammanager Gordon Borberg. Füssen kam nur zu wenigen klaren Möglichkeiten. Vorn zeigte sich der ECP in Überzahl konsequent. Das erste Powerplay nutzten die Gäste zu einem Tor: Dominic Krabbat war nach einem Abpraller mit dem 1:0 (7.) zur Stelle. „Da waren wir effektiv“, lobte Borberg. Bei einer 2:1-Situation entschieden die Unparteiischen auf Abseits und stoppten so den ECP-Angriff. 

EC Peiting: Viele Chancen im zweiten Drittel

Im zweiten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Beide Keeper – bei Füssen stand Maximilian Meier im Tor – agierten „sehr gut“, teilte ECP-Geschäftsführer Peter Gast mit. Die Peitinger waren im Mitteldrittel zweimal in Unterzahl (26., 36.), verhielten sich dabei aber sehr geschickt. Die Gäste hatten sogar bei einem Break eine Riesenchance auf den zweiten Treffer, Routinier Ty Morris scheiterte jedoch. Füssen, mit 20 Feldspielern angetreten, setzte auf hohes Tempo. Die Peitinger waren darauf bedacht, die Wege für die Gegner weit zu machen. „Das haben sie richtig klug gemacht“, lobte Gast seine Spieler.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich das Derby zu einer „ganz heißen Nummer“, so Gast. Ex-ECP-Spieler Lubos Velebny gelang im Powerplay das 1:1 (48.). „Wir haben aber nicht aufgehört, so zu spielen wie davor“, berichtete Borberg. Der ECP blieb in Überzahl effektiv: Daniel Reichert traf zum 2:1 (51.), Florian Stauder legte das 3:1 (55.) nach. Gleich danach nahm der EVF den Torwart für einen Feldspieler vom Eis. Der Druck aufs ECP-Tor nahm zu, „aber wir haben generell wenig zugelassen“, sagte Borberg. Zudem erwies sich Keeper Magg mit 44 gehaltenen Schüssen als großer Rückhalt. „Er war absolute Spitze“, lobte Gast.

EC Peiting: Der Sieg „gibt uns Selbstvertrauen“

Die Versuche der Peitinger, ein empty-net-goal zu erzielen, misslangen. So blieb es spannend, zumal Füssens Kapitän Marco Deubler gar noch das 2:3 (58.) erzielte. Danach jedoch „haben wir kühlen Kopf bewahrt“, so Borberg. Der Sieg „gibt uns Selbstvertrauen“. Und er war auch für die Tabelle wichtig. „Wir brauchen jeden Punkt, um den achten Platz abzusichern“, sagte Borberg. Denn die Punkte werden in die Meisterrunde mitgenommen. Und die ersten acht der dann noch zehn Teams nehmen schließlich an den Play-offs mit der Oberliga Nord teil. 

Statistik: 1. Drittel: 0:1 (6:28) Krabbat (Haninger, Mazanec/5-4). 2. Drittel: keine Tore. 3. Drittel: 1:1 (47:38) Velebny (Vogl/5-4), 1:2 (50:29) Reichert (Morris, Mazanec/5-4), 1:3 (54:02) Stauder (Morris, Heger/5-4), 2:3 (57:27) Deubler (Dropmann, Velebny/6-4). Strafminuten: Füssen 10, Peiting 14. Schiedsrichter: Hinterdobler; Kriebel, Zettl. Zuschauer: 925. 

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