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EC Peiting erfüllt den Wunsch des Teammanagers

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Von: Paul Hopp

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Lukas Gohlke (Mi.) vom EC Peiting beim Schuss aufs Füssener Tor.
Lukas Gohlke (Mi.) vom EC Peiting beim Schuss aufs Füssener Tor. © www.holger-wieland.de

Bis dato lief es für den EC Peiting zu Hause noch nicht nach Wunsch. Im Derby am Sonntagabend gegen den EV Füssen gab es aber nun Grund zum Jubeln.

Peiting – Mit seinem Ergebnis-Tipp lag Gordon Borberg deutlich daneben, aber das war wurscht. Denn die grundsätzliche Vorgabe ihres Teammanagers erfüllten die Peitinger Spieler. „Wir wollen den ersten Heimsieg“, hatte Borberg vor dem Oberliga-Derby gegen den EV Füssen gesagt. Am Ende holte der ECP – zum ersten Mal in dieser Saison – tatsächlich drei Punkte. Zwar nicht mit 5:3, wie von Borberg prognostiziert hatte, aber immerhin mit 2:1 (1:0, 1:1, 0:0). Zum Schluss hin musste Peiting ordentlich kämpfen, das Ergebnis geht aber in Ordnung.

Die 1:0-Führung zur ersten Drittelpause war hoch verdient, wenngleich „ein bisserl zu wenig“, wie ECP-Stürmer Ty Morris im Pauseninterview sagte. Denn die Peitinger hatten mehrere hochkarätige Chancen nicht verwertet. Ins Tor hatte zumindest Manuel Bartsch getroffen: Nach einem Rückpass von Morris schlenzte der ECP-Verteidiger die Scheibe ins Netz (7.); Füssens Torwart Benedikt Hötzinger war vom eigenen Mitspieler Florian Simon die Sicht verstellt.

In der Folge verpassten es die Peitinger allerdings, die Führung auszubauen. Lukas Gohlke scheiterte nach einer Einzelaktion (12.). Jeweils nach tollen Kombinationen verpassten Thomas Heger (14.) und Morris (16.) einen Treffer. Auch der Schuss von Andreas Feuerecker (17.) ging nicht ins Ziel. Fast wäre Füssen noch der überraschende Ausgleich gelungen: Nach einer Nachlässigkeit in der Defensive musste Torwart Florian Hechenrieder gegen den freistehenden Marco Deubler retten (19.). Ansonsten hatte der EVF in der Anfangsphase einige Offensivaktionen. In einem frühen Powerplay scheiterte Maximilian Dropmann an Hechenrieder (2.).

EC Peiting holt erstmals in dieser Saison drei Punkte

Ins zweite Drittel starteten die Füssener mit mehr Schwung. Die Gäste konnten nun mehr Akzente setzen. Die größeren Möglichkeiten hatten zunächst aber die Peitinger durch Gohlke und Nardo Nagtzaam (beide 24.), die kurz hintereinander Pech im Abschluss hatten. Nach einer gefährlichen Füssener Aktion, die der 47-jährige EVF-Dauerbrenner Eric Nadeau eingeleitet hatte, traf Nagtzaam im Gegenzug an den Pfosten (25.). Danach übernahmen die Allgäuer für einige Zeit das Kommando. Bei der besten Chance fand Vincent Wiedemann in Hechenrieder seinen Meister (31.). In der Schlussphase des Mittelabschnitts waren es wieder die Peitinger, die regelrechten Wucher mit vergebenen Torchancen betrieben. Glück und ein stark reagierender Hötzinger halfen da den Füssenern unter anderem gegen Bartsch und Tim Rohrbach. Urplötzlich stand es 1:1, nachdem Samuel Payeur sich gekonnt durchgesetzt hatte (39.). Pech für den ECP: zuvor war Fabian Weyrich am Kopf getroffen worden, die Schiedsrichter ließen weiterlaufen. 31 Sekunden später lag Peiting wieder vorn: Nagtzaam brachte den Puck aus der Drehung vors EVF-Tor – dort wurde er entscheidend zum 2:1 abgefälscht. Im Spielbericht wurde Morris als Schütze aufgeführt, womöglich war auch Heger mit seinem Schläger als letzter ECP-Akteur dran.

Im Schlussdrittel entwickelte sich das Duell zu einem spannenden Duell, das tatsächlich Derbycharakter hatte. Auf dem Eis ging es hin und her, wobei die Füssener die Mehrzahl an Schüssen abgaben. Auf Hechenrieder war einmal mehr Verlass. Er parierte gegen Leon Dalldush genau so wie gegen Nicolas Jentsch und Dejan Vogl. Zehn Minuten vor Schluss wurde es prekär: Der ECP musste geraume Zeit in Unterzahl spielen, 13 Sekunden sogar mit zwei Mann weniger. Die Phase überstanden die Gastgeber – in der Folge hatten sie durch Heger, Morris und Feuerecker binnen weniger Sekunden hochkarätige Möglichkeiten. Anschließend ließ Peiting ein Powerplay ungenutzt. So wurden die Schlusssekunden – Füssen nahm den Torwart für einen Feldspieler vom Eis – noch einmal eine Abwehr- und Nervenschlacht. Doch dann war Jubel angesagt.

Statistik: 1. Drittel: 1:0 (6:58) Bartsch (Heger, Morris). 2. Drittel: 1:1 (38:40) Payeur (Dalldush, Nadeau), 2:1 (39:21) Morris (Nagtzaam, Weyrich). 3. Drittel: keine Tore. Strafminuten: Peiting 8, Füssen 2. Schiedsrichter: Haupt, Rajic. Zuschauer: 539.

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