Konstante beim ECP: Florian Hechenrieder gehört zu den besten Torhütern der Oberliga.
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Konstante beim ECP: Florian Hechenrieder gehört zu den besten Torhütern der Oberliga.

EISHOCKEY: Oberliga Süd

Die „Peitinger Wand“ bleibt dem ECP erhalten

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Angriff und Abwehr sind beim EC Peiting personell schon gut bestückt. Wer dagegen das Tor hütet, war bislang noch ungeklärt. Jetzt steht aber fest, dass die „Peitinger Wand“ weitermacht – was lange Zeit nicht sicher war.

Peiting – Angriff und Abwehr sind beim EC Peiting personell schon gut bestückt. Wer dagegen das Tor hütet, war bis vor ein paar Tagen noch ungeklärt. Jetzt steht aber fest, dass Florian Hechenrieder weitermacht – was lange Zeit nicht sicher war. „Ich hatte tatsächlich über ein Karriereende nachgedacht. Ich wäre auch langsam im richtigen Alter dafür, weil ich es irgendwann einfach auch ein bisschen gemütlicher haben möchte“, sagt der 34-Jährige. „Als sich aber abzeichnete, dass Toni (Saal) unser neuer Coach wird, hat mich das motiviert, weiterzumachen.“ Mit Ausnahme von insgesamt drei Spielzeiten beim SC Riessersee und dem ESV Kaufbeuren (2007 bis 2010) inklusive eines DEL-Einsatzes in Nürnberg war Hechenrieder stets beim EC Peiting. Mittlerweile hat er über 530 Einsätze im ECP-Trikot absolviert.

„Florian gehört seit Jahren zu den besten Torhütern der Liga, auf ihn ist immer Verlass“, sagt ECP-Teammanager Gordon Borberg. Er ist froh über die Zusage der „Peitinger Wand“, wie der Keeper ehrfürchtig genannt wird. „Schön, dass er weitermacht“, freut sich Borberg. „Florian ist ja eher ein ruhiger Typ, aber wenn mal etwas nicht so läuft und er sich zu Wort meldet, hat das Gewicht.“ In den Spielzeiten 2012, 2013 und 2019 wurde er nach Abschluss der Oberliga jeweils zum „Goalie des Jahres“ in der Süd-Staffel gewählt. Mit seinen starken Reflexen hatte Hechenrieder in diesen Jahren auch großen Anteil am Gewinn der Meisterschaft in der Süd-Gruppe.

Hechenrieder hat über 500 Spiele für den ECP absolviert

Der Torwart, einer der erfahrensten Kräfte im derzeitigen Kader, traut seiner Mannschaft auch in der kommenden Saison viel zu. „Mein Eindruck vom Team ist bisher sehr gut. Mir gefällt auch der Philosophiewechsel mit den jetzt zwei Kontingentspielern im Sturm. Offensiv hatten wir zuletzt ein paar Probleme, hinten sehe ich uns gut aufgestellt“, sagt Hechenrieder über die Mannschaft. „Allerdings müssen wir auch vom Verletzungspech verschont bleiben, um wirklich erfolgreich sein zu können.“ In der vergangenen Spielzeit waren die Peitinger arg vom Verletzungspech gebeutelt und mussten oft mit einer Mini-Truppe antreten.

Was die nächste Spielzeit – mit Blick auf Corona – betrifft, hat der gebürtige Weilheimer einen großen Wunsch: „Meine große Hoffnung ist, dass wir jetzt wieder mit den Fans gemeinsam Eishockey erleben dürfen“, erklärt Hechenrieder. In diesen Wochen konzentriert sich der Torwart auf die Familie und den Beruf, zwischendurch spielt er etwas Golf. „Ich halte mich aber auch fit“, erklärt der 34-Jährige.

Geht in die DEL2: Stürmer Martin Hlozek hat bei den Ravensburg Towerstars unterschrieben.

Indessen ist auch klar, wo es Martin Hlozek hinzieht. Der „Rookie des Jahres“, der schon vor geraumer Zeit seinen Abschied vom ECP verkündet hat, bekommt einen Vertrag beim Zweitligisten Ravensburg Towerstars. „Martin ist ein vielversprechender junger Spieler, der in der Red-Bull-Akademie eine hervorragende Ausbildung genossen hat. In seinem ersten Jahr in der Oberliga hat er sich nahtlos in das Peitinger Team integriert und konnte so überzeugen“, sagt Daniel Heinrizi, der zukünftige „Geschäftsführer Sport“ bei den Towerstars über den 21-Jährigen. In 26 Partien für den ECP sammelte Hlozek 29 Punkte (15 Tore/14 Assists). Ravensburgs neuer Trainer Peter Russell ist ebenfalls vom Neuzugang überzeugt: „Martin hat gute läuferische Fähigkeiten und eine professionelle Einstellung. In seiner ersten vollen Saison im Seniorenbereich konnte er sich kontinuierlich weiterentwickeln und ich freue mich sehr, mit diesem spannenden Talent arbeiten zu können.“

Hlozek ist gespannt: „Natürlich muss ich mich an das Niveau der DEL2 erst gewöhnen. Vor allem beim Tempo und System erwarte ich da schon deutliche Unterschiede“, sagt der Stürmer. „Die letzte Saison ist ganz gut gelaufen. Gerne möchte ich dort anknüpfen und mich entsprechend weiterentwickeln.“

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