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Stürmt künftig in den USA: Eishockeyprofi Nick Latta.

Peitinger nach Nordamerika

Latta: Erst Kansas, dann Wolfsburg

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Nick Latta (24) Angreifer wechselt von Köln in die USA. Kommende Saison geht’s zurück in die DEL.

Peiting – In den vergangenen Tagen war Nick Latta in Stress. Nach seiner Vertragsauflösung am Mittwoch bei den Kölner Haien räumte der Peitinger seine Wohnung in der Domstadt, stellte seine Habseligkeiten bei einem Kumpel unter. Zeit für einen richtigen Umzug blieb nicht. Denn schon gestern Vormittag startete der 24-Jährige in ein neues Abenteuer. Um 10.40 Uhr hob Latta ab. Ziel: die USA.

Von Frankfurt ging es nach Dublin (Irland), von dort weiter nach Chicago (USA). Um 22 Uhr Ortszeit landete er endlich an seinem eigentlichen Ziel: Wichita. Die 390 000 Einwohner-Stadt im Bundesstaat Kansas ist die neue sportliche Heimat des 24-Jährigen. Bereits heute soll er dort erstmals für die Wichita Thunder in der ECHL (siehe unten) auflaufen.

Aus der DEL in die dritte Liga in Nordamerika? Ein Schritt, der auf den ersten Blick überrascht. Für Latta macht er aber absolut Sinn. Ein Wechsel innerhalb der DEL wäre nicht mehr möglich gewesen, da die ligainterne Wechselfrist bereits am 30. Dezember abgelaufen ist. Lattas kanadischer Berater fädelte deshalb den Deal mit Wichita ein. Dort soll der Angreifer die Eiszeit bekommen, die man ihm in Köln zuletzt nicht zugestand.

Warum er in den vergangenen Wochen bei den kriselnden Haien immer wieder auf die Tribüne musste, weiß Latta selbst nicht so genau, will sich dazu auch nicht äußern. Laut SN-Informationen soll die Kommunikation zwischen Spieler und Trainer Peter Draisaitl nicht die beste gewesen sein. Trotz guter Leistungen hatte Latta immer wieder auf die Tribüne gemusst. Wohl ohne Erklärung des Coaches.

Das Kapitel Köln ist nun abgehakt, Latta bereit für seine neue Aufgabe in Kansas. „Ich will einfach spielen, auf dem Eis stehen. Ich bin Eishockeyspieler, kein Eishockeysitzer“, sagt er. „Ich will wieder Spaß am Eishockey haben.“

Ob Wichita seine letzte Station in dieser Spielzeit ist, wird sich zeigen. Latta will sich mit guten Leistungen in Kansas für Teams aus der höherklassigen AHL empfehlen, die ihn jederzeit unter Vertrag nehmen können.

Allerdings nur bis Saisonende. Denn für die kommende Spielzeit kehrt Latta sicher nach Deutschland zurück, da sich der Peitinger bereits mit Wolfsburg einig ist. Der 24-Jährige hat in der Autostadt einen Zwei-Jahresvertrag unterschrieben. „Die Grizzlys, allen voran Manager Charlie Fliegauf, haben sich sehr um mich bemüht“, verrät Latta. „Ich hatte auch andere Möglichkeiten. Aber das Konzept der Wolfsburger hat mich absolut überzeugt.“ 

ECHL

Die ECHL (bis Mai 2003 East Coast Hockey League) ist eine professionelle Eishockeyliga, die aus 27 Mannschaften besteht. 26 Teams sind in den Vereinigten Staaten beheimatet, eine in Kanada. Die Teams sind auf vier Divisonen (Mountain, Central, South und North) aufgeteilt. Die Liga wird hinter der NHL und der AHL als dritthöchste Spielklasse in Nordamerika angesehen. Der Sieger der Playoffs der ECHL erhält den Kelly Cup.

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