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Klare Worte ans Team: ECP-Coach Sebastian Buchwieser fordert von seinen Spielern wieder bessere Leistungen. 

Buchwieser brodelt

ECP-Coach macht Spielern Dampf

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Schlendrian-Gefahr beim EC Peitng. Sebastian Buchwieser macht seinen Spielern Dampf, fordert wieder 100 Prozent – und verordnet Denkpausen.

Peiting – Nach außen cool, aber innen brodelt ein Vulkan: Sebastian Buchwieser reicht’s! Nach den schwachen Auswärtsauftritten der vergangenen Wochen (drei deutliche Pleiten in Folge) hat der ECP den Anschluss zu Platz vier verloren (sieben Punkte Rückstand). Und in der anstehenden Zwischenrunde warten schwierige Aufgaben. Darum schlägt der Trainer des EC Peiting jetzt Alarm.

„So geht’s nicht weiter. Wir schießen in letzter Zeit Böcke, die uns nicht passieren dürfen.“ Buchwieser kritisiert die Einstellung einiger Spieler. Beklagt, dass taktische Vorgaben nicht (mehr) eingehalten werden. „Wir sind nicht schlechter geworden. Nur der Kopf funktioniert nicht mehr, wie er soll.“

Ein möglicher Grund: Seit die Playoff-Teilnahme in trockenen Tüchern ist, hat sich eine gewisse Selbstzufriedenheit im Kader breit gemacht. Vor eigenem Publikum geben die Peitinger weiter Vollgas, auswärts schleicht sich aber immer häufiger der Schlendrian ein.

Am Mittwochabend (am Dienstag hatte die Mannschaft trainingsfrei) sprach der Trainer bei der Team-Besprechung deshalb Klartext. Bei der Videoanalyse wurden die Fehler der vergangenen Wochen gnadenlos angesprochen. Anschließend bat Buchwieser die Mannschaft aufs Eis, ließ sein Team ordentlich schwitzen. Motto: Schluss mit lustig! Ab jetzt ist wieder Vollgas-Eishockey angesagt. Der Trainer: „Wir müssen immer 100 Prozent geben, ansonsten gewinnen wir gegen die Teams, die vor uns stehen, nicht.“

Wer nicht mitzieht, dem stehen künftig eisige Zeiten bevor. Schon für die Partien am Wochenende gegen Waldkraiburg (Fr., 19.30 Uhr) und am Sonntag bei Spitzenreiter Rosenheim (17 Uhr) kündigt Buchwieser „Denkpausen“ für einige Akteure an. Der ein oder andere Spieler wird sich wohl in einer anderen Reihe wiederfinden, ein paar Einsätze weniger bekommen als gewöhnlich. Die Spieler sollten sich also ranhalten, sonst bricht Vulkan Buchwieser endgültig aus.

Die Gegner am Wochenende

EHC Waldkraiburg

Spielbeginn: am Freitag, 19.30 Uhr, im Eisstadion Peiting.

Zum Gegner: Hinter dem EHC Waldkraiburg liegen turbulente Monate. Im November trennte man sich von Trainer Sergej Hatkevich, holte Meistertrainer Rainer Zerwesz zurück. Im Dezember übernahm dann Tomas Martinec. Der Ex-Nationalspieler ist auch schon wieder weg (auf eigenen Wunsch) – und Zerwesz wieder da. In der Tabelle liegen die Waldkraiburger mit mageren 18 Punkten auf dem vorletzten Platz. Alle drei Duelle gegen den ECP gingen verloren. Topscorer des EHC: Brent Norris (33 Punkte).

Starbulls Rosenheim

Spielbeginn: Sonntag, 17 Uhr, im emilio-Stadion Rosenheim.

Zum Gegner: DEL2-Absteiger Rosenheim grüßt derzeit von der Tabellenspitze. Das Team um Trainer Manuel Kofler hat sechsmal in Folge gewonnen, sich damit die Spitzenposition vom Deggendorfer SC zurückgeholt. Die große Stärke der Rosenheimer: Die Ausgeglichenheit im Team. 13 Spieler haben schon mindestens 20 Scorerpunkte gesammelt. Zum Vergleich: Beim ECP haben bisher nur acht Akteure die 20er-Marke geknackt. Außerdem stellen die Starbulls mit nur 72 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Von den bisherigen drei Duellen mit Peiting gewann Rosenheim zwei. Topscorer ist Ex-ECP-Spieler Michael Baindl (34 Punkte).

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