Eishockey Oberliga

Update: Landshut ist gerettet

  • Thomas Fritzmeier
    vonThomas Fritzmeier
    schließen

Landshut - Aufatmen bei Eishockey-Oberligist EV Landshut. Die drohende Insolvenz ist abgewendet.

Das Drama hat ein Happy-End: Eishockey-Oberligist EV Landshut hat in letzter Sekunde die drohende Insolvenz abgewendet. Nach dramatischen Verhandlungen in den vergangenen Tagen hat nun auch die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), der größte Gläubiger der LES-Gmbh (ist für den Spielbetrieb der Ersten Mannschaft des EVL zuständig), einem Schuldenschnitt zugestimmt. Auch mit den beiden anderen lange Zeit nicht kooperativen Gläubigern ist man sich einig geworden.

Das bedeutet: Die mit 580 000 Euro verschuldete LES bedient ihre 42 Gläubiger mit ca. 20 Prozent der Forderungen. Die dafür erforderliche Summe wurde bereitgestellt. Auf die restlichen 80 Prozent verzichten die Gläubiger. „Eine nachhaltige Sanierung der LES-Gmbh kann nunmehr gelingen. Um das Profieishockey in Landshut und die hervorragende Nachwuchsarbeit auch dauerhaft zu gewährleisten, laufen bereits Gespräche mit Sponsoren und möglichen neuen Gesellschaftern. Erste positive Gespräche gibt es bereits“, heißt es in einer am Donnerstagnachmittag veröffentlichten Mitteilung auf der Homepage des EVL.

Gerhard Weyrich, Vorsitzender des EC Peiting, zeigte sich im Gespräch mit der Heimatzeitung nach der vorläufigen Rettung der Niederbayern erleichtert, sagt: „Mir fällt ein mittelgroßes Gebirge vom Herzen. Nach dem überraschenden Aus von Schönheide wäre das Ende des EVL ein zweiter sehr harter Schlag für die Liga gewesen.“ Man müsse im Eishockey zwar immer mit derlei Entwicklungen rechnen, nach der harten Arbeit im Sommer, in dem die Liga auf solide Beine gestellt wurde, wäre der Verlust der Landshuter, die immer noch ein Fanmagnet sind, nur schwer zu verkraften gewesen.

Wie es im kommenden Jahr mit der Oberliga weitergeht, werden die Club-Verantwortlichen wahrscheinlich Anfang Januar besprechen. „Es gibt noch keinen fixen Termin, aber ich gehe davon aus, dass wir uns Anfang 2017 treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.“

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion