Trubel vor Andreas Magg: Peitings Goalie hatte gegen Rosenheim einiges zu tun.
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Trubel vor Andreas Magg: Peitings Goalie hatte gegen Rosenheim einiges zu tun.

Eishockey-Oberliga

Keine Torgefahr, keine Punkte: Peiting unterliegt den „Starbulls“

  • Katrin Kleinschmidt
    VonKatrin Kleinschmidt
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Auch das zweite Heimspiel endete für Eishockey-Oberligist EC Peiting mit einer Pleite. Ohne Nardo Nagtzaam ging vor dem gegnerischen Tor nicht viel.

Peiting – Viele Monate lang mussten die Fans des EC Peiting darauf verzichten, ihr Team live auf dem Eis zu erleben. Doch was sie nun in den bisher zwei Heimspielen der noch jungen Eishockey-Oberliga-Saison zu sehen bekamen, dürfte sie auch nicht wirklich glücklich machen. Auf die 3:7-Pleite zum Auftakt gegen Weiden folgte nun auf dem eigenen Eis ein 2:5 gegen Rosenheim.

Gegen die „Starbulls“, die hinter Weiden an der Tabellenspitze stehen, machte sich das Fehlen des Niederländers Nardo Nagtzaam stark bemerkbar. Dessen Reihe, zu der Thomas Heger und Daniel Reichert gehören, hatte in den ersten drei Partien vier der sechs Peitinger Treffer erzielt. Am Sonntag aber wurde Nagtzaam wegen einer „leichten Unterkörperverletzung“ geschont, wie ECP-Sprecher Simon Fritzenschaft auf Nachfrage mitteilte – dem Vernehmen nach handelt es sich um einen Pferdekuss. Der Ausfall des Kontingentspielers schmerzte sichtlich. Peiting war im Angriff harmlos. Es fehlten Nadelstiche und bisweilen Tempo, um die Rosenheimer Defensive unter Druck zu bringen. Die mangelnde Torgefahr der Peitinger, ihre Fehlpässe und Strafzeiten wussten die starken Rosenheimer für sich zu nutzen.

Peiting liegt gegen Rosenheim schnell zurück

Die gingen früh in Führung – Peiting half ein bisschen mit. ECP-Angreifer Florian Stauder brachte nach knapp einer Minute seinen Gegenspieler ohne Not zu Fall und musste auf die Strafbank. Das Gefühl kennt er gut, es war seine fünfte Zwei-Minuten-Strafe im vierten Spiel. Und es dauerte nur ein paar Sekunden, da setzte sich ECP-Verteidiger Fabian Weyrich noch zu ihm. Drei Peitinger sollten nun fünf Rosenheimer in Schach halten – das ging nicht lange gut. Maximilian Vollmayer schoss die „Starbulls“ nach 112 Sekunden in Führung. Danach ging’s hin und her, mit bessern Chancen für die Rosenheimer. Eine Viertelstunde war gespielt, da gewannen die Gäste ein Bully, dann ging’s schnell: Zwei Pässe, ein Schuss von Curtis Leinweber, zack – schon stand’s 2:0.

Ins zweite Drittel startete Peiting mit einem Mann mehr auf dem Eis. Nutzen konnten die Gastgeber das Powerplay wie schon in den Partien zuvor nicht. Erst ein paar Minuten später gelang der Anschlusstreffer. Peiting war nun besser in der Partie, ging überlegt vor dem Rosenheimer Tor vor und Christoph Frankenburgs Schuss knallte in die Maschen. Sollte das das Aufbäumen sein, auf das die ECP-Fans warteten? Nein, wahrlich nicht. Der Jubel war kaum verhallt, da trat Manuel Edfelder zum Sprint an, düste über rechts auf Peitings Goalie Andreas Magg zu, der kam diesmal statt Florian Hechenrieder zum Zug, und erhöhte für Rosenheim auf 3:1. Marc Schmidpeter im Nachsetzen und erneut Edfelder im Powerplay stellten noch vor der Pause auf 5:1. Die „Starbulls“ waren effektiver, spritziger. Dass auch die Peitinger schön und schnell kombinieren können, zeigten Daniel Reichert und Eetu-Ville Arkiomaa vor dem 2:5. Das gelang dem Finnen nach einem Doppelpass.

Im letzten Drittel behielten die Rosenheimer die Oberhand. Durch zwei Strafen waren die Gäste insgesamt vier Minuten in Unterzahl – doch Peiting konnte keines der Powerplays für sich nutzen. Kein einziger richtiger Schuss ging aufs Rosenheimer Tor. Selbst Heger, in dieser Saison immerhin schon mit drei Toren, zielte aus guter Position daneben. Und das passte zu diesem Abend, der für Peiting einfach kein guter mehr wurde.

Statistik

EC Peiting 2
Starbulls Rosenheim 5
(0:2, 2:3, 0:0)
1. Drittel: 0:1 (1:52) Vollmayer (Leinweber/Snetsinger/5-3), 0:2 (14:42) Leinweber (Krumpe/Vollmayer). 2. Drittel: 1:2 (27:22) Frankenberg (Stauder/Czogallik), 1:3 (27:42) Edfelder (Höller/Tölzer), 1:4 (33:14) Schmidpeter (Höller/Reinig), 1:5 (34:44) Edfelder (Vollmayer/5-4), 2:5 (37:55) Arkiomaa (Reichert). 3. Drittel: keine. Strafminuten: Peiting 8, Rosenheim 8. Zuschauer: 502.

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