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Bild aus vergangenen Tagen: Vor acht Jahren standen sich der EC Peiting und SC Riessersee zuletzt in einem Pflichtspiel gegenüber . Am Sonntag kommt es nun endlich wieder zum Derby. damals wie heute im Team der Peitinger: Fabian Weyrich (l.). 

Peiting gegen Riessersee: Derby unter Freunden

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Endlich wieder Derby! Der EC Peiting reist am Sonntag zum SC Riessersee, tritt nach einer gefühlten Ewigkeit wieder beim Erzrivalen an. Große Geheimnisse gibt es vor dem Top-Duell der Oberliga Süd nicht. Nur ein paar Fragezeichen um Spieler aus Salzburg.

Peiting – Kinder, wie die Zeit vergeht! Vor acht Jahren standen sich der EC Peiting und der SC Riessersee zuletzt in einem Pflichtspiel gegenüber. Zum Team der Peitinger gehörten damals Spieler wie Lubor Dibelka, Milos Vavrusa oder Michael Kreitl. Der heutige ECP-Teammanager Gordon Borberg stand noch als Aktiver auf dem Eis, Leos Sulak als Coach hinter der Bande. Beim SCR tummelten sich illustre Namen wie Tim Regan, Josef Lehner oder Andreas Raubal.

Und auch ein gewisser Andreas Feuerecker war dabei – damals noch im Trikot des SCR. Im Derby am Sonntag (18 Uhr in Garmisch-Partenkirchen) steht er nun auf der anderen Seite, tritt gegen seinen Heimatverein an.

Das gilt freilich auch für ECP-Coach Sebastian Buchwieser. Der Mittenwalder durchlief den kompletten Nachwuchs der Werdenfelser, absolvierte 1997 bis 1999 auch rund 30 Spiele für den damaligen Zweitligisten. Das Spiel in Garmisch-Partenkirchen ist also auch für den mittlerweile 39-Jährigen eine Art Heimkehr. Buchwieser: „Meine gesamte Familie wird am Sonntag im Stadion sein. Ein paar alte Spezl haben sich angekündigt. Es ist schon ein besonderes Spiel für mich. Ich freue mich sehr auf die Partie.“

Anders als in der Vergangenheit begegnen sich die Teams diesmal, trotz aller Konkurrenz, eher freundschaftlich. Die Streitereien und Sticheleien früher Zeiten sind längst passe. Buchwieser und SCR-Coach Toni Söderholm, die in der vergangenen Spielzeit im Zuge der Kooperation zwischen den Klubs schon zusammengearbeitet haben, tauschen sich sogar immer noch regelmäßig aus.

Das bedeutet freilich auch: Vor dem Derby gibt es keine großen Geheimnisse. Beide Trainer kennen die taktische Marschroute des jeweils anderen, wissen, was sie erwartet. Überraschungen könnte es höchstens im Kader des SCR geben. Die Münchner Leihgaben Tobias Eder, Jakob Mayenschein und Maximilian Daubner, die zuletzt regelmäßig beim SCR auf dem Eis standen, werden in der DEL gebraucht. Für sie könnten Spieler aus Salzburg, von der Zweiten Mannschaft des EC Red Bull, zum Team stoßen. Es dürfte sich dabei unter anderem um U18-Nationalspieler Justin Schütz (18/Außenstürmer) und Dennis Lobach (18/Stürmer) handeln.

Vor dem großen Derby am Sonntag steht für den ECP aber noch die Pflicht auf dem Programm. Heute Abend (19.30 Uhr) empfängt er die Blue Devils Weiden. „Eine schwierige Aufgabe, der aktuell unsere volle Konzentration gilt“, sagt Buchwieser. „Wir dürfen Weiden keinesfalls unterschätzen, müssen wieder besser spielen wie zuletzt in der Anfangsphase gegen Höchstadt.“

Tickets für Derby

Der ECP bietet schon heute Abend im Heimspiel gegen Weiden Tickets für die Partie in Garmisch-Partenkirchen an. Wer eine Karte möchte, kann diese ab der zweiten Drittelpause an der Hauptkasse erwerben.

Die Gegner am Wochenende

Blue Devils Weiden

Spielbeginn: am heutigen Freitag um 19.30 Uhr in der Peitinger Eishalle. 

Zum Gegner: Im Team der Blue Devils (deutsch: Blaue Teufel) tummeln sich gleich zwei alte Bekannte: Coach Ken Latta und Angreifer Marco Habermann sind eigentlich in Peiting beheimatet, verdienen aktuell aber ihr Geld in der Oberpfalz. Latta übernahm den Oberligisten bereits im vergangenen Januar, Habermann stieß im Sommer von Nord-Oberligist Duisburg zum Team. Sportlich läuft es für die Weidener, die am Ende der vergangenen Spielzeit nur knapp an einer Pleite vorbeischrammten, noch nicht rund. Von fünf Spielen konnte das Team nur eines gewinnen. Top-Scorer der Oberpfälzer ist der Kanadier Matt Abercrombie (4 Tore, 3 Vorlagen).

SC Riessersee

Spielbeginn: am Sonntag um 18 Uhr im Olympia-Eissport-Zentrum Garmisch-Partenkirchen 

Zum Gegner: Nach dem großen Sommer-Theather (Insolvenz) und dem damit verbundenen Abstieg in die Oberliga ist beim SCR zuletzt wieder etwas Ruhe eingekehrt. Die Werdenfelser, die 14 neue Spieler in ihren Reihen haben, starteten mit vier Siegen in die Spielzeit. Zuletzt gab’s aber eine durchaus überraschende 2:3-Pleite nach Verlängerung in Lindau. Das große Manko des SCR: Er trifft die Kiste nicht. Nur magere 14 Tore stehen bisher beim Tabellendritten zu Buche. Zum Vergleich: der ECP hat schon 31 Mal getroffen. Dafür ist die Defensive sehr stabil, hat erst 10 Tore zugelassen. Top-Scorer ist die DEL-Leihgabe Tobias Eder (3 Tore, 5 Vorlagen).

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