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Rudelbildung: In einigen Szenen war die Partie unnötig ruppig. Die Schiedsrichter hatten viel zu tun. 

Eishockey: Oberliga Playoffs, Achtelfinale

Diesmal fahren die Hannover Scorpions den Stachel aus

Den Heimvorteil hat Eishockey-Oberligist EC Peiting nicht nutzen können: Vor 1306 Zuschauern haben die Hannover Scorpions am Sonntagabend ihren Stachel ausgefahren.

Peiting – In einer heiß umkämpften Playoff-Partie haben die Peitinger mit 2:6 verloren. Damit ist die Serie nach zwei Spielen und jeweils dem Sieg des Auswärtsteams völlig offen.

Kaum Zeit, sich an die Playoffs zu gewöhnen, gönnten die beiden Mannschaften den Zuschauern. Nach der Begrüßung durch den Peitinger Trommlerzug und der Choreografie der ECP-Fans, die alle Trikots ihrer Lieblinge vor dem Anpfiff in die Höhe recken, geht es gleich rund. Die Scorpions starten überaus giftig und handeln sich in den ersten vier Minuten gleich drei Strafzeiten ein. Die Hausherren bestrafen das undisziplinierte Auftreten der Hannoveraner mit dem schnellen Führungstreffer: Auf Zuspiel von Brad Miller hämmer Andreas Feuerecker (4.) die Scheibe in Überzahl zum 1:0 in die Maschen. Das weitere Powerplay bringt dem ECP aber nichts mehr ein.

Danach geht es hin und her. Dominic Krabbat (10.) hat Pech bei einem Pfostentreffer. Wenig später dürfen die über 200 mitgereisten Scorpions-Anhänger jubeln, da Christoph Koziol (15.) in Überzahl den Ausgleich markiert. In der umkämpften Partie vergibt Koziol (17.) kurz vor Drittelende eine gute Chance der Gäste zur Führung.

Die erzielen sie kurz nach dem ersten Wechsel mitten in eine Drangphase der Peitinger hinein: Nachdem Milan Kostourek (23.) am Pfosten und Fabian Dietz (24.) am starken Scorpions-Goalie Björn Linda gescheitert waren, versenkt der völlig ungedeckte Sean Fischer den Puck zum 1:2 (25.). Wenig später zieht Hannovers Hüne Goran Pantic (27.) von der blauen Linie ab, und schon ist Florian Hechenrieder, dem die Sicht verstellt ist, erneut geschlagen.

Der ECP zeigt sich davon aber nur kurze Zeit geschockt. Martin Andrä (29.) verpasst den Anschlusstreffer nur knapp. Den besorgt dafür Brad Miller (32.), dessen Schuss nach einem Solo unhaltbar unter der Latte einschlägt. Kostourek (36.) hat wenig später den Ausgleich auf dem Schläger. Er findet aber in Linda seinen Meister.

Die ausgelassenen Chancen der Peitinger sollen sich im Schlussdurchgang rächen. Die effektiven und abgebrühten Scorpions ziehen durch einen Distanztreffer von Dennis Schütt (42.) und einen platzierten Schuss von Brian Gibbons (44.) auf 2:5 davon. Der ECP bemüht sich danach, wieder heranzukommen. Die Angriffe sind aber zu ungestüm und ideenlos. Die Hannoveraner verwalten so ihren Vorsprung, bis Chad Niddery (57.) in Überzahl das halbe Dutzend voll macht und für die endgültige Entscheidung sorgt.

Beruhigt waren die Gemüter danach aber nicht. Fischer leistete sich in der Schlussminute ein hässliches Stockfoul gegen Fabian Weyrich, was dem Scorpions-Verteidiger eine Matchstrafe und Lukas Gohlke, der seinen Teamkollegen rächte, eine Spieldauer einbrachte. Beide fehlen damit im zweiten Spiel in Hannover, wo das hitzige Playoff-Duell am Dienstag seine Fortsetzung findet.
Roland Halmel 

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