Oberliga Süd

Schönheide: Verband stellt Forderungen

Die Tür steht weiter offen: Der Deutsche Eishockey Bund kann sich eine Rückkehr von Schönheide in die Oberliga Süd vorstellen.

Schönheide/Peiting - Hinter verschlossenen Türen arbeitet der EHV Schönheide weiter an einer Rückkehr in die Oberliga Süd. Der Verband würde die Sachsen wohl wieder aufnehmen, stellt aber Forderungen. Die bisher ausgefallenen Partien werden wohl nur teilweise nachgeholt.

Die Zukunft des insolventen Eishockey-Oberligisten EHV Schönheide ist weiterhin ungewiss. Am Montag trafen sich die Verantwortlichen des Klubs mit Vertretern der Stadt und Sponsoren, arbeiteten hinter verschlossenen Türen an einem Rettungsplan. Die Ergebnisse der Versammlung waren zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Bekannt ist allerdings, dass sich der Deutsche Eishockey Bund (DEB), der für den Spielbetrieb der Oberliga zuständig ist, eine Rückkehr durchaus vorstellen kann. Das bekräftigte Ligenleiter Oliver Seeliger gestern im Gespräch mit der Heimatzeitung. „Es wäre wünschenswert, wenn die Liga mit zwölf Mannschaften zuende gespielt wird. Wir sind offen für eine Rückkehr des EHV.“ Aus rechtlicher Sicht wäre ein Wiedereinstieg der Schönheider übrigens möglich, wie Seeliger herausgefunden hat.

Allerdings knüpft der Verband eine Rückkehr an einige Bedingungen. So müsse der Spielbetrieb mindestens bis Ende der Vorrunde am 15. Januar gesichert werden, im Idealfall sogar länger. „Wenn man neue Gelder beschafft, die Schulden begleicht, kann man den Insolvenzantrag zurückziehen“, sagt Seeliger. „Wenn das gelingt, kann man auch die Verzahnungsrunde spielen, die Saison komplett zuende bringen.“

Sollten die Schönheider wieder den Spielbetrieb aufnehmen, wird das am Freitag ausgefallene Auswärtsspiel der Wölfe in Bad Tölz zeitnah nachgeholt. Die ebenfalls abgesagt Partie gegen Sonthofen wird hingegen mit 5:0 für die Allgäuer gewertet. „Der Zeitplan ist zu eng, um das Spiel nachzuholen. Außerdem kann man den Sonthofern nicht zumuten, unter der Woche die weite Fahrt nach Sachsen anzutreten“, so Seeliger.

Während im Hintergrund noch verhandelt wird, schrumpft der Kader der Schönheider immer weiter. Nach Milan Kostourek, der sich in Richting Peiting verabschiedet hat, hat nun auch Thomas Vrba, der zweite Kontingentspieler der Wölfe, einen neuen Arbeitgeber gefunden. Der 29-jährige Tscheche schließt sich wohl dem Oberliga-Vorletzten EHC Waldkraiburg an. Noch fehlt aber die Freigabe der Sachsen.