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Top-Quote und Top-Goalie: Beides reicht EC Peiting in Regensburg nicht

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Von: Katrin Kleinschmidt

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Der Torschütze diesmal als Vorlagengeber: Thomas Heger legte das 1:0 auf.
Der Torschütze diesmal als Vorlagengeber: Thomas Heger legte das 1:0 auf. © Michael Sigl

Lukas Heger und Nardo Nagtzaam haben wieder zugeschlagen: Ein Zusammenspiel der beiden bringt den EC Peiting in Regensburg in Führung. Doch beim 1:0 bleibt‘s nicht.

Regensburg – Es sind diese Momente von Florian Hechenrieder, die die Peitinger so lieben. Und die die Gegner verzweifeln lassen. Als ein Regensburger Spieler am Freitagabend schon die Arme zum Jubeln hochzieht, da schnellt die linke Fanghand des Goalies, der auf dem Boden kniet, in die Höhe. Knapp unter der Latte fischt Hechenrieder den Puck heraus, rettet sein Team, das zu diesem Zeitpunkt in der Eishockey-Oberliga-Partie bei den Eisbären Regensburg führt. Am Ende reicht die Heldentat nicht. Peiting verliert 1:2.

Dass das Team von Trainer Anton Saal nach zwei Dritteln überhaupt vorn liegt, ist vor allem der starken Defensivarbeit zu verdanken. Peiting ackert und kämpft. Wie effektiv die Peitinger verteidigen können, zeigen sie im exzellenten Unterzahlspiel. Immer wieder gehen sie aggressiv drauf, zwingen ihre Gegner zu Fehlern. Weder Weiden noch Passau gelang es am vergangenen Wochenende, in Überzahl gegen Peiting zu treffen. Auch gegen Regensburg hat die 100-Prozent-Erfolgsquote Peitings im Unterzahlspiel lange Bestand.

Schon früh ist der EC Peiting in Unterzahl

Dabei stehen die Eisbären am Freitag früh mit einem Feldspieler mehr auf dem Eis. Florian Stauder kassiert nach knapp fünf Minuten eine Zwei-Minuten-Strafe. Er sieht von der Strafbank nur eine Chance der „Eisbären“. Aleandro Angaran prüft ECP-Goalie Hechenrieder, der hält aber den Schläger an die richtige Stelle. Kurz darauf fliegt ihm zwei Mal der Puck um die Ohren, erst schießt Constantin Ontl drüber, dann scheitert er an einer Hechenrieder Glanztat. Während Regensburg ganz gute Chancen hat, ist Peiting im Angriff eher harmlos. Selbst im Powerplay. Nachdem Tomas Gulda mit seinem Schläger Peitings Nardo Nagtzaam im Gesicht trifft, muss er zwei Minuten raus. Der ECP kann die Überzahl auf dem Eis nicht nutzen.

Im dritten Drittel fällt der Ausgleich in Regensburg

Er braucht sie auch nicht, wie sich Anfang des zweiten Drittel zeigt. Da schlägt das Peitinger Traum-Duo der bisherigen Saison zu. In umgekehrten Rollen. Thomas Heger, bereits dreifacher Torschütze in dieser Saison, bedient Nardo Nagtzaam, der bis dato als Vorlagengeber glänzte, – der Schuss des Niederländers sitzt, Peiting führt. Und Regensburg beißt sich in diesem Drittel noch drei Mal die Zähne am starken Unterzahl-Spiel der Peitinger aus. Freilich wird’s mal eng vor dem Peitinger Kasten. Aber dann ist da eben Hechenrieders Fanghand.

Und so gehen die Gäste mit einer Führung ins letzte Drittel – die hat aber nur noch 38 Sekunden Bestand. Dann schiebt Andrew Schembri im Fallen die Scheibe zu Lukas Heger – dem Bruder des Peitinger Angreifers –, und dem gelingt der Ausgleich. In der Folge wird das Spiel hektischer, die Checks werden deftiger. Stauders dritte Zwei-Minuten-Strafe der Partie bleibt für Peiting ohne Folgen. Doch als nur noch vier Minuten zu spielen sind, muss ECP-Kapitän Andreas Feuerecker wegen Haltens und Stockcheck gleich für vier Minuten vom Eis. Da passiert’s: Constantin Ontl schiebt den Puck zwischen Hechenrieders Beinen hindurch, zum 2:1 für Regensburg. Peitings 100-Prozent-Quote im Unterzahlspiel ist dahin. Der Sieg auch.

Statistik

Eisbären Regensburg 2
EC Peiting 1
1. Drittel: keine. 2. Drittel: 0:1 (23:19) Nagtzaam (T. Heger/Weyrich). 3. Drittel: 1:1 (40:38) L. Heger (Schembri/Gulda), 2:1 (58:05) Ontl (Schwamberger/Keresztury/5-4). Strafminuten: Regensburg 6+5, Peiting 14. Schiedsrichter: Lender, Wohlgemuth; Laudenbach, Schnabel. Zuschauer: 1364.

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