Familiendrama mit drei Toten: Immer mehr Details bekannt - „Muss man erst mal setzen lassen“

Familiendrama mit drei Toten: Immer mehr Details bekannt - „Muss man erst mal setzen lassen“
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Alte Freunde: (v.l.) Die Peitinger Thomas und Rainer Hirschvogel mit dem kürzlich verstorbenen Jim Johannson. Das Bild entstand im Rahmen der Eishockey-Weltmeisterschaft 2017 in Deutschland.

Jim Johannson verstorben

Peiting trauert um Eishockey-Legende

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Der EC Peiting trauert um einen seiner ehemaligen Helden. Jim Johannson, der später beim US-Verband Karriere machte, ist tot.  

Peiting/Rochester – In drei Wochen startet Olympia in Pyeongchang (Südkorea). Kurz davor muss das US-Eishockey einen schweren Schicksalsschlag verkraften: General Manager Jim Johannson sollte die Delegation anführen – nun ist er tot. Der 53-Jährige sei am Sonntagmorgen verstorben, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Eine Nachricht, die in der internationalen Eishockey-Gemeinde große Trauer auslöste – auch in Peiting.

„Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagt Rainer Hirschvogel. Der Peitinger stürmte Mitte der 90er an der Seite von Johannson für den ECP und hielt auch später noch engen Kontakt zum US-Amerikaner, besuchte ihn sogar in seiner Heimat. „Er war ein super Mensch. Sehr nett und umgänglich. Und ein Riesenspieler“, sagt Hirschvogel. „Vielleicht der beste Ausländer, der jemals in Peiting gespielt hat.“

Johannsons Ausbeute im ECP-Trikot: In der Saison 1994/95 sammelte er in 44 Spielen sagenhafte 102 Scorerpunkte. Anschließend beendete der damals 31-Jährige, der in den 80ern auch für den EV Landsberg sowie bei zwei Olympischen Spielen auf dem Eis stand, seine Karriere, kehrte in seine Heimat zurück. Dort machte Johannson, der aus Rochester (Bundesstaat New York) stammt, als Funktionär Karriere. Im Jahr 2000 wurde er Mitglied des US-Verbands, stieg binnen kürzester Zeit zum General Manager auf. Unter seiner Führung gewann das US-Team bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver (Kanada) die Silbermedaille. Laut der nordamerikanische Hockey News gehört Johannson zu den 50 einflussreichsten Menschen im Eishockey.

Der Kontakt nach Peiting riss aber nie ab. Wann immer Johannson in Deutschland war, besuchte er seine alten Spezl in der Marktgemeinde, schwelgte in Erinnerungen. Zudem trafen sich die ehemaligen Weggefährten bei zahlreichen Weltmeisterschaften, zu denen Johannson seine Peitinger Freunde einlud, sie mit Tickets ausstattete und sogar im Team-Hotel der Amerikaner einquartierte. Zuletzt im vergangenen Jahr bei der WM in Deutschland. „Er war ein sehr feiner Typ, hat sich um alles gekümmert. Wir werden ihn sehr vermissen“, sagt Hirschvogel. 

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