Die Peitinger (in blauen Trikots, hier Alexander Winkler) wollen trotz einmonatiger Spielpause den Starbulls Paroli bieten.
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Sauber dagegen halten: Die Peitinger (in blauen Trikots, hier Alexander Winkler beim Heimspiel gegen Rosenheim in der Meisterrunde der vergangenen Saison) wollen trotz einmonatiger Spielpause den Starbulls Paroli bieten.

EISHOCKEY: Play-off-Start in Oberliga

EC Peiting weiter ersatzgeschwächt, aber dafür erholt

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Das Corona-Virus sorgte in der Oberliga zuletzt für Turbulenzen. Dem EC Peiting blieben lertztlich die Pre-Play-offs erspart. Nun geht es gegen die Starbulls Rosenheim. Der jüngsten langen Spielpause gewinnt der ECP sogar Positives ab.

Peiting – Ziemlich turbulent ging es am vergangenen Freitag bei einigen Vereinen in der Oberliga Süd zu. Wegen der Corona-Fälle bei den Blue Devils Weiden und dem Deggendorfer SC glühten die Telefondrähte. Die Folge der strengen Regularien, die der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und die Klubs im Vorfeld für solche Fälle vereinbart hatten, war das vorzeitige Saisonaus für beide Teams. Betroffen davon war auch der EC Peiting – und das gleich im doppelten Sinne.

Erst wurden die Pre-Play-offs gegen Weiden gestrichen, sodass die Truppe von Trainer Sebastian Buchwieser kampflos einen Platz unter den besten acht Teams der Liga ergatterte. Zudem bekamen die Peitinger einen neuen Play-off-Gegner. Durch das Aus der Deggendorfer rückte der ECP in der Tabelle einen Platz nach oben. Statt dem Duell gegen den Tabellenzweiten der Hauptrunde, die Selber Wölfe, warten nun im Viertelfinale die drittplatzierten Starbulls Rosenheim auf die Pfaffenwinkler. „Wir hätten gern in den Pre-Play-offs Spielpraxis gesammelt, aber wir nehmen es, wie es ist,“ sagte Buchwieser, der trotz der langen Corona-Zwangspause zuversichtlich war, sich im Duell gegen Weiden durchzusetzen.

EC Peiting startet erholt in die Play-offs

Diese Pause wurde jetzt um ein paar Tage verlängert. Erst am heutigen Dienstag beenden die Peitinger ihre einmonatige Spielabstinenz, der letzte Einsatz datiert vom 23. Februar. „Uns fehlt natürlich die Spielpraxis, andererseits können wir jetzt erholt in die Play-offs starten. Die Köpfe sind frei, unsere Wehwehchen der letzten Wochen sind verheilt. Das kann für uns ein Vorteil werden“, so ECP-Kapitän Andreas Feuerecker, der dieser Situation durchaus etwas Positives abgewinnen kann.

Auch über den neuen Play-off-Kontrahenten sind die Peitinger nicht unglücklich. „Bei Spielen gegen Rosenheim sind die Jungs extra hochmotiviert“, sagt Buchwieser mit Blick auf die vielen heiß umkämpfen Vergleiche mit den Starbulls in den vergangenen Jahren. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit dem Vorgänger von Buchwieser als Peitinger Trainer. John Sicinski, der von 2014 bis 2016 den ECP trainierte, hat mittlerweile das Sagen bei den Rosenheimern.

Starbulls Rosenheim haben die beste Offensive der Liga

Auch ein Spieler der Starbulls, Kapitän Michael Baindl, hat eine Peitinger Vergangenheit. Bester Scorer bei den Rosenheimern war in dieser Saison Curtis Leinweber, der vor der Saison aus Deggendorf kam. Der Kanadier kommt in dieser Spielzeit bislang auf 15 Tore und 31 Vorlagen. Der zweite Kontingentspieler der Rosenheimer, Kyle Gibbons, steht ihm mit 41 Punkten kaum nach. Einen starken Eindruck beim Tabellendritten hinterließ bislang auch der Peißenberger Tobias Meier, der aus Füssen kam und 21 Tore erzielte.

Mit insgesamt 161 Treffern in 35 Spielen stellen die Starbulls die beste Offensive der Oberliga Süd. Bei den Special-Teams, also in Über- und Unterzahl, sind sie hingegen nur unterer Durchschnitt. Die Bilanz der Peitinger mit den Starbulls in dieser Saison ist ausgeglichen. In den beiden Partien, die jeweils in Rosenheim stattfanden, holte sich jede Mannschaft einen Sieg. „Trotzdem sind wir klare Außenseiter, schließlich wollen die Starbulls aufsteigen“, hält Buchwieser die Scheibe vor den maximal fünf Duellen gegen Rosenheim flach.

Seine Hoffnung, dass sich durch die etwas längere Pause sein zuletzt arg dezimierter Kader wieder etwas füllen wird, hat sich indessen nicht erfüllt. „Wir werden mit 14 Feldspielern nach Rosenheim fahren“, so Buchwieser, der wie schon vor den ausgefallenen Weiden-Spielen auf Elias Maier, Manuel Bartsch, Aziz Ehliz, Dennis Neal, Pius Seitz und Markus Czogallik verzichten muss. Die zwei Letztgenannten sind beim zweiten Duell am kommenden Freitag in Peiting dabei. Neal wäre nach seiner Schulterverletzung eigentlich wieder fit. „Er hat aber keine Spielfreigabe vom Arbeitgeber“, bedauert der ECP-Coach, der ungeachtet der dünnen Besetzung trotzdem guter Dinge ist. „Wichtig ist, gleich gut aus den Startlöchern zu kommen.“ Buchwieser hofft, dass sein Team nicht wieder so ein komplett misslungenes Eröffnungsdrittel hinlegt wie bei der 2:4-Niederlage Anfang Februar. Da lag der ECP nach 20 Minuten mit 1:4 hinten.

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