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Ein Wochenende, zwei Spiele, drei Tore: Lukas Gohlke bejubelt das 3:0 gegen Rosenheim mit seinen Mitspielern und den Peitinger Fans. 

Erst 1:7 verloren und dann das: Peiting revanchiert sich bei Rosenheim

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Rosenheim begann motiviert in Peiting - und wurde dann vom zunehmend stärker werdenden ECP überrascht. Matchwinner war Lukas Gohlke, der an diesem Wochenende drei Mal traf.

Peiting – Eishockey ist schon ein verrückter Sport. Da kann jederzeit alles passieren. Da können Spiele innerhalb von Sekunden gedreht werden. Und da kann ein EC Peiting, der am Freitag noch 1:7 verloren hat, nur zwei Tage später plötzlich gegen den gleichen Gegner gewinnen. Mit 4:1 bezwingt das Team von Sebastian Buchwieser die „Starbulls“ Rosenheim am Sonntag auf eigenem Eis.

Dabei gelingt es Peiting im ersten Drittel nicht, die Partie in die Hand zu nehmen. Die „Starbulls“ sind leicht überlegen und näher an der Führung dran. Aber ECP-Goalie Florian Hechenrieder ist gut aufgelegt. Er darf sich auch keinen Patzer erlauben, weil die „Starbulls“ immer auf Abpraller warten – und er erlaubt sich keinen. Als Alexander Höller zum Nachschuss ansetzt, ist Hechenrieder zuerst am Puck. Und er wehrt auch jeden Schussversuch erfolgreich ab. Davon hat Rosenheim ein paar – vor allem, als Simon Maier sich erst wegen Beinstellens, dann wegen Spielverzögerung zwei Minuten einhandelt. Doch Hechenrieder und seine Vorderleute beißen, machen den „Starbulls“ das Leben schwer. Und retten so das 0:0 in die Pause.

Peiting im zweiten Drittel stärker

Aus der kommen die Peitinger deutlich munterer heraus, haben nun mehr Anteil am Spiel. Rosenheim leistet sich zwei Zwei-Minuten-Strafen hintereinander. Die erste überstehen die „Starbulls“ noch ohne Schaden. Bei der Zweiten aber ist Lukas Gohlke zur Stelle – er hatte schon am Freitag in Rosenheim getroffen. Zum 1:4. Das Tor blieb ohne Bedeutung für den Spielverlauf. Vom Treffer am Sonntag kann man das nicht behaupten. Denn Gohlke verwandelt den Querpass von Ty Morris zum Führungstreffer (25.). Und bringt Rosenheim damit in Schwierigkeiten. Die „Starbulls“ sind im zweiten Drittel nicht mehr so souverän, leisten sich mehr Fehlpässe. Trotzdem kommen sie zu Chancen. Einen Schuss von Joshua Mitchell fängt Hechenrieder ab, ein Versuch von Fabian Zick fliegt über die Latte. Auf der anderen Seite scheitert Thomas Heger am ebenfalls gut aufgelegten „Starbulls“-Goalie, Andreas Mechel. Zwei Minuten sind in dem Drittel noch zu spielen, da muss Peitings Thomas Schmid in die Kühlbox. Doch der ECP steht wieder gut in Unterzahl, bringt den Puck immer wieder aus der Gefahrenzone und verschafft sich so Luft. Kurz vor der Pause muss Dominik Daxlberger ebenfalls runter vom Eis – im Vier-gegen-Vier endet das Drittel.

Anschlusstreffer ohne Folgen

Und das neue startet mit einem Powerplay für Peiting. Doch die „Starbulls“ schützen in Unterzahl ihren Kasten erfolgreich. Dann setztECP-Stürmer Thomas Heger zu einer Riesen-Aktion an. Er lässt zwei Rosenheimer stehen – aber Mechel stoppt ihn. Auf der anderen Seite rettet Hechenrieder vor Tobias Draxinger. Nun brennt es mehrfach vor dem Peitinger Tor. Doch der ECP-Goalie hat alles im Griff. Und auf der anderen Seite ist es erneut Heger, der Wirbel macht. Wieder scheitert er, doch Florian Stauder knallt die Scheibe im Nachsetzen zum 2:0 ins Gehäuse (47.) – und trifft die „Starbulls“, die gerade im Aufwind waren, ins Herz. Gohlke erhöht 57 Sekunden später auf 3:0. Der Anschlusstreffer von Höller nur eineinhalb Minuten später bringt die Peitinger nicht mehr ins Wanken. Heger und Ty Morris scheitern zwar an Mechel. Aber als der Rosenheimer Goalie Platz für einen sechsten Feldspieler macht, schiebt Maier die Scheibe zum 4:1 ins leere Tor.

Die Revanche ist geglückt. Peiting hat Charakter bewiesen. Und profitiert mal wieder davon, dass in diesem Team so viele Spieler sind, die wichtige Tore schießen können.

Während sich der EC Peiting über den sportlichen Erfolg freuen können, gibt‘s auch beim Nachbarn, Bayernligist EA Schongau, gute Nachrichten. Milan Kopecky ist nach seinem Zusammenbruch aus dem Koma aufgewacht und auf dem Weg der Besserung.

Statistik

EC Peiting 4
Starbulls Rosenheim 1
(0:0, 1:0, 3:1)
1. Drittel: keine Tore. 2. Drittel: 1:0 (24:33) Gohlke (Morris/Feuerecker/5-4). 3. Drittel: 2:0 (46:10) Stauder (Heger/Morris), 3:0 (47:07) Gohlke (Maier/Seitz), 3:1 (48:28) Höller (Baindl/Linden), 4:1 (58:49) Maier (Krabbat/Morris/EN). Strafminuten: ECP 6 – SBR 10. Zuschauer: 675.

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