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Wichtiger Mann für Peiting: Ty Morris (Mitte) übernahm in der vergangenen Saison die Rolle des Kapitän, als Andreas Feuerecker ausfiel. 

„Es ist einfach meine Heimat“: Peitings Stürmer Ty Morris entscheidet über seine Zukunft

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Seit sechs Jahren steht Ty Morris für den EC Peiting auf dem Eis. Heuer zögerte er mit der Vertragsverlängerung. Nun hat sich der Angreifer entschieden.

Peiting – Ein Gerücht machte in den vergangenen Wochen die Runde im Ort: Geht er? Verlässt der „Mister“ womöglich den EC Peiting? Wechselt er gar zum Ligakonkurrenten Füssen? Die kurze Antwort: nein. Ty Morris hat seinen Vertrag beim Eishockey-Oberligisten verlängert. Und das sogar gleich für zwei Jahre. Das gab der Verein am Montag bekannt.

Gezögert habe er allerdings, gibt Morris zu. „Diese Verlängerung war einerseits keine einfache Entscheidung“, sagt der Kanadier, der bereits seit sechs Jahren für den ECP spielt. Nicht, weil er mit einem anderen Verein liebäugelte. „Es war nicht ganz klar, ob ich überhaupt weiterspiele.“ Sein Job, daheim drei Töchter und Frau, die auf ihn warten – da fiel ihm die Entscheidung nicht leicht. Doch die Familie steht hinter ihm. Und so war es Morris, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und in Hohenfurch lebt, doch klar, was zu tun ist: beim ECP unterschreiben. „Es ist einfach meine Heimat.“

Ty Morris wollte sich nicht nur für ein Jahr festlegen

Doch der Stürmer wollte sich auf keinen Fall nur auf ein Jahr festlegen – wer weiß, ob ab Oktober überhaupt gespielt wird. Und wie die Corona-Krise die Saison weiter beeinflusst. „Ich brauche eine komplette Spielzeit“, stellt Morris klar. „Deswegen auch die zwei Jahre.“

Der Verein hat da gern zugestimmt. „Wir sind sehr glücklich, dass Ty bleibt“, sagt Teammanager Gordon Borberg. „Er ist ein absoluter Leader im Team, ein Vorbild für unsere jungen Spieler.“ Und obendrein natürlich ein begnadeter Eishockeyspieler. Einer, der im entscheidenden Moment Verantwortung übernimmt. Und dahin geht, wo’s weh tut – mal ihm und auch mal dem Gegner. Knapp 500 Strafminuten sammelte der 36-Jährige in 302 Pflichtspielen, die er für Peiting bereits absolviert hat. Gleichzeitig lieferte er in dieser Zeit aber auch 462 Punkte ab – darunter 147 Tore.

Er war auch schon Kapitän des EC Peiting

In der vergangenen Saison stand Morris zudem mehrfach als Kapitän auf dem Eis – normalerweise ist er neben Stürmer Simon Maier der Stellvertreter von Andreas Feuerecker. Als der Verteidiger aber verletzt ausfiel, übertrug Trainer Sebastian Buchwieser Morris die Verantwortung.

Der geht mittlerweile „schon als Einheimischer durch“, sagt Borberg. Auch Morris fühlt sich mit seiner Familie im Schongauer Land wohl. Im Sommer hielt er sich mit Rennradfahren fit, zudem stehen regelmäßig Golfrunden mit Mannschaftskollegen an.

Mit denen steht er aber freilich noch lieber auf dem Eis. Die nächsten zwei Jahre. Mindestens.

Der Kader des EC Peiting

Verlängerungen: Torhüter : Andreas Magg, Florian Hechenrieder. Verteidiger: Andreas Feuerecker, Fabian Weyrich, Alexander Winkler, Stefan Saal, Martin Mazanec, Maximilian Söll. Stürmer: Ty Morris, Dennis Krutsch, Markus Czogallik, Tim Mühlegger, Nardo Nagtzaam, Lukas Gohlke, Thomas Heger.

Zugänge: Verteidiger :Dennis Neal (ECDC Memmingen).

Abgänge: Brad Miller, Liam Hätinen (bei beiden kein Ziel bekannt), Maximilian Schäffler (ESC Kempten), Florian Stauder (EV Füssen), Thomas Schmid (Black Dragons Erfurt), Wayne Lucas (ESC Kempten).

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