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Aus der Bahn geworfen: Auf dem Peitinger Eis noch 6:1-Sieger (Bild), unterlag der ECP bei den Deggendorf „Fire“ mit 2:3 und versäumte somit den Sprung an die Spitze.

„Fire“ neutralisieren Peitings Top-Reihe

Peiting - Der EC Peiting hat die Tabellenspitze der Oberliga Süd verpasst. Das Team um  Kapitän Gordon Borberg unterlag Deggendorf "Fire" mit 2:3 (0:1,2:1,0:1).

Wie schwer sich die Spitzenteams in der Liga tun, sich gegen die hinteren Mannschaften entscheidend durchzusetzen, wurde am Wochenende offenbar. Schon die Selber Wölfe erwiesen sich recht bissig und setzten den Peitingern mächtig zu, und nur zwei Tage später folgte die Niederlage in Deggendorf. Nicht unverdient setzten sich die „Fire“ durch. Zwei Sekunden vor dem Abpfiff vergab Lubor Dibelka, der nach seiner Verletzung am Wochenende wieder dabei war, noch die Möglichkeit zum Gleichstand und damit zur Verlängerung, die wenigstens einen Punkt gebracht hätte.

Von einem knappen Spiel mit einem glücklichen Ende für die Gastgeber sprach Peitings Trainer Leos Sulak, der dem Match auch ein hohes Niveau bescheinigte. Vor allem hatte das Spiel Tempo und auch spielerische Klasse. „Aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, nannte Sulak die Versäumnisse und sprach die zweitliga-erfahrenen Cracks bei den Gastgebern an. „Aber meinen Jungs kann ich keinen Vorwurf machen, die haben alles probiert.“

Nicht wie so oft erlebt konnte sich die erste Sturmreihe des ECP in Szene setzen. Kaum war das Trio auf dem Eis, wurden Dibelka und Kreitl, die beiden Top-Scorer der Peitinger, eng genommen. Mit der Folge, dass sich auch Andrej Salzer nicht so gut in Szene setzen konnte. Letzterer sorgte aber, nachdem die Deggendorfer in der fünften Minute durch den emsigen und stets brandgefährlichen Bogdan Selea in Führung gegangen waren und die Peitinger dem Rückstand lange hinterher liefen, mit einem sehenswert rausgespielten Treffer in der 29. Minute für den Ausgleich. Vorbereitet von Fabian Weyrich und Milos Vavrusa.

Über das Tor durften sich die Gäste allerdings nur 69 Sekunden lang freuen, dann schlug Danny Weber mit dem 2:1 zu. Hinter dem Peitinger Tor wurde der Schütze mit einem Rückpass bedient und konnte ungehindert einschießen. Unhaltbar für Torsteher Florian Hechenrieder, der wieder mit einer super Leistung überzeugte und den ECP lange im Spiel hielt.

Anschließend brannte es erst einmal einige Zeit lichterloh vor dem Tor des ECP. Aber die Gäste zeichneten sich wieder mit einer sicheren Defensive aus. Auf dem Weg nach vorne wurden aber wiederholt Fehler gemacht und nur allzu oft die Scheibe verloren. In der 37. Minute gelang Florian Thomas der Ausgleich. Der machte den Peitingern Hoffnung, das Spiel noch zu wenden.

Damit wurde es aber nichts. Kaum waren im Schlussdrittel 46 Sekunden gespielt, da schlug Andreas Geisberger mit dem 3:2 für die Deggendorf „Fire“ zu. Den knappen Vorsprung verteidigten die Gastgeber mit viel Geschick. 15 Sekunden vor dem Abpfiff kassierten die Deggendorfer noch eine Bankstrafe, während Trainer Sulak seinen Keeper durch einen weiteren Feldspieler ersetzte. Doch auch mit sechs Mann gegen vier Gegner lief nichts mehr. Die Zeit war zu kurz, um noch am Ergebnis zu drehen.

Dietmar Friebel

Deggendorf – EC Peiting 3:2 (1:0, 1:2, 1:0)

1. Drittel: 1:0 (4:11) Selea/Ruderer

2. Drittel: 1:1 (28:15) Salzer/Vavrusa/Weyrich 2:1 (29:24) Weber/Maier/Ortlof 2:2 (36:39) Thomas/Eichberger/Simon

3. Drittel: 3:2 (40:46) Geisberger7Sullivan/Selea Strafminuten: Deggendorf 8, Peiting 6

Schiedsrichter: Fischer, Kastenmeier und Waldner Zuschauer: 489

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