Sebastian Buchwieser, Trainer des Eishockey-Oberligisten EC Peiting (rechts)
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Noch begleitet er die Peitinger Spieler in die Kabine: Sebastian Buchwieser hat sich dafür entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen. Noch steht nicht fest, bei welchem Verein er anheuern wird.

Eishockey: Trainer verlässt den EC Peiting nach der Saison

Fünf Jahre beim EC Peiting sind für Buchwieser genug

  • vonRoland Halmel
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Gefühlt ist Sebastian Buchwieser schon eine Ewigkeit der Trainer beim EC Peiting. In einigen Wochen werden sich die Wege aber trennen.

Peiting – Normalerweise sind die Montage bei den Eishockey-Vereinen trainingsfrei. In dieser Saison ist aber vieles anders. Bedingt durch die vielen englischen Wochen wird beim EC Peiting auch regelmäßig zum Wochenstart trainiert. Die gestrige Einheit brachte für die Spieler aber nicht nur schweißtreibende Übungen, sondern auch eine wichtige Information: Coach Sebastian Buchwieser gab nach Trainingsschluss bekannt, dass er den Oberligisten nach Ende der Saison verlassen wird. „Die Entscheidung stand schon länger fest, wobei sie keine gegen den ECP ist. Aber ich möchte etwas Neues probieren und eine neue Herausforderung suchen“, nannte Buchwieser seine Beweggründe, seine Zelte in Peiting abzubrechen. Der 41-Jährige begann sein Traineramt beim ECP in der Saison 2016/17, die aktuelle Oberliga-Spielzeit ist seine fünfte bei den Pfaffenwinklern. Damit ist der gebürtige Garmisch-Partenkirchener der dienstälteste Trainer in der Oberliga Süd.

Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, aber wir können die Entscheidung auch nachvollziehen.

Gordon Borberg, Teammanager des EC Peiting

„Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, aber wir können die Entscheidung auch nachvollziehen“, erklärte ECP-Teammanager Gordon Borberg. Peiting ist für Buchwieser die bislang zweite Trainerstation, zuvor hatte er zwei Jahre den damaligen Bayernligisten und jetzigen Oberligisten Lindau betreut. In Peiting trat er im Sommer 2016 die Nachfolge von John Sicinski an. „Es war und ist ein schönes Arbeiten hier. Zwischen der Vereinsführung und mir besteht ein großes Vertrauensverhältnis“, bekannte Buchwieser, der mit seiner Familie in Schongau wohnt. Teammanager Borberg gibt das Lob an den scheidenden Trainer zurück: „Wir sind sehr dankbar für die gute Arbeit, die Sebastian bei uns geleistet hat.“ Buchwiesers größter Erfolg in Peiting war der Gewinn der Meisterschaft der Oberliga Süd in der Saison 2018/19. Nicht zuletzt deswegen wurde er auch zum „Trainer des Jahres Oberliga Süd“ gekürt.

Eishockey: Mit der Suche eines Nachfolgers für Sebastian Buchwieser hat es der EC Peiting nicht eilig

Große Eile in Sachen „Nachbesetzung der Trainerstelle“ sieht der Teammanager nicht. „Unser Fokus liegt jetzt erst einmal auf der laufenden Saison, wobei sich in nächster Zeit bestimmt das eine oder andere Gespräch mit möglichen Kandidaten ergeben wird“, berichtete Borberg. Wohin es Buchwieser zieht, ist indessen noch völlig offen: „Ich lasse das auf mich zukommen. Es sollte ein Verein sein, bei dem ich etwas bewegen kann“, lautet Buchwiesers Anforderungsprofil für seinen nächsten Arbeitgeber.

Noch aber ist der 41-Jährige bei den Peitingern beschäftigt, und dort wartet noch viel Arbeit auf ihn. Nach zwei coronabedingten Zwangspausen hat der ECP noch eine ganze Reihe an Nachholspielen auszutragen. Das nächste folgt bereits am heutigen Dienstag mit dem Heimspiel gegen den ECDC Memmingen (19.30 Uhr). Die Allgäuer beendeten in der vergangenen Saison die Hauptrunde der Oberliga Süd als Tabellenführer. Die Play-offs wurden anschließend nicht mehr ausgetragen, da die Saison wegen der Pandemie abgebrochen wurde. Aufgrund des Erfolgs in der Saison 2019/20 wurden die „Indians“ auch für die Folgesaison hoch gehandelt.

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Diesen Erwartungen wurden sie jedoch, auch aufgrund vieler verletzter Spieler, bislang aber nicht gerecht. Mit nur einem Sieg in den vergangenen sechs Spielen rutschte Memmingen in der Tabelle auf Platz zehn ab. Im ersten Aufeinandertreffen mit Peiting hatten die Allgäuer im heimischen Stadion jedoch mit 5:2 die Nase vorn. Bei der erhofften Wiedergutmachung werden die Peitinger aber neben Ty Morris, der bereits in den beiden vergangenen Partien gegen Höchstadt und Passau fehlte, auch auf Dennis Neal verzichten müssen. Der 28-jährige Verteidiger zog sich im Heimspiel am Sonntag gegen Passau nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einem gegnerischen Spieler eine Schulterverletzung zu. Es ist zu befürchten, dass Neal für die restliche Saison ausfällt.

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