Ich war’s: Peitings Nardo Nagtzaam bejubelt seinen Treffer zum 7:4.
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Ich war’s: Peitings Nardo Nagtzaam bejubelt seinen Treffer zum 7:4.

Eishockey-Oberliga

Gestolpert, aber nicht gestürzt: Peitings spannendes Duell mit Lindau

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Wer Fan des EC Peiting ist, dem schlägt in diesen Wochen wohl das ein oder andere Mal das Herz ein bisschen schneller. Beim Eishockey-Oberligisten geht‘s einfach nicht ohne Spannung. Das zeigte sich auch gegen Lindau.

Peiting – So manchem Fan dürfte in der 27. Minute ein Gedanke durch den Kopf geschossen sein: „Nicht schon wieder!“ Denn da schien der EC Peiting sein Spiel aus den Händen zu geben. Eigentlich hatte der Eishockey-Oberligist bereits 3:0 geführt, doch der EV Lindau kam zurück, verkürzte auf 2:3. Und erinnerte daran, dass der ECP so manch’ gute Führung in dieser Saison schon hergegeben hat. Zuletzt am Freitag gegen Memmingen. Am Sonntag wiederholte sich diese Geschichte nicht, obwohl Sebastian Buchwiesers Team auch gegen Ende des Spiels noch richtig unter Druck geriet. Doch die Peitinger machten den Lindauern klar: So nicht! Und gewannen 7:4.

Im ersten Drittel legten beide Teams mit hohem Tempo los. Martin Hlozek brachte die Gastgeber mit einem Doppelpack in Führung. Erst verwandelte er im Nachsetzen (14.), dann verwertete er kaum zwei Minuten später einen Pass von Nardo Nagtzaam zum 2:0.

Nagtzaams Doppelpack zum Abschluss

Die Peitinger hatten sich warm gelaufen – und warm geschossen. Und übernahmen das Kommando auch zu Beginn des zweiten Drittels. Ein Schuss von Kapitän Andreas Feuerecker segelte vorbei an Mitspielern und Gegnern – und schlug zum 3:0 ein. Der ECP hatte einen Lauf. Und kam ins Stolpern. Matteo Miller verkürzte im Nachsetzen auf 1:3. Und als kurze Zeit später ein weiteres Mal der Puck von ECP-Goalie Florian Hechenrieder abprallte, da stand Florian Lüsch bereit zum Einschießen. 2:3. Die sichere Führung weg. Das Selbstvertrauen der Peitinger aber nicht. Sie rissen sich zusammen, verteidigten beherzt, spielten schnell nach vorn. Daniel Reichert traf zum 4:2 – ein wichtiges Tor in einer heiklen Phase. Im ersten Überzahlspiel der Partie ließ Martin Mazanec noch vor der zweiten Pause das 5:2 folgen. Der ECP war wieder in der Spur.

Konnte man meinen. Da war ja noch das letzte Drittel. Und ein Lindauer Team, das kämpfen kann. Dominik Ochmann verkürzte auf 3:5 (49.), Simon Klingler in Überzahl auf 4:5 (55.). Und die Peitinger Fan-Herzen schlugen wieder schneller. Hechenrieder verhinderte mehrfach den Ausgleich und hatte gut zu tun, weil sich seine Vorderleute noch Strafen einhandelten. Manuel Bartsch musste 93 Sekunden vor Schluss wegen Haltens auf die Strafbank. Und ließ die Peitinger in Unterzahl zurück. Als Lindaus Goalie das Eis zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verließ, schlug Nardo Nagtzaams Stunde. Peitings Niederländer jagte den Puck quer übers Eis zum 6:4 ins leere Lindauer Tor. Und legte sogar noch einen weiteren Treffer nach. 7:4 hieß es dann also: ein deutliches Ergebnis für ein Spiel, das zwischenzeitlich ganz schön eng war.

Statistik

EC Peiting 7 EV Lindau 4 (2:0, 3:2, 2:2)
1. Drittel: 1:0 (13:58) Hlozek (Reichert/Nagtzaam), 2:0 (15:52) Hlozek (Nagtzaam/Reichert). 2. Drittel: 3:0 (23:35) Feuerecker (Nagtzaam/Reichert), 3:1 (24:31) Miller (Grünholz/Rodrigues), 3:2 (26:29) Lüsch (Brayden/Heatley), 4:2 (28:51) Reichert (Mazanec/Bartsch), 5:2 (30:22) Mazanec (Nagtzaam/Reichert/5-4). 3. Drittel: 5:3 (48:26) Ochmann (Farny/Klingler), 5:4 (54:35) Klingler (Farny/Schwamberger/5-4), 6:4 (59:11) Nagtzaam (Feuerecker/Morris/EN), 7:4 (59:34) Nagtzaam (Hechenrieder/Feuerecker). Strafminuten: ECP 12 – EVL 8. Schiedsrichter: Gossmann; Höck, Koziol. Zuschauer: keine.

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