Aus der Bahn geworfen: Thomas Zeck und seine Kollegen hatten bei 5:4 des EC Peiting gegen Bad Tölz in der Defensive allerhand zu tun, um den Gegner aufzuhalten. foto: df

Der ECP gewinnt gegen Tölz das Penalty-Duell

Peiting - Nach Regen folgt Sonnenschein: Wie das Wetter, unterliegt oft auch das Eishockey den wechselnden Bedingungen. Der EC Peiting schlug zwei Tage nach der leidlichen 2:7-Niederlage in Füssen (wir berichteten) gegen den EC Bad Tölz mit einem 5:4 (4:2, 0:1, 0:1, 1:0)-Sieg zu.

Ein rasantes und überaus spannendes Match zweier Spitzenmannschaften der Oberliga Süd erlebten die über 800 Fans in der Peitinger Eisarena, und noch ein prickelndes Finale. Denn erst im Penaltyschießen setzten sich die Gastgeber durch, kräftig unterstützt von ihren Anhängern und dem Fanclub Pirates. Manfred Eichberger, einer der besten Penaltyschützen in der Liga, gelang der entscheidende Streich.

Spielbilder: EC Peiting gegen Tölzer Löwen

Das Duell Spieler gegen den Torhüter eröffnete Tölz’ Yanick Dube mit einem Treffer, während Christian Mayr auf der anderen Seite vergab. Danach blieb der bestens aufgelegte ECP-Keeper Florian Hechenrieder zweimal Sieger, ehe Patrik Beck und Eichberger verwandelten und die Gastgeber zum Sieger machten. Mit dem Erfolg teilen sich die Peitinger vor der Länderspiel-Pause die Führung mit den punktgleichen Tölzern und den Passau Black Hawks.

Von verlorenem Selbstvertrauen sprach Peitings Trainer Leos Sulak nach einigen Niederlagen und dem 2:7 in Füssen, doch das haben sich die Peitinger mit dem Duell auf hohem Niveau gegen den ambitionierten Meister-Anwärter zurückerobert. „Wir haben ein Top-Spiel gesehen, und ich kann vor meiner Mannschaft nur den Hut ziehen“, schwärmte der 55-Jährige. Dass zwei anstatt nur ein Punkt geholt wurden, bezeichnete Sulak auch als Glücksache. Kollege Florian Funk sah seine Mannschaft für Nachlässigkeiten in der ersten halben Stunde bestraft.

Die Besucher erlebten zwei verschiedene Hälften. Erst einen überlegenen ECP, der sich nach dem Führungstreffer durch Michael Kreitl (3.) und einem Rückstand durch Peter Lindlbauer (4.) und Yanick Dube (6.) bis zur ersten Drittelpause einen 4:2-Vorsprung eroberte. Gordon Borberg und Florian Stauder sorgten mit einem Doppelschlag (14.) für das 3:1, und Patrik Beck (19.) traf.

Bis Mitte des zweiten Drittels lief bei den Peitingern mehr. Eichberger blieb noch gegen Tölz’ Torsteher zweiter Sieger (28.), und der wendige Stürmer tauchte auch in der 35. Minute einmal allein vor Florian Riesch auf. Inzwischen drängten allerdings schon die Isarwinkler mehr, als den Peitingern lieb sein konnte. Die Abteilung Defensive musste Schwerstarbeit verrichten. Nicht unverdient war zu der Zeit der Anschlusstreffer der Gäste durch Johannes Sedlmayr (36.).

„Wenn wir Strafen vermeiden, dann können wir auch gewinnen“, machte Rainer Hirschvogel vom ECP den Ausgang in der zweiten Drittelpause von der Disziplin abhängig. In Überzahl sind die Tölzer sehr gut.“ Doch mehr noch profitierten die Gastgeber bis dahin vom Überzahlspiel, nachdem ihnen drei der vier Tore mit einem bzw. zwei Mann mehr gelangen.

Einen weiterhin intensiv bemühten EC Bad Tölz und Einschlussmöglichkeiten hüben wie drüben erlebten die Besucher im Schlussdrittel. Die größte Chance hatte Beck (55.), auf der anderen Seite bekam Hechenrieder allerhand zu tun und erntete wiederholt Beifall von den Rängen. In der 45. Minute war er aber machtlos beim 4:4-Ausgleich durch Michael Pfaff nach einer unübersichtlichen Situation vor seinem Kasten. Bei dem Ergebnis blieb es bis zum Schlusspfiff. Nachdem auch die Verlängerung kein anderes Resultat brachte, erlebten die Besucher noch ein abwechslungsreiches Penaltyschießen. df

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