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Und wieder ist einer drin: Die Peitinger (v.l.) Tim Rohrbach, Thomas Schmid und Goalie Florian Hechenrieder sehen den Puck im eigenen Tor einschlagen. 

Höchste Niederlage der Saison: Peiting geht in Rosenheim unter

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Es war ein schnelles, gutes und spannendes Spiel: zumindest am Anfang. Dann aber zeigten die Starbulls Rosenheim dem EC Peiting, dass sie ziemlich kompromisslos vor dem Tor sind.

Rosenheim – Eine hohe Niederlage tut weh. Richtig weh. Und jene am Freitagabend ist eine hohe. Da unterliegt der EC Peiting in Rosenheim 1:7. Die „Starbulls“ sind effektiver, spritziger und cleverer vor dem Tor. Dagegen findet der ECP beim Auswärtsspiel kein Mittel.

Dabei geht das Team von Sebastian Buchwieser das hohe Tempo im Rosenheimer Eisstadion durchaus mit. Es entwickelt sich von Beginn an eine schnelle, körperbetonte Partie, die die Schiedsrichter die meiste Zeit laufen lassen können. Beide Teams erarbeiten sich Chancen – die besseren hat Rosenheim. Und die „Starbulls“ verstehen es, ihre Möglichkeiten eiskalt zu nutzen. In der sechsten Minute nimmt Rosenheims Neuzugang, der Kanadier Jakob Robinson-Smith, dem ECP die Scheibe ab, legt sie schnell rüber auf Dominik Daxlberger. Der macht kurzen Prozess – und schon steht’s 1:0 für die Gastgeber. Ein paar Minuten später ist Peiting das erste Mal in Überzahl. Wie gegen Weiden probiert es der ECP mit Schüssen von der Blauen Linie. Mehrfach wird Kapitän Andreas Feuerecker der Puck aufgelegt, doch die straffen Schüsse bleiben folgenlos – wie so einige ECP-Versuche in diesem Drittel. Die Rosenheimer hingegen sind kompromisslos. Als die Peitinger Abwehr Joshua Mitchell allein stehen lässt, versenkt er die Scheibe zum 2:0 im Netz. Mit einer Finte gelingt Alexander Höller eine Minute später das 3:0 – als die Peitinger mit einem Pass zum Ex-ECP-Spieler Michael Baindl rechnen, zieht Höller einfach ab. Der Puck fliegt an Goalie Florian Hechenrieder vorbei, knallt oben rechts unter die Latte.

„Ein paar gute Chancen haben wir gehabt“

Gelaufen ist die Partie damit noch nicht. Das macht ECP-Angreifer Anton Saal klar, als er in der ersten Pause vom Rosenheimer Stadionsprecher interviewt wird. „Ein paar gute Chancen haben wir gehabt, es ist nicht schlecht, was wir spielen“, sagt Saal vor den 2100 Zuschauern. „Wir müssen positiv bleiben, es ist noch nichts verloren.“

Doch im zweiten Drittel wird Peiting auch nicht wirklich gefährlicher. Ein weiteres Powerplay verstreicht ungenutzt – doch auch Rosenheim gelingt mit einem Mann mehr auf dem Eis kein Tor. Im Fünf-gegen-fünf klingelt’s in der 35. Minute dann allerdings wieder. Baindl springt da über die Bande aufs Eis, bekommt den Puck von Höller serviert und verwandelt zum 4:0. Drei Minuten später gelingt Peitings Lukas Gohlke der Treffer zum 1:4 – doch Rosenheim antwortet deutlich: Marinus Reiter stellt kurz vor der zweiten Pause auf 5:1.

Nur 32 Sekunden bis zum nächsten Treffer

Im letzten Drittel strahlen die Peitinger nicht die Gefahr aus, die es nun bräuchte, um die Partie noch zu drehen. Rosenheim kann sein Spiel zu Ende bringen. Für das 6:1 brauchen die „Starbulls“ nach der Pause nur 32 Sekunden. Einen Schuss von der Blauen Linie fälscht Fabian Zick ab. Andreas Magg, der nun anstelle von Hechenrieder das Peitinger Tor hütet, ist chancenlos. Rund zwei Minuten vor Schluss schlägt der Puck erneut hinter ihm ein – Höller trifft im Powerplay zum 7:1.

Es ist der Schlusspunkt einer bitteren Partie für den ECP. Zum Wundenlecken bleibt nicht viel Zeit – dafür aber ist eine schnelle Revanche möglich. Denn an diesem Sonntag sind die „Starbulls“ um 18 Uhr in Peiting zu Gast.

Statistik

Starbulls Rosenheim 7
EC Peiting 1
(3:0, 2:1, 2:0)
1. Drittel: 1:0 (5:42) Daxlberger (Robinson-Smith/Mitchell), 2:0 (15:25) Mitchell (Baindl/Bergmann), 3:0 (16:29) Höller (Baindl/Zick). 2. Drittel: 4:0 (34:38) Baindl (Höller/Robinson-Smith), 4:1 (37:12) Gohlke (Oswald/Rohrbach), 5:1 (38:23) Reiter (Bucheli/Linden). 3. Drittel: 6:1 (40:31) Zick (Krumpe/Baindl), 7:1 (57:47) Höller (Baindl). Strafminuten: SBR 6 – ECP 4. Zuschauer: 2109.

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