Den Gegner gebremst: Aber der EC Peiting unterlag gegen den SC Riessersee in einem spannenden Match mit 3:4. foto: df

ECP holt gegen Garmischer bis zum 3:4 auf

Peiting - Was den Punktspiel-Einsatz betrifft, haben die Werdenfelser die Bilanz in der Oberliga im Vergleich gegen den ECP ausgeglichen. Mit 3:4 (0:2, 0:2, 3:0) unterlagen die Peitinger dem SC Riessersee, der sich jetzt dem EC Peiting wieder bis auf vier Punkte näherte und den EV Füssen von Platz drei verdrängte.

Freuen durfte sich in Peiting der Kassier. Wie eine Woche vorher gegen Tabellenführer EC Bad Tölz kamen auch gegen die Werdenfelser über 140 Besucher. Die vielen einheimischen Fans hätten freilich lieber einen Sieg ihrer Mannschaft erlebt, die der Wende immer näher kamen. Doch die Zeit reichte nicht mehr, der SCR brachte den knappen Vorsprung noch über die Zeit in einer Schlussphase, die spannender nicht mehr sein konnte und für die Moral im Peitinger Team spricht. Mit 0:4 lag der ECP nämlich schon aussichtslos hinten, ehe er sich in der Schlussphase rankämpfte und fünf Minuten vor dem Abpfiff auf 3:4 verkürzte.

In den letzten 19 Sekunden, als Peitings Trainer seinen Keeper schon durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte, kassierten die Werdenfelser noch eine Bankstrafe. Doch die Zeit war zu kurz, vielmehr strich der Puck in der Schlusssekunde nur knapp am Peitinger Tor vorbei.

„Bei den Strafen haben wir uns manchmal dämlich angestellt“, kritisierte Peitings Trainer Leos Sulak und nannte die Zeitstrafen ursächlich für die Niederlage. Drei der vier Tore schoss Garmisch, als der ECP einen bzw. zwei Spieler weniger auf dem Eis hatte. Als Powerplay-Team unterstrichen auch die Gastgeber ihre Klasse. Denn sie schlugen zweimal zu, als sie einen Mann mehr hatten. „Bleibt weg von der Strafbank“, warnte SCR-Trainer Marcus Bleicher seine Cracks. Doch im Schlussdrittel kassierten die Werdenfelser sieben Zeitstrafen, das wäre beinahe bestraft worden.

Unverdient war der Garmischer Sieg keineswegs. Zwei Drittel lang boten die Gäste in einem nicht unbedingt auf hohem Niveau stehenden Match mehr. Doch der wesentliche Unterschied bestand darin, dass der SCR seine Chancen besser nutzte. Da machte sich der Ausfall von Top-Scorer Lubor Dibelka bemerkbar.

„Wir müssen noch aggressiver spielen, dann machen die Garmischer Fehler“, hatte Rainer Hirschvogel die Hoffnung nach dem 0:2-Rückstand in der ersten Drittelpause nicht aufgegeben. Florian Vollmer (10.) und Tobias Biersack (13.) schlugen zu, als die Werdenfelser erst zwei und dann einen Mann mehr auf dem Eis hatten. Auch zum 0:3 (27.) nutzte Josef Staltmayr das Überzahlspiel.

Danach musste man vorübergehend den Eindruck gewinnen, als hätten sich die Peitinger bereits aufgegeben. Sie überließen den Werdenfelsern das Spiel, und nur Torsteher Florian Hechenrieder verhinderte Schlimmeres. Erst, als sich die Gastgeber wieder gefangen hatten und ihrerseits Druck machten, nutzte Tobias Biersack in der 32. Minute einen schnellen Konter zum 0:4.

Ihren Unmut gegenüber dem Schiedsrichter, von dem sich die Gastgeber mitunter benachteiligt fühlten, taten die ECP-Fans anschließend kund. Gegenstände flogen aufs Eis. Beinahe wäre George Kink in der 40. Minute ein fünfter Treffer für den SCR gelungen, doch bei seinem alleinigen Vorstoß wurde er noch von einem Peitinger Abwehrspieler bedrängt.

Bis die Schiedsrichter das Schlussdrittel anpfiffen, mussten sich die Besucher einige Zeit gedulden. Auf dem Eis hatte sich ein Loch aufgetan, das erst geschlossen wurde. Der ECP blies anschließend zum Generalangriff und drängte den Gegner in die Defensive, was die Garmischer auch mit einer härteren Gangart deutlich machten. Tor um Tor holte der ECP auf. Doch die Treffer von Kapitän Gordon Borberg (48.), Michael Kreitl (51.) und Manfred Eichberger (55.), der für den verletzten Dibelka im ersten Sturm spielte, waren um ein Tor zu wenig für eine erhoffte Verlängerung. df

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