Verteidiger Martin Mazanec wird die Peitinger nach zwei Jahren verlassen. Wohin er wechselt, steht noch nicht fest.
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Er muss sich nach einem neuen Verein umschauen: Verteidiger Martin Mazanec wird die Peitinger nach zwei Jahren verlassen. Wohin er wechselt, steht noch nicht fest.

EISHOCKEY: Oberliga

EC Peiting im Angriff künftig mit zwei Ausländern

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Die ersten Entscheidungen beim EC Peiting in Sachen „Kaderplanung“ für die neue Saison“ sind gefallen. Drei Spieler werden den Oberligisten verlassen. Auf der anderen Seite verzeichnet der ECP aber einen Neuzugang, der aufhorchen lässt.

Peiting - Die ersten Entscheidungen beim EC Peiting in Sachen „Kaderplanung“ für die neue Saison“ sind gefallen. Drei Spieler werden den Oberligisten verlassen (Pius Seitz, Martin Mazanec, Maximilian Hüsken). Auf der anderen Seite verzeichnet der ECP aber einen Neuzugang, der aufhorchen lässt: Mit Eetu-Ville Arkiomaa lotste er den zweitbesten Torschützen des Oberliga-Konkurrenten SC Riessersee an die Peitnach. „Wenn man die Möglichkeit bekommt, so einen Spieler zu verpflichten, muss man zuschlagen“, befindet Anton Saal. „Wenn man die Möglichkeit bekommt, so einen Spieler zu verpflichten, muss man zuschlagen“, befindet Anton Saal.

EC Peiting leitet Systemwechsel bei Kontingentstellen ein

Der neue Peitinger Coach bekam frühzeitig Wind davon, dass der 27-jährige Finne bei den Werdenfelsern keinen Vertrag mehr bekommen sollte. „Wir haben dann schnell Kontakt aufgenommen und haben uns auch schnell geeinigt“, freut sich Saal, dass der quirlige Skandinavier, der in seinen zwei Spielzeiten in Garmisch-Partenkirchen in 81 Spielen 48 Tore schoss und 81 Vorlagen leistete, beim ECP unterschrieben hat. „Er ist ein Torjäger, und wir sind von seinen Qualitäten überzeugt“, urteilt Saal über den 1,84 Meter großen und 90 Kilo schweren Rechtsschützen. „Ich habe mit vielen Spielern gesprochen. Die sagen alle, dass Eetu-Ville eine Granate auf dem Eis und ein netter Hund in der Kabine ist“, so Saal. Der Finne passe damit genau in das Anforderungsprofil der Peitinger, die in den vergangenen Jahren bei der Besetzung der Ausländerstellen meist auf die nordamerikanische oder osteuropäische Karte setzten.

Nur die älteren ECP-Fans werden sich an die bis dato letzten Finnen im Peitinger Trikot erinnern. Janne Kaiponen, Sami Lehtonen und Reijo Mikkolainen spielten vor einem Vierteljahrhundert in der Saison 1996/97, damals noch in der 1. Liga, für die Pfaffenwinkler. „Mir geht es nicht um die Nationalität eines Spielers“, betont Saal. „Mir geht es darum, dass der Spieler zu uns passt und uns weiterhilft, bei Eetu-Ville bin ich davon überzeugt“, ergänzt der neue ECP-Trainer. Mit Nardo Nagtzaam haben die Peiting zuletzt einen Holländer verpflichtet, was einige Anhänger ebenfalls verwundert hatte.

Mit der Verpflichtung von Arkiomaa leiten die Peitinger aber auch einen Systemwechsel ein, was ihre Kontingentstellen betrifft. Die wurden in der Vergangenheit stets von je einem Angreifer und einem Abwehrspieler besetzt. „Wir wollen in der kommenden Saison auf zwei ausländische Stürmer setzen, weil wir zuletzt Probleme beim Toreschießen hatten“, berichtet Saal, ohne aber bei der Besetzung der zweiten Kontingentstelle konkret zu werden.

Dieses Trikot wird er künftig nicht mehr tragen: Eetu-Ville Arkiomaa wechselt nach zwei Spielzeiten beim Ligakonkurrenten SC Riessersee zum EC Peiting.

Durch diese Umstellung mussten sich die Peitinger allerdings von ihren Kontingentspieler in der Abwehr, Martin Mazanec, trennen. „Martin ist ein super Typ und ein sehr solider Verteidiger, auf jeden Fall absolut weiterzuempfehlen – in der Kabine und auf dem Eis“, sagt ECP-Teammanager Gordon Borberg über den Tschechen, der zwei Spielzeiten bei den Peitingern in 67 Spielen (mit 63 Scorerpunkten) seinen Mann in der Abwehr stand und sich für keinen Check oder geblockten Schuss zu schade war. „Er hat seine Aufgabe bei uns gut gelöst, er musste aber wegen seiner Handverletzung und Corona auch extrem schwere Zeiten durchleben“, ergänzt Borberg.

Martin Mazanec holte in 67 Spielen 63 Scorerpunkte

Nicht mehr für den ECP spielen werden auch Pius Seitz und Maximilian Hüsken. Der 21-jährige Seitz wechselte 2018 vom EV Füssen nach Peiting. Neben seinen Spielen beim DNL-Team des ECP sammelte der quirlige Außenstürmer auch Erfahrung im Oberliga-Seniorenteam. Insgesamt kam Seitz auf 111 Oberliga-Einsätze für die Peitinger (2 Tore/8 Assists). „Pius hat es drei Jahre beim ECP probiert, aber nie ganz den Sprung geschafft. Ich konnte ihm auch nicht garantieren, dass er in der kommenden Saison zur Stammbesetzung gehört“, sagt Saal über den jungen Stürmer, der seiner Meinung nach mehr Eiszeit braucht, um sich weiter zu entwickeln. „Es ist besser, wenn er sich verändert, vielleicht in Richtung Bayernliga. Aber die Türe bei uns ist deshalb nicht zu“, so Saal.

Hüsken kam erst im Laufe der vergangenen Saison vom Bayernligisten TEV Miesbach, um die Lücken im Kader zu füllen, nachdem einige ECP-Spieler von ihrem Arbeitgeber keine Freigabe erhalten hatten. „Maxis Verpflichtung war gut für uns, sonst hätten wir teilweise nicht einmal drei Reihen aufbieten können. Er hat seine Aufgabe bei uns auch gut gelöst“, urteilte Borberg über den 26-jährigen Angreifer, der in 24 Partien auf ein Tor und eine Vorlage kam. Hüsken wird eventuell in der kommenden Spielzeit wieder für seinen alten Verein auflaufen. Wohin es Seitz und Mazanec zieht, ist noch offen.

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