Peitinger Spieler (v.l. Aziz Ehliz, Ty Morris, Andreas Feuerecker, Thomas Heger) im Duell gegen Weiden (im Vordergrund Adam Schusser).
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So wäre das den ECP-Fans am liebsten: Peitinger Spieler (v.l. Aziz Ehliz, Ty Morris, Andreas Feuerecker, Thomas Heger), die gegen Weiden (im Vordergrund Adam Schusser) ein Tor erzielen. Das Foto entstand im einzigen direkten Duell der Hauptrunde zwischen beiden Teams. In einem torreichen Duell verlor der ECP in der Overtime mit 8:9.

EISHOCKEY: Oberliga Süd

EC Peiting geht mit kleinem Kader in die Pre-Play-offs

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Die Play-offs waren für den EC Peiting das Ziel. Um dahin zu kommen, muss das Team den Umweg über die Pre-Play-offs nehmen. Ausgerechnet jetzt ist die Personaldecke dünn, doch Coach Sebastian Buchwieser bleibt gelassen.

Peiting – Jetzt geht es für den EC Peiting um die Wurst, sprich um das Erreichen der Play-offs – was vor dem Saisonstart als klares Ziel ausgegeben wurde. Dazu muss sich das Team von Trainer Sebastian Buchwieser in den Pre-Play-offs, die in diesem Jahr nur in zwei Duellen entschieden werden, gegen die „Blue Devils Weiden“ durchsetzen.

Der eher ungewöhnliche Modus ist für Buchwieser kein Problem: „Wir nehmen es, wie es kommt.“ Die gleiche Einstellung lässt der Trainer auch walten, wenn es um den direkten Gegner, die „Blue Devils Weiden“ geht. Der Kontrahent war erst nach dem letzten Spieltag endgültig fix. Der ECDC Memmingen wies gegenüber Weiden einen minimalen Vorsprung beim Quotienten auf, sodass es durchaus noch zu einer Verschiebung hätte kommen können. „Jeder der beiden Gegner ist schwer“, sieht Buchwieser keine großen Unterschiede, ob es nun gegen Memmingen oder eben jetzt Weiden geht.

Wiedersehen mit Peitingern im „Blue Devils“-Team

Bei den Oberpfälzern gibt es auf alle Fälle ein Wiedersehen mit einem Peitinger Trio, das in Diensten der „Blue Devils“ steht. Marco Habermann und Louis Latta stürmen auf dem Eis, Ken Latta ist als sportlicher Leiter hinter der Bande aktiv. Beim einzigen Treffen beider Teams in dieser Saison – die zwei anderen geplanten Duelle kurz vor Abschluss der Hauptrunde fielen der Corona-Zwangspause der Peitinger zum Opfer – war Ken Latta noch als Weidener Coach dabei. Wenig später wurde er von Kim Collins abgelöst, sodass Latta sich nun voll auf die Manager-Aufgaben konzentrieren kann. Beim letzten Spiel der Weidener am Dienstag in Rosenheim, das sie mit 3:2 nach Verlängerung gewannen, war Ken Latta dennoch als Coach tätig, weil Collins erkrankt war.

„Weiden hat eine offensiv sehr talentierte Mannschaft, die auch in der Breite sehr gut besetzt ist“, sagt Buchwieser. Bester Torschütze der Oberpfälzer ist der Lette Edgar Homjakovs (28 Treffer). Damit liegt er ligaweit an dritter Stelle. Die Sturmqualitäten der Oberpfälzer erlebten die Peitinger, als sie nach Verlängerung mit 8:9 verloren. Das „Nachsitzen“ ist eine Weidener Spezialität, denn alle fünf Spiele, die in die Verlängerung gingen, gewannen die „Blue Devils“. Der ECP hat dagegen mit der Overtime, die es bei Punkt- und Torgleichheit im zweiten Spiel geben könnte, so seine Probleme. Nur einmal (bei fünf Partien) holten die Peitinger den Zusatzpunkt. Um für die Verlängerung Kräfte zu haben, ist ein großer Kader von Vorteil. Davon kann beim ECP aber keine Rede sein.

EC Peiting hat 15 Feldspieler zur Verfügung

Neben den verletzten Elias Maier (Knöchelbruch) und Dennis Neal (Schulter) fehlen Manuel Bartsch, Aziz Ehliz und Pius Seitz. Damit hat Buchwieser nur 15 Feldspieler zur Verfügung. „Aber das hatten wir schon öfter in dieser Saison“, sagt der ECP-Coach. Mehr Bauchschmerzen bereitet ihm die durch Corona bedingte dreiwöchige Spielpause. „Wir haben deshalb versucht im Training die Intensität hoch zu halten und uns gezielt auf den Gegner vorzubereiten“, so Buchwieser. Am heutigen Freitag gastiert der ECP in Weiden. „Da gilt es, gut aus den Startlöchern zu kommen“, erwartet er ein hellwaches Auftreten. „Und wir müssen bis zum Schluss Gas geben.“

Am Sonntag (17 Uhr) folgt das Heimspiel in Peiting. „Das könnte im Falle einer Verlängerung ein kleiner Vorteil sein“, meint Buchwieser, der aber hofft, dass es gar nicht so weit kommt und seine Mannen vorher alles klar machen. „Wir alle wollen, dass die Saison nach dem Sonntag weiter geht.“

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