Markus Gleich vom EC Peiting.
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Markus Gleich vom EC Peiting.

EISHOCKEY

Nachwuchs startet in die Saison - Peitinger Jugend-Teams wollen oben angreifen – Suche nach neuen Spielern

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Im Nachwchs-Eishockey startet an diesem Wochenende die Saison. Der EC Peiting geht die Saison mit guten Kadern an, ist aber ständig auf der Suche nach neuen Spielern.

Peiting – Während sich die Erwachsenen noch gedulden müssen, geht es im Eishockey-Nachwuchsbereich schon wieder um Punkte. „Wir sind nicht auf Zuschauer angewiesen und verlangen keinen Eintritt“, sagt der hauptamtliche Nachwuchskoordinator Markus Gleich. Die beiden ältesten Jugendteams des EC Peiting, U17 und U20, starten an diesem Wochenende in die Saison. Beide Mannschaften zählen beim ECP zum Leistungsbereich. Die U17 spielt in Deutschlands zweithöchster Liga, die U20 in der dritthöchsten Spielklasse.

„Wir wollen hier Spieler für die Oberliga ausbilden“, sagt Gleich. Wohingegen die jüngeren Nachwuchsteams dem Breitensport zuzuordnen sind. Von der U7 bis zur U15 gibt es auch keinen Auf- und Abstieg. „In diesen Altersklassen ist es vor allem unser Ziel, alle Spieler weiterzuentwickeln“, erklärt Gleich. „Und besser können sie nur werden, wenn sie auch spielen.“

Lettischer Torwart für die U20

Was die Anzahl der Nachwuchsspieler angeht, ist der EC Peiting gut aufgestellt. Nur in der U15 herrscht Spielermangel. „Das ist Jahrgangs-bedingt und geht jedem Verein so“, sagt Gleich. Er betont: „Grundsätzlich sind wir immer auf der Suche nach neuen Spielern.“ Daher soll es zwischen Weihnachten und Neujahr einen Try-out-Tag geben, an dem sich auswärtige Spieler beweisen können. Das Probetraining war eigentlich für den vergangenen April geplant, ehe die Corona-Pandemie den Sport lahm gelegt hatte. „Damals hatten wir bereits 25 Anmeldungen“, erzählt der Nachwuchskoordinator.

Die U20 hat im Sommer vier Neue dazubekommen. Darunter ist auch ein lettischer Torwart, der den ECP kontaktiert hatte, um nach Deutschland zu kommen. Die Zukunft seines Vereins in Lettland sei infolge der Corona-Krise ungewiss, berichtet Gleich. Er schätzt die diesjährige U20 als eine der besten der vergangenen Jahre ein. Ziel sei es daher, im oberen Tabellendrittel zu landen. Gleich erwartet aber auch, dass die Division III, in der unter anderem Weiden, Deggendorf, Landsberg und Mannheim spielen, insgesamt eine der besten seit Jahren werden könnte. „Da die Spiele im Seniorenbereich erst im November beginnen, werden bis dahin alle guten Jugendspieler im Nachwuchs eingesetzt“, sagt Gleich. „Das treibt das Niveau nach oben.“ Wer in welcher Mannschaft eingesetzt wird, mache den Nachwuchs normalerweise so konfus, so der U20-Trainer. Beim ECP sind es fünf Spieler, die zusätzlich für die Oberliga lizenziert sind.

Zwei Neue für die U17

Zwei neue Spieler, darunter ein Torwart aus Kaufbeuren, hat die Peitinger U17 dazubekommen. „Die Mannschaft soll oben mitspielen und ein gutes Saisonergebnis erzielen“, lautet Gleichs Vorgabe. Die Gegner in der Division II sind Augsburg, Landsberg, Deggendorf, Mannheim, Weiden und München.

Anders als gewohnt verlief für den Peitinger Nachwuchs die Vorbereitung, da die Gemeinde aufgrund der Pandemie entschieden hatte, die Eisbereitung von August auf September zu verschieben. Da die meisten gegnerischen Teams aber normal trainieren konnten, buchten die Peitinger Eiszeiten in Füssen, um keinen Wettbewerbsnachteil zu haben. Sieben Mal trainierten U17 und U20 am Bundesleistungszentrum.

Nachwuchs abhängig von der ersten Mannschaft

Bei Spiel- und Trainingsbetrieb gilt es nun natürlich, die bestehenden Hygienekonzepte einzuhalten. Ein organisatorischer Kraftaufwand sei das, sagt Gleich. Vorteilhaft ist in Peiting die Kabinensituation. Zu den sieben Umkleiden kommen demnächst noch zwei Container dazu, um den Mindestabstand problemlos einhalten zu können. Den Aufwand nehmen die Peitinger auf sich, damit der Eishockey-Nachwuchs nicht ausstirbt. Denn, wenn nicht gespielt wird, kommen keine Kinder dazu und die Gefahr besteht, dass andere die Lust am Eishockey verlieren.

Abhängig ist der Nachwuchsbereich aber vor allem von den Erwachsenen. Denn alleine aus Mitgliedsbeiträgen lässt er sich nicht finanzieren. Dafür seien die Einnahmen von Sponsoren und Eintrittsgeldern der ersten Mannschaft, die am 16. Oktober ihr erstes Testspiel hat, vonnöten, erklärt Gleich. Neben dem eigenen Saisonstart beobachtet die Eishockey-Jugend also gespannt die Entwicklung im Seniorenbereich. Denn davon hängen die zukünftigen Spielzeiten ab.

Zum Saisonauftakt

spielt die U20 an diesem Samstag um 18 Uhr beim EHC 80 Nürnberg. Die U17 ist um 17 Uhr beim EHC München zu Gast. Die U15 hatte zum Bayernliga-Auftakt 4:17 gegen Kaufbeuren und 3:14 gegen Füssen verloren.

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