Anton Saal sorgte mit dem dritten Tor für die Entscheidung. foto: df

Der ECP nimmt aus Niederbayern drei Punkte mit

Peiting - Das Spiel in Überzahl hat Trainer Leos Sulak mit seinen Peitinger Eishockey-Cracks immer wieder geübt. Beim Gastspiel in Deggendorf hat sich die Trainingsmaßname offensichtlich augezahlt. Mit zwei Überzahltoren setzten sich die Peitinger bei den Deggendorf Fire mit 3:0 (0:0, 2:0, 1:0) durch und zogen an der Tabellenspitze der Oberliga Süd vorübergehend mit den spielfreien Tölzer Löwen gleich.

Es klingt fast paradox: „Im ersten Drittel haben wir sehr gut gespielt“, lobte Peitings Trainer seine Mannschaft bei einem Gastgeber, der schon im Vorfeld spielerische Nachteile erkannte und angesichts einiger Ausfälle mit einer verstärkten Defensive den Sturmlauf der Oberbayern verhindern wollte. „In der Zeit haben wir sehr diszipliniert gespielt, und wir haben auch verdient gewonnen“, attestierte der 55-Jährige seinen Cracks.

Nur Tore wurden im Anfangsdrittel keine geschossen. Letztlich war es Torsteher Florian Hechenrieder, der die Peitinger im Spiel hielt und auch noch ein Shut-Out feierte. Das spricht für den Keeper, denn auch Peitings Trainer gestand. „Ein paar Chancen der Deggendorfer haben wir schon zugelassen.“

Die Tore fielen erst nach der Nullrunde im ersten Durchgang. Alle für die Gäste aus Peiting, die die drei Punkte mit nach Oberbayern nahmen. Auch wenn das Spiel ab dem zweiten Durchgang nicht mehr so gut war. Manfred Eichberger brachte die Peitinger in der neunten Minute in Führung, als bei den Deggendorfern gerade Andrew Schembri und Stephan Hackl 49 Sekunden lang gemeinsam auf der Strafbank verbracht hatten. Die Vorarbeit leisteten Michael Kreitl und Verteidiger Fabian Weyrich. Mit einem sehenswerten Solo erhöhte Patrik Beck auf 2:0 aus Sicht der Peitinger, nachdem er von Kreitl und Martin Guth bei einem Break freigespielt wurde.

Nachdem die Deggendorfer immer noch energisch Widerstand leisteten und zwei Tore im Eishockey längst noch keine Sicherheit bedeuten, war die Partie erst in der 49. Minute entschieden. Anton Saal netzte in Überzahl bei einem Gewühl vor dem Deggendorfer Tor ein. Christian Mayr und Kreitl waren vorher an der Scheibe.

Nach dem dritten Treffer behaupteten die Peitinger mit einer soliden Defensive den Vorsprung. Danach wurde das Spiel härter, und Schiedsrichter Patrick Oberdörfer bekam allerhand zu tun. „Da haben die Deggendorfer ein paar unnötige Fouls gemacht“, schimpfte Peitings Trainer, der allerdings selbst wiederholt umstellen musste, weil seine Cracks auf die Sünderbank wanderten. In der 58. Minute beharkten sich Patrik Beck und Deggendorfs Andreas Meier, die beide eine zehnminütige Disziplinarstrafe aufgebrummt bekamen.

In den letzten zehn Minuten mussten die Deggendorfer, bei denen die verletzten Bogdan Selea, Johannes Saßmannshausen und Simon Maier nicht dabei waren, ohne Brett Wilson auskommen. Er bekam fünf Minuten plus eine Spieldauerstrafe aufgebrummt. df

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