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Doppelschlag wird Peiting in Höchstadt zum Verhängnis

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Peitings Lukas Gohlke (l.) wird im Eishockey-Oberliga-Spiel von Höchstadts Milan Kostourek bedrängt.
Der ehemalige Teamkollege als Gegner: Peitings Lukas Gohlke (l.) wird in dieser Szene von Höchstadts Milan Kostourek, früher in ECP-Diensten, bedrängt. © (c) Andreas Klupp

Das lief nicht gut für den EC Peiting: Beim Höchstadter EC ging das Team in der Oberliga Süd am Freitag leer aus - auch, weil ein Ex-Peitinger zweimal traf.

Peiting – Spiele gegen den Höchstadter EC – das waren für den EC Peiting in den vergangenen beiden Spielzeiten immer erfolgreiche Angelegenheiten. Sechs Partien, sechs Siege, so lautet die Bilanz. Und auch das erste Treffen in der aktuellen Oberliga-Saison entschieden die Oberbayern für sich. Mit 13:3 gelang gar ein außergewöhnlicher Erfolg. Die Serie ist nun gerissen. Am gestrigen Freitagabend verloren die Peitinger bei den „Alligators“ mit 0:3 (0:0, 0:0, 0:3). In einem spielerisch wenig ansprechenden Duell wurde den Gästen ein Doppelschlag (49., 50.) binnen 65 Sekunden zum Verhängnis. Zwei der insgesamt drei Höchstadter Tore erzielte auch noch ein Ex-Peitinger: Milan Kostourek.

Das erste Drittel war von taktischem, abwartendem Spiel geprägt. Chancen ergaben sich dadurch nicht allzu viele. Peiting hatte 90 Sekunden eine doppelte Überzahl (10.), bis auf einen Schuss von Andreas Feuerecker, den HEC-Keeper Benjamin Dirksen hielt, sprang nichts Gefährliches heraus. In einem weiteren Powerplay scheiterte Simon Maier aus spitzem Winkel am Torwart (14.). Kurz davor war Lukas Gohlke frei zum Schuss gekommen, doch Dirksen parierte (13.). Peitings beste Möglichkeit hatte Martin Hlozek: Nach starkem Pass von Ty Morris verfehlte er knapp das leere Tor – ein Schläger eines Verteidigers war ihm in die Quere gekommen (18.).

EC Peiting: Viele Chancen im Mitteldrittel

Im zweiten Drittel hieß es über weite Strecken „Peiting gegen Dirksen“. Die Gäste bekamen das Geschehen zunehmend in den Griff und belagerten regelrecht für geraume Zeit das „Alligators“-Tor. Keeper Dirksen blieb aber unüberwindbar. Er parierte gegen Daniel Reichert (23., 33.) ebenso wie gegen Nardo Nagtzaam (25./im Powerplay), Dennis Neal (30.) und Martin Mazanec (33.). Bei der Möglichkeit des aussichtsreich postierten Aziz Ehliz ging die Scheibe drüber (34.). Die Höchstadter kamen nur vereinzelt zu Offensivaktionen, die hatten es aber durchaus in sich. So rettete ECP-Keeper Florian Hechenrieder mit einem starken Save gegen Jari Neugebauer (22.). Wahrlich Glück hatten die Gäste, als ihr ehemaliger Mitspieler Kostourek nach einem sehenswerten Spielzug an den Pfosten traf (28.).

Im Schlussdrittel musste Peiting die ersten dreieinhalb Minuten in Unterzahl überstehen. Das gelang, auch, weil Höchstadts Dmitrij Litesov völlig frei drüber schoss (43.). So recht in die Spur kamen die Peitinger im Schlussabschnitt nicht mehr. Zwei Strafen kurz hintereinander waren dann letztlich zu viel des Guten. ECP-Keeper Hechenrieder tat, was er konnte; einmal rettete er reaktionsschnell mit der Schulter. Doch kurz, nachdem die Gäste eine 3:5-Situation überstanden hatten, schlug es ein: Anton Seewald hatte sich geschickt im Slot vom Verteidiger wegbewegt, stand frei – und verwertete den Neugebauer-Pass zum 1:0. Kurz darauf fälschte Kostourek einen Schuss von Neugebauer ab; Höchstadt führte mit 2:0. Hechenrieder verhinderte danach gegen Vitaly Aab Schlimmeres (52.). Peiting war bemüht, doch die Aktionen von Reichert und Morris waren zu harmlos. Mit einem empty-net-Tor zum 3:0 machte Kostourek für die „Alligators“ alles klar.

Statistik: 1. Drittel: keine Tore. 2. Drittel: keine Tore. 3. Drittel: 1:0 (48:53) Seewald (Neugebauer, Kostourek/5-4), 2:0 (49:58) Kostourek (Neugebauer, Seewald), 3:0 (58:36) Kostourek (Seewald, Neugebauer/empty-net). Strafminuten: Höchstadt 12, Peiting 14. Zuschauer: keine.

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