Sebastian Buchwieser, Trainer des EC Peiting, in einem Oberliga-Spiel auf der Bank.
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Nachdenklich: Peitings Trainer Sebastian Buchwieser sieht einen Wettbewerbsnachteil für seine Mannschaft, da sie nach dreiwöchiger Pause in den Pre-Play-offs einen Kaltstart hinlegen muss.

EISHOCKEY: Oberliga Süd

Ohne Spielpraxis ins Pre-Play-off

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Den EC Peiting hat es mit elf Corona-Fällen im Team voll erwischt. Das heißt auch, dass die Mannschaft nun ohne „Generalprobe“ in die Pre-Play-off-Spiele gehen wird.

Peiting – Waren die ersten beiden Zwangspausen, als sich nur wenige Spieler mit dem Coronavirus infiziert hatten, für den EC Peiting relativ glimpflich abgelaufen, bekam der Oberligist in seiner dritten Pandemie-Auszeit eine volle Breitseite ab. „Fakt ist, dass wir elf Spieler haben, die positiv getestet sind“, berichtete ECP-Teammanager Gordon Borberg nach Abschluss aller Tests in der vergangenen Woche. „Das stellt uns, gerade angesichts des Countdowns, der Richtung Pre-Play-offs bereits zu ticken beginnt, vor große Herausforderungen“, fügte Peitings Sprecher Simon Fritzenschaft hinzu.

Eine dieser Herausforderungen, die es nun zu meistern gilt, ist die fehlende Spielpraxis. Die letzten Partien der Hauptrunde am kommenden Freitag in Passau sowie am Sonntag in Weiden wurden gestrichen. An der Platzierung der Peitinger – Platz sieben – wird sich dadurch nichts mehr ändern. Diesen Umstand nimmt ECP-Coach Sebastian Buchwieser relativ gelassen hin. Ihn treibt ein anderes Problem um: Sein Team muss nach dreiwöchiger Pause ohne Spielpraxis praktisch aus dem Stand in die zwei Pre-Play-off-Spiele gehen. „Das wird alles andere als leicht und ist sicher auch ein Wettbewerbsnachteil“, räumt Buchwieser ein.

Gegner des EC Peiting sind wohl die Blue Devils Weiden

Gegner in den zwei Partien am 19. und 21. März werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Blue Devils Weiden sein. Nur wenn die Oberpfälzer ihr letztes Spiel gegen Rosenheim gewinnen und zeitgleich Memmingen zu Hause gegen Lindau verliert, würden die Blue Devils an Memmingen vorbeiziehen. Das hätte zur Folge, dass dann das Team aus dem Allgäu der Peitinger Gegner wäre. „Wir werden uns in den drei letzten Trainingseinheiten vor den Pre-Play-offs intensiv auf den Gegner vorbereiten“, verspricht Trainer Sebastian Buchwieser. Er hegt die Hoffnung, dann auch mit einem einigermaßen kompletten Kader antreten zu können. Einige zuletzt verletzte oder angeschlagene Spieler wie Lukas Gohlke, Andreas Feuerecker, Markus Czogallik, Alex Winkler und Martin Hlozek befinden sich aktuell bereits im Aufbautraining. „Bei ihnen bin ich zuversichtlich, dass sie rechtzeitig fit werden“, so Buchwiesers Einschätzung. Er kann zumindest mit den nicht von der Quarantäne betroffenen Akteuren in Kleingruppen trainieren.

Komplizierter ist die Situation dagegen bei den elf Spielern, die aktuell wegen Corona pausieren müssen. „Zusammen mit unserer medizinischen Abteilung arbeiten wir derzeit daran, dass die Jungs, wenn die Symptome abgeklungen sind, bestmöglich durchgecheckt werden“, berichtet Teammanager Borberg. Auf dem Programm stehen dann unter anderem EKG, Ultraschall- und weitere Belastungstests. Erst wenn nach diesen Gesundheitschecks die medizinische Abteilung grünes Licht gibt, dürfen die Spieler wieder voll umfänglich in den Wettkampfbetrieb einsteigen. „Es könnte knapp werden, aber die Gesundheit geht klar vor“, betont Buchwieser. Peitings Coach räumt ein, dass der Zeitfaktor eventuell gegen seine Mannschaft sprechen könnte. Für die medizinische Seite gibt es indessen viel Lob. „Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Doktoren Kusche, Mohr und für die Unterstützung durch Dr. Fleckenstein, der uns in kardiologischer Hinsicht zur Seite steht“, so ECP-Sprecher Fritzenschaft.

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