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Peiting liefert großen Kampf - und muss sich ärgern

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Von: Paul Hopp

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Bully im Oberliga-Spiel zwischen Höchstadt und Peiting am 29. Januar 2021.
Auf Augenhöhe: Nardo Nagtzaam (rechts) und der EC Peiting lieferten am Freitag in Höchstadt einen großen Kampf. © (c) Andreas Klupp

Der EC Peiting hat beim Höchstadter EC am Freitagabend eine starke Leistung geboten und mehrmals einen Rückstand aufgeholt. Am Ende herrschte aber Enttäuschung - trotz eines Punktgewinns.

Höchstadt – Daniel Reichert war stocksauer. Der Peitinger Stürmer donnerte wutentbrannt seinen Schläger aufs eigene Tor. Soeben hatte Höchstadts Anton Seewald in der Overtime getroffen (62.) und damit die 4:5-Niederlage des ECP besiegelt. Der Ärger Reicherts war verständlich, denn die Oberbayern hatten bei den heimstarken und zuletzt von Sieg zu Sieg eilenden Höchstadtern eine starke Leistung geboten. Im Mitteldrittel beherrschten die Peitinger, die ohne Stürmer Ty Morris und Torhüter Florian Hechenrieder angereist waren, das Geschehen. Angesichts ihres Kampfgeistes wären zwei Punkte durchaus verdient gewesen. Der eine Zähler war aber auch schon aller Ehren wert.

Der EC Peiting begann die Oberliga-Partie forsch und hatte durch Reichert, Martin Mazanec und Maximilian Hüsken gleich mehrere gute Chancen. Die beste Höchstadter Möglichkeit vereitelte ECP-Torwart Elias Fischbacher mit einem guten Save (10.). Ausgerechnet im Powerplay leisteten sich die Gäste einen Schnitzer: Thomas Heger und Lukas Gohlke agierten zu unentschlossen, Jari Neugebauer schnappte sich den Puck und traf zum 1:0 (12.). Auch beim zweiten Peitinger Powerplay kam Höchstadt zu einem gefährlichen Break (15.).

EC Peiting dominiert im Mitteldrittel

Im Mittelabschnitt riss Peiting mit viel Einsatz und hohem Tempo das Ruder an sich. Die Gäste, angetrieben vom unermüdlichen Nardo Nagtzaam, setzten sich oft in der Angriffszone fest. In Überzahl dann der verdiente Ausgleich: Nagtzaam hatte mit einem satten Schuss getroffen (26.). Dennis Neal (28.) und Simon Maier, der sein 450. Oberligaspiel bestritt, verpassten je knapp einen weiteren Treffer. Von Höchstadt war in dieser Phase offensiv kaum etwas zu sehen. Und dennoch erzielte Niklas Jentsch das 2:1 (34.) – mit einem Schlenzer der Marke „Auf gut Glück“. Der ECP machte weiter Druck, hatte aber bei den Möglichkeiten von Manuel Bartsch und Simon Maier keinen Erfolg. Aziz Ehliz sorgte schließlich für Jubel auf der Gästebank. Aus spitzem Winkel schoss er zum 2:2 ein (37.); EHC-Torwart Benjamin Dirksen sah dabei unglücklich aus.

Das Schlussdrittel begann mit einer kalten Dusche für die Oberbayern: Höchstadts Anton Seewald kam vor dem Tor frei an den Puck und nutzte diese Chance zum 3:2 (41.) eiskalt. Peiting ließ sich nicht entmutigen, hatte diverse Möglichkeiten. Ab der 46. Minute leisteten sich die Gäste kurz hintereinander Strafzeiten. Lange standen nur drei Peitinger auf dem Eis. Als der ECP wieder zu viert war, traf Höchstadt durch Seewald zum 4:2 (49.). Die Entscheidung? Mitnichten. In Überzahl verkürzte Heger auf 3:4 (57.). 2:20 Minuten vor Schluss nahm ECP-Trainer Sebastian Buchwieser den Keeper für einen Feldspieler vom Eis. Mazanec traf per Distanzschuss 31 Sekunden vor Schluss zum 4:4. Das Happy-End für den ECP blieb dann aber aus.

Statistik: 1. Drittel: 1:0 (11:25) Neugebauer (Kostourek, Vojcak/4-5). 2. Drittel: 1:1 (25:08) Nagtzaam (Feuerecker, Hlozek/5-4), 2:1 (33:56) Jentsch (Litesov, Guft-Sokolov), 2:2 (36:36) Ehliz (Bartsch, Nagtzaam). 3. Drittel: 3:2 (40:55) Seewald (Neugebauer, Vojcak), 4:2 (48:43) Seewald (Fardoe, Guft-Sokolov/5-4), 4:3 (56:39) Heger (Gohlke, S. Maier), 4:4 (59:29) Mazanec (Feuerecker, Gohlke). Verlängerung: 5:4 (61:19) Seewald, (Kostourek, Fardoe). Strafminuten: Höchstadt 8, Peiting 10. Schiedsrichter: Mylius; Laudenbach, Schnabel. Zuschauer: keine.

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