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Es drohen Geisterspiele, doch der EC Peiting bleibt gelassen

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Von: Roland Halmel

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Kein Geisterspiel, aber bereits Geisterspiel-Atmosphäre: Gerade einmal 121 Zuschauer tummelten sich am 28. November 2021 beim Heimspiel gegen Höchstadt in der Peitinger Eishalle.
Kein Geisterspiel, aber bereits Geisterspiel-Atmosphäre: Gerade einmal 121 Zuschauer tummelten sich am vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen Höchstadt in der Peitinger Eishalle. © Roland Halmel

Wenn es dumm läuft, ist es bereits kommendes Wochenende (wieder) so weit: Dem EC Peiting drohen, wie schon vergangene Saison, Geisterspiele. Die Verantwortlichen bleiben dennoch gelassen.

Peiting – In Füssen, Deggendorf und Rosenheim gab es am vergangenen Wochenende in der Oberliga bereits Geisterspiele, da der Inzidenzwert in den entsprechenden Landkreisen über 1000 lag. Dieses Schicksal droht auch dem EC Peiting. Seit einigen Tagen liegt die Inzidenz im Landkreis Weilheim-Schongau knapp unter der kritischen Marke. Wird diese überschritten, werden alle Sportstätten geschlossen.

Wir müssen es so nehmen wie es kommt.

Peter Gast, Geschäftsführer beim EC Peiting

Als Oberliga-Team, das zum Profibereich zählt, dürfte der ECP dann zwar weiterhin spielen, nur eben ohne Zuschauer. „Wir hoffen natürlich, dass es nicht so weit kommt, aber leider ist das Leben kein Wunschkonzert. Wir müssen es so nehmen wie es kommt“, sagt ECP-Geschäftsführer Peter Gast mit Blick auf die Corona-Zahlen, die einen erneuten Lockdown nicht völlig ausgeschlossen erscheinen lassen.

Eishockey: Möglicherweise schon in Peitings Heimspiel gegen Lindau keine Zuschauer mehr

Das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den EV Lindau könnte möglicherweise die erste Partie in dieser Saison in Peiting ohne Zuschauer sein, was in der vergangenen Spielzeit traurige Normalität in der Oberliga war. „Im Sommer hätte das keiner gedacht. Da waren wir noch zuversichtlich, dass sich die Situation nicht wiederholt, aber jetzt schaut es anders aus“, bedauert Gast die unerfreuliche Entwicklung.

Eishockey: Sponsoren halten dem EC Peiting bislang die Treue

Allerdings haben die zuletzt verschärften Auflagen für den Stadionbesuch – Einlass gibt es nur noch für Geimpfte und Genesene, jeweils mit aktuellem Negativtest – bereits für eine Art Geisterkulisse gesorgt. Beim Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Höchstadt fanden nur noch 121 Unentwegte den Weg in die Eishalle, obwohl der ECP vor dem Eingang eine kostenlose Teststation eingerichtet hatte. „Gott sei Dank halten uns unsere Sponsoren die Treue“, berichtet Gast. Der Geschäftsführer sieht derzeit daher keine finanziellen Probleme auf seinen Verein zukommen, was auch daran liegt, dass bis Ende Dezember noch staatliche Corona-Hilfen für entgangene Zuschauereinnahmen fließen. „Was danach kommt, ist noch offen. Das entscheidet die neue Regierung“, sagt Gast.

Eishockey: SpradeTV hat seine Gebühren erhöht

Als weiteres finanzielles Standbein hat der Oberligist die Einnahmen aus der Fernsehvermarktung der Heimspiele über den Streamingdienst SpradeTV. „Da hilft uns natürlich auch, dass die Gebühren erhöht wurden“, so der Geschäftsführer. Die Eishockeyfans zahlen seit kurzem nicht mehr 6,90 Euro, sondern 8,90 Euro, um ein Spiel auf Sprade TV verfolgen zu können. „Die Buchungszahlen sind gut“, zeigt sich Stefan Stets, der im Vorstand der Peitinger für die mediale Arbeit zuständig ist, mit dem Fan-Interesse an den Übertragungen zufrieden. Sollte es zum Ausschluss der Zuschauer kommen, dürften die Zahlen in diesem Bereich weiter ansteigen. „Unterm Strich ist die aktuelle Situation für uns beherrschbar“, so Gasts Einschätzung.

Unerfreulicher ist die Situation bei einer Stadionschließung für einen Großteil des Peitinger Nachwuchses, der dann den Trainingsbetrieb komplett einstellen müsste. Ausnahmen gibt es nur für die U17- und U20-Mannschaft. „Die spielen im DEB im Leistungssport-Bereich und die dürfen weitermachen“, so Gast.

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