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Groß war der Jubel, als der EC Peiting (blaue Trikots) nach 33 Spielminuten in Führung ging. Deggendorf um Goalie David Zabolotny (mitte) schien am Boden, kam dann aber stark zurück.

Eishockey Oberliga-Süd

Peiting ist gegen Deggendorf kurz vor der großen Überraschung

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Mit großem Einsatz hat sich der EC Peiting in der Oberliga Süd gegen Deggendorf einen Punkt erkämpft. Dabei sah es lange nach mehr aus. 

Peiting – Nah dran ist der EC Peiting an der großen Überraschung, wartet aber weiter auf den ersten Sieg in der Meisterrunde der Oberliga Süd. Gegen den Deggendorfer SC zeigt der ECP einen aufopferungsvollen Kampf und muss sich erst nach Penalty-Schießen mit 2:3 geschlagen geben. Das war so nicht zu erwarten, denn die Ausgangslage schien klar:

Deggendorf ist als Tabellenzweiter beim ersatzgeschwächten ECP, der nur 14 Feldspieler aufbieten kann, klarer Favorit. Kurzfristig fallen bei den Peitingern auch noch Martin Mazanec und Daniel Reichert aus, Rückkehrer Anton Saal steht noch nicht im Kader. Stürmer Maximilian Schäffler muss in der Abwehr aushelfen. Wann der DSC in Führung geht, ist zu Beginn nur eine Frage der Zeit. Scheinbar unaufhaltsam rollt eine Deggendorfer Angriffswelle nach der anderen. Immer wieder schafft es ECP-Goalie Florian Hechenrieder diese zu beenden. Kampflos wollen sich die Peitinger aber nicht geschlagen geben. Zu ungenau sind allerdings die eigenen Torabschlüsse – vor allem in Überzahl. Dank Hechenrieder geht es mit einem 0:0 in die erste Pause.

EC Peiting liefert leidenschaftlichen Kampf

Im zweiten Drittel ist noch keine Minute gespielt, da hat Dominic Krabbat die große Chance, Peiting in Führung zu bringen. DSC-Torwart David Zabolotny pariert. Hechenrieder tut es seinem Gegenüber gleich. Zwei Mal ist er gefordert und hält die Null fest. Als der DSC kurz darauf wieder einer mehr ist, rückt Peitings Goalie in den Mittelpunkt des Geschehens. Spektakulär pariert er einen Schuss aus kurzer Distanz (27.). Zwei Minuten später hilft ihm dann der Pfosten – weiter 0:0. Deggendorf gibt auch in der Folge den Ton an, aber Peiting bleibt giftig. Nach genau 33 Spielminuten können die 633 Zuschauer kaum ihren Augen trauen. Der ECP geht tatsächlich in Führung. Im Nachsetzen drückt Thomas Heger den Puck über die Linie – 1:0. Von der viel gelobten Deggendorfer Offensive um Thomas Greilinger, Kyle Osterberg und Andrew Schembri kommt zu wenig. Stattdessen fängt der ECP an, zu zaubern. Auf Zuspiel von Morris scheitert Florian Stauder mit dem Rücken zum Tor nur um Zentimeter (36.). Sekunden vor Ende des zweiten Drittels trifft der DSC in Überzahl, doch der Schiedsrichter entscheidet sofort auf Behinderung des Torwarts im Torraum und lässt erst gar keinen Jubel aufkommen. Mit der 1:0-Führung geht Peiting in die zweite Pause.

Immer wieder ist Hechenrieder im Weg

Der Schlussabschnitt beginnt wieder mit einem Hechenrieder in bestechender Form. Er hält alles, was in seine Richtung fliegt. Müde wirken die Peitinger noch nicht, aber der DSC erhöht zusehends den Druck. Einen Konter nutzt Peiting zum 2:0. Pius Seitz setzt nach und erobert die Scheibe, Krabbat trifft trocken ins lange Eck (47.). Das will Deggendorf, der DEL 2-Absteiger, nicht auf sich sitzen lassen. Wütend rennen die Gäste an und belohnen sich. Auf Zuspiel von Osterberg trifft Schembri zum 1:2 (50.). In Überzahl zeigt Greilinger seine Klasse und erzielt mit einem präzisen Schuss den Ausgleich zum 2:2 (53.). Die Fans sind kurz fassungslos – es sah doch so gut aus. Dann allerdings schütteln sich Peitinger Spieler und Fans kurz und wappnen sich für die Schlussphase. Ein letztes Mal ist Hechenrieder in der regulären Spielzeit zur Stelle (58.) und macht den Punktgewinn klar. Die fünf minütige Verlängerung verläuft ohne große Tormöglichkeiten. Der Zusatzpunkt wird im Penalty-Schießen vergeben. Dort trifft Morris für Peiting und Curtis Leinweber gleicht aus. Den zweiten Versuch setzt Morris an den Pfosten – Deggendorf kommt mit einem blauen Auge davon - 2:3.

Vier Mal ging der EC Peiting in Führung und verpasste gegen Selb doch den Sieg.

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