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Peitings Probleme vor den Duellen gegen die Top-Teams

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Von: Roland Halmel

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Der Peitinger Thomas Heger (im roten Trikot)im Heimspiel des ECP am 17. Oktober 2021 gegen die Starbulls Rosenheim.
Ein bislang seltenes Vergnügen: Die Peitinger (in roten Trikots, hier Thomas Heger) trafen diese Saison erst ein einziges Mal auf Rosenheim. In heimischer Halle musste sich der ECP mit 2:5 geschlagen geben. In den kommenden fünf Tagen haben die Peitinger gleich zweimal die Gelegenheit, sich hierfür zu revanchieren. © Rene Säuberlich

Zuletzt handelte sich der Oberligist EC Peiting einige Niederlagen ein. Trainer Anton Saal zog daher keine rundherum positive Zwischenbilanz. Auch was Neuverpflichtungen angeht, äußerte er sich zurückhaltend.

Peiting – Nach der Zwischenbilanz im vergangenen Herbst kündigte Peitings Trainer Anton Saal zum Jahreswechsel eine erneute Bestandsaufnahme an. Die fällt beim Tabellensechsten der Oberliga Süd erneut gemischt aus. „Es gibt Spieler, mit denen wir zufrieden sind, und andere, bei denen noch deutlich Luft nach oben ist“, urteilte Saal. Auffällig waren beim EC Peiting in den vergangenen Wochen die extremen Leistungsschwankungen. „Nicht nur im Spiel, sondern auch von einem Spieltag zum anderen“, moniert Saal die oftmals fehlende Konstanz, durch die die Peitinger viele Punkte liegen ließen. „Die war sicher auch unseren vielen Ausfällen geschuldet“, begab sich Saal auf Ursachenforschung. „Es gab sehr viele Spiele, und da aist der eine oder andere vielleicht auch überspielt“, so Saal weiter.

Eishockey: EC Peiting will bei Neuverpflichtungen kein finanzielles Wagnis eingehen

Die jungen Spieler, die deshalb häufiger in die Bresche springen mussten, „haben ihren Job gemacht, aber sie können keinen gestandenen Oberliga-Spieler ersetzen“, so Saal. Nicht zuletzt aufgrund des ausgedünnten Kaders, bedingt durch die langwierigen Verletzungen von Manuel Bartsch, Daniel Reichert, Marco Habermann und Simon Maier ist der ECP immer noch auf der Suche nach Verstärkung. „Der Markt ist aber leergefegt“, räumt Saal ein. „Wenn man dann einen bekommen könnte, stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht“, berichtet der ECP-Trainer über seine Erfahrungen. Er macht aber auch deutlich, dass die Peitinger in Sachen „Neuverpflichtung“ kein finanzielles Wagnis eingehen wollen. Bis auf weiteres müssen die Pfaffenwinkler also mit ihrer kleinen Besetzung zurechtkommen, da sich bei Maier ein Comeback frühestens in drei Wochen andeutet. Reichert und Habermann stehen wohl erst Mitte Februar wieder zur Verfügung.

Wir müssen es nehmen, wie es ist. Der Spielplan ist schließlich kein Wunschkonzert.

Peitings Trainer Anton Saal

So gesehen erscheint es alles andere als optimal, dass die Peitinger in dieser Phase binnen kürzester Zeit dreimal gegen ein Top-Team der Liga ran müssen. „Wir müssen es nehmen, wie es ist. Der Spielplan ist schließlich kein Wunschkonzert“, sagt Saal vor dem Gastspiel an diesem Mittwoch bei den Starbulls Rosenheim (19.30 Uhr), die am Sonntag dann gleich zum Rückspiel nach Peiting kommen (18 Uhr). Dazwischen gastiert der ECP am Freitag noch beim EV Regensburg, dem Tabellendritten (20 Uhr). „Gegen den EVR haben wir noch etwas gutzumachen“, so Saal. Peitings Trainer erwartet von seiner Truppe dann ein ganz anderes Auftreten als bei der 3:8-Heimpleite gegen die Oberpfälzer vor zwei Wochen. Beim ersten Gastspiel in Regensburg zu Saisonbeginn hatten sich die Peitinger bei der 1:2-Niederlage teuer verkauft.

Eishockey: Peiting trifft binnen fünf Tagen zweimal auf Rosenheim

Erst einmal in dieser Saison hatten es die Peitinger mit den Rosenheimern zu tun, die vom ehemaligen ECP-Coach John Sicinski betreut werden. Gegen den aktuellen Tabellenzweiten gab es eine 2:5-Heimniederlage. „Wir brauchen jetzt einfach mal einen Sieg gegen ein Top-Team, notfalls auch einen dreckigen. Das wäre enorm wichtig für den Kopf“, so Saals Einschätzung angesichts der Negativserie seiner Schützlinge gegen die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier. Dass seine Mannschaft gegen die Favoriten mithalten kann, hat sie mehrfach bewiesen – allerdings nie über die komplette Spielzeit. „Das brauchen wir aber, um vielleicht überraschen zu können“, sieht Saal sein Team bei den drei schweren Spielen in den nächsten fünf Tagen nicht komplett chancenlos. Sollte es mit Punkten nichts werden, was den Verlust des aktuell sechsten Platzes zur Folge haben könnte, wird man beim ECP jedoch nicht verzweifeln. „Danach gibt es noch viele Spiele. Entscheidend ist die Platzierung zum Abschluss der Runde“, sagt Saal.

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