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Der entscheidende Penalty: Peitings Goalie Florian Hechenrieder zieht gegen Linus Svedlund den Kürzeren. 

Peitings Memmingen-Fluch: Wieder Verlängerung, wieder eine Niederlage

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Im Penaltyschießen verlor der EC Peiting gegen Memmingen. Dabei gab Andreas Feuerecker sein Comeback. Der hatte in einer Szene mächtig Glück - und gleichzeitig richtig Pech.

Peiting – Vier Mal traf der EC Peiting in der Hauptrunde auf den ECDC Memmingen, drei Mal musste er in die Verlängerung. Diese Serie hat sich beim Start in die Meisterrunde am Freitagabend in der Peitinger Eishalle fortgesetzt. Nach 60 Minuten stand es 2:2. Aber da war ja noch eine Serie – nämlich jene, bei der Peiting auch jedes Mal gegen Memmingen verloren hat. Und ja, auch dabei blieb’s. Der Tabellenführer der Eishockey-Oberliga-Süd gewann 3:2 nach Penaltyschießen.

EC Peiting gerät in Rückstand

Die ersten Minuten der Partie geht’s am Freitagabend schnell hin und her, ohne größere Aufreger. Die Teams spielen sich warm. Als 2:58 Minuten vorbei sind, ist der Moment für Andreas Feuerecker gekommen. Der Verteidiger schwingt sich über die Bande aufs Eis. Und der EC Peiting hat seinen lang verletzten Kapitän wieder. Der ist gleich voll da – keine Eingewöhnungszeit notwendig. Die gibt’s gegen Memmingen auch nicht, das nur wenige gute Chancen braucht, um zu treffen. Das zeigt Brad Snetsinger, der nach knapp sechs Minuten abzieht. Der Puck rutscht ECP-Goalie Florian Hechenrieder durch. Fünf Minuten später der Ausgleich: Thomas Heger bedient den in der Mitte mitlaufenden Ty Morris – der hält den Schläger hin: 1:1. Dann wird’s turbulent. Unter großem Protest der Zuschauer muss Peitings Max Oswald wegen Behinderung für zwei Minuten auf die Strafbank. Feuerecker wird nach wenigen Sekunden zur zentralen Figur. Der Puck knallt an seinen Helm – Glück gehabt, er bleibt unverletzt. Und doch ist der Kapitän ein Pechvogel. Denn von seinem Helm aus trudelt die Scheibe ins Netz. 2:1 für Memmingen. Mit einem Rückstand geht’s für den ECP in die Kabine.

Schwaches Powerplay des EC Peiting

Nach der Pause rettet Hechenrieder sein Team mehrmals vor einem höheren Rückstand. Eine Überzahl zu Beginn des Drittels kann der ECP nicht nutzen. Beim zweiten Powerplay wird’s richtig bitter. Peiting leistet sich mehrere Scheibenverluste, ist mehr im Verteidigungs- als im Angriffsdrittel – und bringt in den zwei Minuten keinen Schuss aufs Tor. Das ist zu harmlos gegen Memmingen. Doch die Gäste machen es auch nicht besser. Als Dominic Krabbat wegen Hakens auf die Strafbank muss, erspielt sich der ECDC auch keine gute Chance. Sein Powerplay verpufft.

Damit bleiben Peiting noch 20 Minuten Zeit, um die knappe Partie zu drehen. Im letzten Spielabschnitt scheint der ECP sein Überzahlspiel konzentrierter angehen zu wollen, doch dann erhält Feuerecker eine Zwei-Minuten-Strafe – der Vorteil ist dahin. Stattdessen kommen auch die Gäste wieder in den Genuss, für eineinhalb Minuten mit einem Mann mehr auf dem Feld stehen zu dürfen. Ohne Folgen. Aber Memmingen ist ja auch nicht unter Zugzwang. Peiting schon. Und so drängen die Gastgeber auf den Ausgleich – den bekommen sie in der 49. Minute. Da lässt Lukas Gohlke die Halle jubeln. Danach geht’s richtig rund auf dem Eis, aber es bleibt beim 2:2 nach 60 Minuten.

In der Verlängerung gibt’s auf beiden Seiten heiße Torszenen – aber keine Treffer. Und so muss das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Fünf Angriffe wehrt Hechenrieder ab. Aber der Versuch von Linus Svedlund sitzt. Die Serien gehen weiter.

Statistik

EC Peiting 2
ECDC Memmingen n.P. 3
(1:2, 0:0, 1:0, 0:1)
1. Drittel: 0:1 (6:12) Snetsinger (Richter/Voit), 1:1 (10:21) Morris (Heger/Stauder), 1:2 (14:52) Neal (Voit/5-4). 2. Drittel: keine Tore. 3. Drittel: 2:2 (48:06) Gohlke (Oswald/Hätinen). Penaltyschießen: 2:3 Svedlund. Strafminuten: Peiting 12 – Memmingen 8. Zuschauer: 765.

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