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Zurück auf dem Eis und direkt wieder im Mittelpunkt: Nach mehrwöchiger Verletzungspause feierte Ty Morris (vorne) sein Comeback gegen Regensburg mit einem Tor und einer Vorlage. 

Eishockey-Oberliga

Peitings Überzahlspiel gegen Regensburg erst schwach, dann entscheidend

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Spannend und eng war das Duell zwischen dem EC Peiting und den Eisbären Regensburg am Sonntagabend. Letztendlich spielte der ECP seine Stärke aus und gewann mit 4:3.

Peiting – Dass das Überzahlspiel zu den Stärken des EC Peiting zählt, ist ligaweit bekannt. Die Eisbären Regensburg schienen in der Oberliga-Partie am Sonntagabend das richtige Mittel gefunden zu haben, um dem ECP diese Stärke zu nehmen. Am Ende war aber doch alles wie immer: Das entscheidende Tor beim 4:3-Heimsieg der Peitinger fiel in Überzahl.

Freude kommt bei den Anhängern des ECP bereits vor Spielbeginn auf. Ty Morris kehrt in den Kader zurück. Knapp einen Monat hatte er verletzt gefehlt. Und Peitings Spielführer ist direkt zur Stelle. Es sind keine 30 Sekunden gespielt, da erobert Morris im gegnerischen Drittel die Scheibe und legt ab auf Dominic Krabbat. Der frisch gebackene Vater steht frei vor dem Tor und macht sich mit dem Führungstreffer selbst ein Geschenk. Die nächste Chance hat wieder Peiting. Nardo Nagtzaam (3.) scheitert mit der Rückhand an Regensburgs Goalie Raphael Fössinger. In der Folge werden die „Eisbären“ besser. Martin Mazanec verliert in Überzahl den Puck als letzter Mann, kann seinen Fehler aber in letzter Sekunde wieder korrigieren (5.). Mit viel Laufaufwand halten die „Eisbären“ den ECP in Unterzahl vom eigenen Tor fern. Dann kommt es noch besser für die Gäste: Mit einem Spieler weniger auf dem Eis gelingt der Ausgleich (13.). Nach schnellem Umschalten spielt Peter Flache zu Richard Divis, der den Puck rechts hoch im Kasten unterbringt.

Mehrfach wechselt die Führung zwischen Peiting und Regensburg

Auch im zweiten Spielabschnitt hat Peiting nach wenigen Sekunden die erste Gelegenheit. Simon Maier schießt nach feiner Einzelaktion links vorbei. Anschließend gerät der ECP in doppelte Unterzahl. Im Mittelpunkt steht nun Florian Hechenrieder im ECP-Tor. Er rettet mehrfach spektakulär. Peiting übersteht die Unterzahl unbeschadet und sieht sich kurz danach selbst mit einem Spieler mehr auf dem Eis. Erstmals in der Partie baut Peiting in Überzahl Druck auf. Krabbat und Heger (29.) scheitern. Besser macht es Regensburgs Lukas Mühlbauer (31.). Am Ende eines Alleingangs versenkt er den Puck zur 2:1-Führung im langen Eck. Danach ist Peiting wieder in Überzahl. Der „Mister“ ist zur Stelle. Aus halblinker Position versenkt Morris (33.) den Puck trocken im Tor. In der nächsten Überzahlsituation lassen sich die Peitinger wie schon im ersten Drittel auskontern. Peter Flache (35.) schiebt Hechenrieder die Scheibe zwischen den Beinen durch ins Tor. Für den nächsten Ausgleich braucht Peiting nur 15 Sekunden. Maximilian Schäffler versenkt den Abpraller seines eigenen Schusses aus der Luft zum 3:3 im Tor. Peiting drängt jetzt auf die Führung, doch Maier und Florian Stauder vergeben vor der Drittelpause.

Simon Maier schießt Peiting zum Sieg

Im letzten Spielabschnitt gehen beide Teams zunächst wenig Risiko. In Unterzahl pariert Hechenrieder einen Abschluss von Nikola Gajovsky (50.). Anschließend regnet es Strafminuten. Als Peiting eine vier-gegen-drei-Überzahl bevorsteht, nimmt Coach Sebastian Buchwieser einer Auszeit. Er schickt vier Stürmer aufs Eis. Das macht sich bezahlt. Lukas Gohlke spielt zu Maier, der ungehindert schießen kann (55). Fössinger ist zwar noch dran, kann den Puck aber nicht entscheidend ablenken, sodass er zum 4:3 über die Linie trudelt. Für die letzten zwei Spielminuten nimmt Regensburg den Torwart vom Eis. Die Peitinger schießen mehrfach am leeren Tor vorbei und dürfen am Ende doch jubeln. Das starke Überzahlspiel hat sich wieder Mal bezahlt gemacht.

Am Freitag lief es nicht so gut: Der EC Peiting unterlag im Nebel von Lindau

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