Sebastian Buchwieser, Trainer des Eishockey-Oberligisten EC Peiting.
+
Auch für ihn ist es eine herausfordernde Saison: Peitings Trainer Sebastian Buchwieser muss vor allem in den kommenden Wochen für sein Team die Balance zwischen Belastung und Erholung finden.

EISHOCKEY: Oberliga

Der EC Peiting, im Spannungsfeld zwischen Corona-Pausen und Terminhatz

  • vonRoland Halmel
    schließen

Der EC Peiting ist wieder zurück im Oberliga-Spielbetrieb. Das Team hat gegenüber der Konkurrenz viele Spiele aufzuholen. Das stellt nicht zuletzt den Trainer vor eine ziemliche Herausforderung.

Peiting – Der zweite Neustart nach einer coronabedingten Zwangspause ist dem EC Peiting mit dem Auswärtssieg in Landsberg gelungen. Das Lechderby war gleichzeitig auch der Startschuss für einen Spielemarathon beim derzeitigen Vorletzten der Oberliga Süd. Bis zum Ende der Hauptrunde Mitte März warten auf die Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser noch satte 22 Spiele. „Das bekommen wir hin“, sagt Teammanager Gordon Borberg zum Mammutprogramm mit englischen Wochen in Serie. Eine besondere Herausforderung mit all den Verwerfungen in dieser Corona-Saison ist die Gestaltung des Trainings. „Das war vorher natürlich nicht absehbar, und so etwas hatte ich auch noch nie“, sagt Coach Buchwieser. Auch für ihn sind diese Umstände Neuland.

EC Peiting: Trainingsgestaltung eine Herausforderung

Von dieser außergewöhnlichen Situation sind bei den Peitingern insbesondere die Trainingseinheiten betroffen. „Die Scheibensicherheit, also das Selbstverständnis mit dem Puck, geht in solchen Pausen als erstes verloren. Erst danach macht es sich bei der Kondition bemerkbar“, hat Buchwieser erkannt. „Wir haben deshalb gerade nach der zweiten Pause in den Trainings auf viele Berührungen mit der Scheibe und das Pass-Spiel unser Hauptaugenmerk gelegt“, berichtet der ECP-Coach, der dann aber auch noch an der Kondition seiner Spieler feilen musste. „Zweikämpfe haben wir weniger trainiert, und das hat man dann in Landsberg zu Beginn auch an der fehlenden Zweikampfhärte gemerkt“, berichtet Buchwieser. „Bei solchen Pausen fällt man auch ein bisschen in ein Loch, das hat man auch bei anderen Mannschaften gesehen. Wir wollen die Euphorie durch den Sieg in Landsberg jetzt in die nächsten Wochen mitnehmen“, so Buchwieser. Damit soll vermieden werden, dass die Spieler nicht in ein mentales Loch fallen, um so ein Loch zu vermeiden. Vielmehr hofft er darauf, dass der Erfolg im ersten Spiel dieses Jahres seinem Team einen weiteren Schub gibt.

EC Peiting: Terminhatz in den kommenden Wochen

Was jetzt folgt, ist eine wahre Terminhatz. In den kommenden Wochen sind die Peitinger oftmals alle zwei bis drei Tage im Einsatz. der eng getaktete Spielplan hat auch Auswirkungen auf die Trainingsgestaltung. „Bei den vielen Spielen unter der Woche ist es wichtig, auf die Regeneration zu achten“, sagt Buchwieser. Daher soll die Intensität bei den Übungseinheiten auch nicht allzu hoch sein.

Der Schwerpunkt bei den Übungseinheiten wird sich daher zwangsläufig ein wenig ändern. „Wir trainieren einige Sachen, die abgestimmt auf den jeweiligen Gegner sein werden“, so der Coach. Die Analyse des jeweiligen Kontrahenten und der dazu passende Trainingsplan werden der Arbeitsschwerpunkt von Buchwieser in nächster Zeit sein. Eine Folge von Corona kommt dem ECP-Coach aber durchaus entgegen: „Weil sonst keiner in der Halle ist, haben wir viel Eiszeit. Dadurch können einige individuell trainieren oder auch Sonderschichten einlegen“, berichtet Buchwieser.

Peitings Gegner am Wochenende: Eisbären Regensburg (Freitag, 15. Januar, 19.30 Uhr, Eisstadion Peiting): Dieses Ergebnis kam überraschend: Mit 1:7 verloren die „Eisbären Regensburg“ am Dienstagabend beim Höchstadter EC. Für das Team von Coach Max Kaltenhauser war es erst die zweite Saisonniederlage. Im Dezember hatten die Regensburger eine längere Corona-Zwangspause einlegen müssen. Aus der kamen sie mit drei Siegen zurück, ehe die Pleite gegen Höchstadt erfolgte. Die „Eisbären“ sind vor allem defensivstark (nur 37 Gegentore in 16 Partien), auch ein Verdienst der Keeper Peter Holmgren und Patrick Berger. Topscorer ist Nikola Gajovsky mit 27 Punkten (15 Tore/12 Assists).

EHF Black Hawks Passau (Sonntag, 17. Januar, 18 Uhr in der Eis-Arena Passau): Der Aufsteiger aus der Bayernliga legte einen katastrophalen Saisonstart hin: Aus den ersten zehn Spielen holten die „Black Hawks“ nur einen Punkt. Den Peitingern gelang seinerzeit ein 5:0-Erfolg. Zuletzt sind die Passauer aber in Fahrt gekommen: Aus den jüngsten fünf Partien holten die Mannen von Coach Ales Kreuzer (in der Region bekannt als Spieler beim EC Peiting von 2008 bis 2010) zwölf Punkte. In der internen Scorerliste führt Liam Blackburn mit 22 Punkten (10 Tore/12 Assists) klar vor Marco Sedlar (6 Tore/8 Assists) und Verteidiger Patrick Geiger (2 Tore/11 Assists). ph

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare