Der ECP schickt Bad Tölz mit 6:0 nach Hause

Peiting - Vorbereitung ist etwas anderes als Punktspiele. Das zeigte der EC Peiting im ersten Heimspiel der neuen Saison: Mit 6:0 fertigte er den Gegner in eindrucksvoller Manier ab.

Auch Trainer Leos Sulak vom EC Peiting zeigte sich hinterher zufrieden. „Die Jungs haben taktisch sehr diszipliniert gespielt.“ Sein Gegenüber Florian Funk erkannte den Sieg der Peitinger auch neidlos an. „Der ECP war uns in allen Belangen überlegen. Der Sieg war auch in der Höhe verdient“, urteilte der Tölzer Coach.

Die Hausherren erwischten auch gleich einen Start nach Maß. Nur 88 Sekunden waren gespielt, als Florian Thomas eine schöne Kombination zur 1:0-Führung abschloss. Zusammen mit Sepp Kottmair und Manni Eichberger bildete er die zweite Sturmreihe, bei der in der Vorbereitung meist Klaus Müller auflief. Der verfolgte den Auftritt neben der Bande, da er am Vortag schweren Herzens seinen Rücktritt erklärte.

EC Peiting gegen Tölzer Löwen - Bilder

Die Löwen kamen im ersten Durchgang kaum zu Chancen, und wenn, dann waren die Schüsse sichere Beute von Torhüter Florian Hechenrieder, der sich am Ende auch über einen Shut-out freuen durfte. Kurz vor dem ersten Wechsel schlug dann auch noch einmal die ECP-Offensive zu. Im Nachsetzen erhöhte Michael Kreitl auf 2:0. Kreitl hatte zu Beginn des Mittelabschnitts gleich noch die Chance zum dritten Peitinger Tor. Diesmal war der Tölzer Torhüter Florian Riesch aber auf dem Posten.

Im Anschluss zeigten auch die Löwen ihre Krallen. In Überzahl bedrängten sie vehement den Kasten von Hechenrieder. Bei zwei Großchancen (24., 25.) lag der Anschlusstreffer auch in der Luft. Die überstandene Unterzahl setzte danach bei den Gastgebern neue Kräfte frei. Zudem zeigten sie den Gästen, wie ein Powerplay zu Ende gespielt wird. Als erstmals ein Tölzer in der Kühlbox saß, netzte Patrik Beck (30.) zum 3:0 ein.

Danach waren die Peitinger endgültig Herr des Geschehens. Sepp Kottmair (32.) und Beck (41.) ließen gute Möglichkeiten zum vierten Tor aus. Das holte der tschechische Neuzugang beim ECP Mitte des letzten Durchgangs aber nach. Erneut in Überzahl kam er am langen Pfosten an die Scheibe. Cool und abgebrüht versenkte er den Puck unhaltbar in den Winkel.

Damit waren die „Beck-Festspiele“ noch nicht beendet. Einen blitzsauberen Konter veredelte der 32-jährige mit dem 5:0 (55.). Der Schlusspunkt einer unterhaltsamen und schnellen Partie war Manfred Eichberger (57.) vorbehalten. Aus spitzem Winkel machte er das halbe Dutzend voll und das Tölzer Debakel perfekt.

Trotz dieser starken Vorstellung gab es von Trainer Leos Sulak hinterher Kritik. Jedoch nicht an seine Mannschaft, sondern an den zuhause gebliebenen Zuschauern. „Die haben heute ein tolles Eishockeyspiel verpasst. Wenn unser größter Sponsor, die Zuschauer, einfach zu Hause bleiben, wird es schwierig, das hier alles weiter zu finanzieren“, richtete er einen eindringlichen Appell an die Fans. rh

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