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EC Peiting darf zu Hause spielen - doch sonst gibt‘s schlechte Nachrichten

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Von: Roland Halmel

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 Peitings Stürmer Daniel Reichert (im roten Trikot) im Heimspiel gegen den HC Landsberg.
Solche Aktionen zeigt er vorerst nicht mehr: Stürmer Daniel Reichert (im roten Trikot, hier im Heimspiel gegen Landsberg) fällt nach seiner Hand-OP für längere Zeit aus. © Holger Wieland

Am Donnerstag hat der Inzidenzwert im Landkreis Weilheim-Schongau die 1000 überschritten. Der EC Peiting muss also bis auf weiteres in eigener Halle Geisterspiele bestreiten. Doch das war für den Oberligisten nicht die einzige unerfreuliche Meldung.

Bereits am vergangenen Montag bekamen die Peitinger die Nachricht, dass die Arthroskopie von Daniel Reichert an seiner verletzten Hand eine Operation notwendig machte, die auch bereits erfolgt ist. „Da ist der Super-Gau eingetreten, er fällt jetzt drei Monate aus“, so Peitings Coach Anton Saal, der richtig bedient war. Nachdem mit Simon Maier auch noch ein zweiter wichtiger Stürmer des Oberligisten erst im kommenden Jahr wieder aufs Eis zurückkehren kann, gibt es beim ECP Überlegungen, mit einer Nachverpflichtung die Lücke zu füllen. „Das muss natürlich finanziell und sportlich passen“, schränkt Saal ein.

Eishockey: Allrounder Manuel Bartsch muss in der Offensive aushelfen

Für den Moment hat der Coach deshalb seinen Allrounder Manuel Bartsch in die Offensive beordert. „Er macht seine Sache da sehr gut, aber lieber wäre er mir in der Abwehr“, lobt Saal seine Allzweckwaffe. Ungemach droht den Peitingern allerdings, wenn es weitere Verletzungen geben sollte. „Die jungen Spieler wie Dennis Krutsch oder Tim Mühlegger erledigen ihre Aufgabe, aber einen gestandenen Oberliga-Spieler können sie noch nicht ersetzen“, macht Saal die Problematik deutlich. Zumindest sportlich befinden sich die Peitinger im grünen Bereich: „Aktuell können wir über den Tabellenstand nicht meckern“, so Saal. Sein Team belegt in der Oberliga Süd Rang vier, da kann man relativ entspannt sein.

Eishockey: Durchwachsene Zwischenbilanz bei Peitings Gegner Deggendorf

Nicht ganz so zufrieden sind die Verantwortlichen dagegen beim Deggendorfer SC, wo der ECP am heutigen Freitagabend (20 Uhr) gastiert, über das sportliche Abschneiden im ersten Saisonviertel. Das kostete dann auch Trainer Chris Heid den Kopf. Vor drei Wochen musste er gehen. Für ihn holten die Niederbayern Trainerfuchs Jiri Ehrenberger an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Nach dem Trainerwechsel haben sie sich gefangen“, sieht Saal die Niederbayern, die mit klangvollen Namen wie Thomas Greilinger, Timo Pielmeier oder Rene Röthke wieder in die DEL2 zurück möchten, im Aufwärtstrend. „Sie spielen jetzt auch anders. Beispielsweise checken sie mit fünf Mann vor“, hat Saal beim Videostudium eine veränderte Taktik bei den Niederbayern erkannt im Vergleich zum Hinspiel, das der ECP mit 6:4 gewann. „Wir müssen schnell spielen, im Kopf bereit sein, und das Überzahlspiel muss funktionieren. Dann können wir in Deggendorf etwas mitnehmen“, sagt Saal und hofft, den Verfolger auf Distanz halten zu können.

Eishockey: Geisterkulisse für EC Peiting im Heimspiel gegen Lindau

Während die Peitinger in Niederbayern auf einen Gegner auf Augenhöhe treffen, sind sie im Heimspiel gegen den EV Lindau am Sonntag (18 Uhr) in der Favoritenrolle. Die „Islanders“ hatten bis Ende Oktober erst einen einzigen Sieg zu Buche stehen. Im November lief es etwas besser, inzwischen ist Lindau auf Platz neun vorgerückt. „Das wird eine zähe und kampfbetonte Angelegenheit werden“, erwartet Saal dennoch keinen Spaziergang gegen Lindau. Beim ersten Vergleich am Bodensee taten sich die Peitinger bei ihrem 5:4-Sieg auch recht schwer. Unterstützung von den Rängen darf sich der ECP gegen den EVL nicht erwarten, da aufgrund der Hotspot-Einstufung des Landkreises Weilheim-Schongau keine Zuschauer in die Halle dürfen. „Das ist schade für die Mannschaft, weil die Atmosphäre anders ist. Aber wir müssen es so hinnehmen“, so Saal.

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