Auch die Youngsters ließen sich nicht aufhalten: Nico Bentenrieder im Duell mit Selbs Peter Hendrikso. foto: df

Im Schlussdrittel zieht der ECP davon

Peiting - Ihre Pflichtaufgabe haben die Eishockey-Cracks des EC Peiting erfüllt. In einem lange Zeit offenen Spiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Leos Sulak gegen die recht bissigen Selber Wölfe mit 5:3 (1:0, 0:1, 4:2) durch.

In früheren Zeiten, als er selbst noch die Schlittschuhe schnürte und als Spielertrainer im Einsatz war, beeilte sich Cory Holden mit dem Duschen, um die Fans bei der anschließenden Pressekonferenz nicht zu lange warten zu lassen. Inzwischen ist Holden bei den Selber Wölfen nur noch als Trainer im Einsatz und ließ sich doch etwas Zeit, bis er seine Meinung zum Spiel kundtat.

Offensichtlich musste er seine Cracks noch trösten, sie hätten den Peitingern nämlich beinahe ein Schnippchen geschlagen. Denn erst im Schlussdrittel machte der ECP alles klar und setzte sich mit drei Toren ab. Dabei blieb es aber nicht. 13 Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang den Wölfen noch der Anschlusstreffer zum 3:4, den die Gastgeber mit einem Empty-net aber sieben Sekunden später mit dem fünften Treffer beantworteten.

„Wir haben gewusst, dass das ein sehr schwerer Gegner ist“, lobte Sulak den Aufsteiger und setzte auf sein Geduldsspiel. Martin Sekera, Sergej Waßmiller und Co. verstehen den Umgang mit Puck und Schläger. Vor der Abfahrt nach Peiting bekamen die Gäste noch Verstärkung durch Tim Konsorada, der sich nach nur einer Trainingseinheit mit zunehmender Spielzeit gut zurechtfand.

Selb mochte zwar einige routinierte Cracks in seinen Reihen haben, in der Gesamtheit konnten die Gäste dem ECP aber nicht das Wasser reichen. Die erste Chance hatte der ECP nach 40 Sekunden durch Andrej Salzer. Anschließend prüften Nico Bentenrieder und Manfred Eichberger Selbs Torsteher Manuel Kümpel. In der zehnten Minute sorgte Florian Simon in dem ausgeglichenen ersten Durchgang für eine Peitinger Führung, die aber Martin Lamich drei Minuten nach Wiederbeginn ausglich.

Verhielten sich die Peitinger bis zur 30. Minute eher noch zurückhaltend, so zogen sie anschließend über mehrere Minuten lang ein Feuerwerk vor dem Selber Tor auf, das die jetzt anfälligen Gäste nur mit viel Glück überstanden. Das Schlussdrittel begannen die Peitinger wieder etwas zurückhaltender. Trotzdem gelang Lubor Dibelka nach 52 Sekunden das 2:1, dem Michael Kreitl (44.) und Manfred Eichberger (51.) weitere Treffer folgen ließen. Selb antwortete mit einem zweiten Treffer durch Sekerea. Danach spitzte sich das Geschehen zu. Die Gäste waren am Zug, doch Peitings Abwehr stand wieder einmal sicher.

Der dritte Wölfe-Treffer durch Dennis Thielsch gefährdete den Peitinger Sieg 13 Sekunden vor dem Schlusspfiff nicht mehr. Unmittelbar nach dem gewonnenen Bully beförderte Dibelka den Puck zum 5:3 ins verwaiste Tor des Aufsteigers. df

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