Wann darf wieder mit den Fans gejubelt werden? Das ist derzeit noch nicht absehbar.
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Wann darf wieder mit den Fans gejubelt werden? Das ist derzeit noch nicht absehbar.

Eishockey

Sonderregeln fürs Eishockey? Landkreisklubs hoffen

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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  • Roland Halmel
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Das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober könnte auch die Eishockey-Vereine betreffen. Die Klubs hoffen auf Sonderregeln.

Landkreis – Die Mitte der Woche beschlossene Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen auf den 31. Oktober – bislang galt es bis 31. August – wurde auch bei den Eishockey-Vereinen im Landkreis aufmerksam verfolgt. Der für September geplante Saisonstart in der DEL ist damit wohl gestorben. Die Hoffnung haben die Verantwortlichen aber noch nicht aufgegeben. Es geht für die Spitzensportverbände in Deutschland nun darum, Konzepte vorzulegen. Daran arbeitet die „Task Force Eishockey“ des Deutschen Eishockey-Bundes derzeit.

Auch in der Oberliga und Bayernliga machen sich die Vereine Gedanken, wie es in Corona-Zeiten weiter gehen kann. Eines ist für Thomas Zeck, Vorsitzender des EC Peiting, und die Konkurrenten in der Oberliga klar: Geisterspiele lehnen sie ab. Denn die Eintrittsgelder machen einen gewichtigen Teil des Budgets aus. Ansonsten bleiben die Verantwortlichen beim EC Peiting trotz der aktuellen Entscheidung relativ gelassen. „Wir warten erst einmal ab, wie Großveranstaltungen genau definiert werden und was letztlich erlaubt ist“, sagt Zeck. Für den ECP-Vorsitzenden ist noch genügend Zeit, entsprechend zu reagieren. Freuen dürfen sich die Peitinger über die Verlängerung von Kapitän Andreas Feuerecker.

Personifizierte Tickets als mögliche Lösung

„Wir haben die Entscheidung zur Kenntnis genommen, die Unsicherheit ist dadurch nicht geringer geworden“, sagt Martin Resch, Teammanager der EA Schongau. Er könnte sich vorstellen, dass Zuschauer beispielsweise nur mit personalisierten Eintrittskarten ins Stadion dürfen, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Oder die Zuschauer nur in bestimmten Zonen stehen dürfen, um den Mindestabstand zu wahren. „Das sind aber alles nur Spekulationen“, sagt Resch. Die Arbeit haben erst einmal die Verbände. „Sollten solche Regeln kommen, sind wir in Schongau professionell genug, diese umzusetzen, auch, wenn es mit Aufwand verbunden ist“, so der Teammanager. Er geht in der Planung von einem regulären Saisonstart aus, betont aber, dass der Verein flexibel sei und reagieren könne.

„Wenn wir nur 300 Leute reinlassen dürfen, brauchen wir mit der Saison nicht beginnen. Dann fehlen uns
40 000 Euro im Etat“, sagt „Eishackler“-Chef Norbert Ortner, der mit einer Prozentregelung (nur ein Teil der Plätze darf belegt werden) leben könnte. „Das ist bei anderen Vereinen ähnlich“, hat er bei der Bayernliga-Konkurrenz in Erfahrung gebracht. Wobei Ortner durchaus Optimist ist: „Bei den Lockerungen ändert sich fast wöchentlich etwas und auch im Sport tut sich einiges.“ Er hofft, dass sich bis zum Herbst die Situation entspannt.

Im schlimmsten Fall fällt die Saison aus

Aktuell fischen aber alle Vereine im Trüben. „Keiner weiß, wie es weitergeht. Schlimmstenfalls fällt die komplette Saison aus“, so Ortner, der ein solches Horrorszenario nicht völlig ausschließen will. „Das will natürlich keiner. Wir werden auch alles dafür tun, dass dieser Fall nicht eintritt“, sagt der Peißenberger, der sich in dieser Woche mit den anderen Bayernligisten per Videokonferenz über den möglichen Spielmodus unterhalten hat. Der „Eishackler“-Chef verriet: „Es sind da sieben Modelle im Gespräch mit unterschiedlichen Startdaten.“

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