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Peitinger Aufholjagd gegen Höchstadt mit einem irren Ende

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Von: Stefan Schnürer

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Sein erstes Saisontor war gleich ein entscheidendes: Fabian Weyrich (rechts) bescherte den Peitingern mit seinem Distanzschuss fünf Sekunden vor dem Ende einen 3:2-Sieg gegen Höchstadt.
Sein erstes Saisontor war gleich ein entscheidendes: Fabian Weyrich (rechts) bescherte den Peitingern mit seinem Distanzschuss fünf Sekunden vor dem Ende einen 3:2-Sieg gegen Höchstadt. © Holger Wieland

Es war ein schnelles, unterhaltsames Spiel mit Chancen hüben wie drüben. Ein Spieler sorgte mit seinem ersten Saisontor dafür, dass die Partie doch noch in regulärer Spielzeit entschieden wurde.

Peiting – Als Torschütze ist Fabian Weyrich in dieser Oberliga-Saison bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Beim Heimspiel seines EC Peiting am gestrigen Sonntag gegen den Höchstadter EC wurde er diesbezüglich erstmals auffällig. Sein premierentreffer war von entscheidender Bedeutung: it einem nicht sonderlich scharfen Schuss traf er fünf Sekunden vor dem Ende zum 3:2 (0:1, 2:1, 1:0)-Sieg.

Eishockey: Viele Chancen, aber keine Tore für Peiting im ersten Drittel

Die Überlegenheit einer Mannschaft muss nicht unbedingt in Toren ihren Niederschlag finden. Diese Tatsache bekamen die Peitinger im ersten Abschnitt vor Augen geführt. Vom ersten Bully weg übernahmen sie das Kommando und nisteten sich im gegnerischen Drittel ein. Zunächst aber fehlte den Schüssen der Hausherren die nötige Präzision, um den gut aufgelegten HEC-Torhüter Benjamin Dirksen in Verlegenheit zu bringen. Schon früh deutete sich jedoch an, dass die technisch versierten Gäste, wenn sie mal ins Angriffsdrittel kamen, auch richtig gefährlich waren. So bewahrte ECP-Torhüter Florian Hechenrieder sein Team während eines Peitinger Überzahlspiels seine Mannschaft vor einem Rückstand, als Dominik Zbaranski unbedrängt auf dessen Kasten zustürmte (4.).

Gedanken muss ich mir aber erst machen, wenn wir keine Chancen mehr haben.

Peitings Trainer Anton Saal

Ansonsten aber spielte sich das Geschehen meist vor dem Höchstadter Gehäuse ab. Die Peitinger agierten zunehmend druckvoller, doch betrieben sie regelrechten Chancenwucher. Ty Morris (10.) scheiterte ebenso in aussichtsreicher Position wie kurz darauf Florian Stauder (11.). Dazu kam jede Menge Pech, als Latte (7.) und Pfosten (15.) einen Treffer der Hausherren verhinderten. In puncto Effektivität waren die Höchstadter im ersten Abschnitt erfolgreicher: Ein Schuss von Anton Seewald wurde abgefälscht und fiel Nikita Shatskiy vor die Füße. Der russische Stürmer fackelte nicht lange und zog ab – Höchstadt führte 1:0 (9.). „Wir kämpfen und haben unsere Chancen. Die müssen wir nutzen“, sagte Peitings Stürmer Thomas Heger beim Pausen-Interview des Streaming-Diensts „SpradeTV“. Ähnlich sah es Trainer Anton Saal nach dem Spiel: „Es wäre für mich mal schöner, wenn wir unsere Chancen nutzen. Gedanken muss ich mir aber erst machen, wenn wir keine Chancen mehr haben.“

Eishockey: Peiting wird Anfang des zweiten Drittels kalt erwischt

Ein gänzlich anderes Bild bot sich der spärlichen Zuschauerkulisse zu Anfang des zweiten Abschnitts. Die Höchstadter machten viel Druck und nagelten die Peitinger in Powerplay-Manier in deren Drittel fest. Hatten die Gastgeber nach einem Schuss von Guft-Sokolov noch Glück (22.), war es wenig später passiert. Nach einer blitzschnellen Kombination zog Jannik Herm ab. Sein Schuss rutschte Hechenrieder zwischen den Schonern durch zum 0:2 (24.). Die Peitinger waren danach für geraume Zeit völlig von der Rolle und hatten Glück, dass die Höchstadter in den Verwaltungsmodus schalteten und nur das Allernötigste taten.

Eishockey: Nach dem Anschlusstreffer durch Lukas Gohlke ist Peiting mit einem Mal im Spiel

Wie aus dem Nichts dann der Peitinger Anschlusstreffer: Einen Schuss von Christoph Frankenberg fälschte Lukas Gohlke noch ab – 1:2 (33.). Auf einmal war Peiting im Spiel. Zudem war ihnen das Glück hold: So verpasste Jiri Neugebauer mit einem völlig verunglückten Penalty den dritten Treffer für den HEC (35.). Auf der anderen Seite traf Marco Habermann während einer Überzahl des ECP zum 2:2 (36.). Dann jubelte Heger über das vermeintliche 3:2 (37.), doch der Schiedsrichter war der Ansicht, dass die Scheibe die Torlinie noch nicht überquert hatte (37.). Es war die letzte nennenswerte Aktion dieses höchst unterhaltsamen Abschnitts.

Eishockey: Fünf Sekunden vor dem Ende schlägt Fabian Weyrich zu

Im Schlussdrittel hielten sich beide Teams zunächst noch ein wenig zurück, dann aber agierten sie hüben wie drüben mit offenem Visier. Zunächst zeigte Peitings Schlussmann Hechenrieder eine Monsterparade gegen Herm (46.), wenige Sekunden später war auf der anderen Seite HEC-Goalie Dirksen zur Stelle gegen Eetu-Ville Arkiomaa. Die Partie wogte danach fast ohne Unterbrechungen hin und her, die Teams tauschten ihr Personal fast nur noch im fliegenden Wechsel. Beide Torhüter hatten noch mehrmals die Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Und als alle mit einer Verlängerung rechneten, schlug Fabian Weyrich zu.

Statistik

EC Peiting - Höchstadter EC 3:2 (0:1, 2:1, 1:0)

1. Drittel: 0:1 (8:16) Shatskiy (Seewald, Guft-Sokolov). 2. Drittel: 0:2 (23:10) Herm (Neugebauer, Kokes), 1:2 (32:07) Gohlke (Frankenberg, Winkler, 2:2 (35:08) Habermann (Stauder, Morris). 3. Drittel: 3:2 (59:55) Weyrich (Nagtzaam, Morris). Strafminuten: Peiting 6, Höchstadt 10. Zuschauer: 121

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