Erst einmal die Füße hochlegen, ist für die Eishockeyspieler des EC Peiting trotz Quarantäne nicht angesagt. Sie halten Online-Trainings ab. Das Bild von Lukas Gohlke entstand vor dem Saisonstart.
+
Erst einmal die Füße hochlegen, ist für die Eishockeyspieler des EC Peiting trotz Quarantäne nicht angesagt. Sie halten Online-Trainings ab. Das Bild von Lukas Gohlke entstand vor dem Saisonstart.

EISHOCKEY-OBERLIGA

Symptomfrei in Quarantäne - Nach zwei Corona-Fällen halten sich Peitinger mit Online-Training fit

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
    schließen

Alle Spieler und Betreuer des EC Peiting befinden sich in Quarantäne. Zwei Spieler wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Nächste Woche soll es aber wieder aufs Eis gehen.

Peiting – Jetzt hat es auch den EC Peiting erwischt. Nachdem beim Höchstadter EC, Peitings vorerst letztem Gegner in der Oberliga Süd, mehrere Corona-Fälle aufgetreten waren, hatten sich alle Peitinger Spieler und Betreuer, die als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft worden waren, am Montagabend testen lassen. Am Mittwochnachmittag lagen die Ergebnisse vor: Bei zwei Spielern war der Test positiv ausgefallen. Wie alle anderen sind auch sie symptomfrei. Die für dieses Wochenende geplanten Partien gegen Weiden und in Deggendorf sind abgesagt.

Nur „wenig überrascht“ war Teammanager Gordon Borberg, dass beim ECP Corona-Fälle aufgetreten sind: „Das haben wir so schon im Hinterkopf gehabt.“ Borberg freut sich, dass nur zwei Spieler betroffen sind. „Man hat das ja bei anderen Mannschaften gesehen, die direkt über zehn Fälle hatten.“ Der Teammanager, der gegen Höchstadt nicht im Stadion war, sagt: „Die massiven Maßnahmen von uns lohnen sich. Man sieht, dass unser Hygienekonzept für Stadion, Kabine und Sportbetrieb gut ausgearbeitet ist und sich jeder daran hält.“

Hoffnung, nächstes Wochenende wieder zu spielen

Nach einer ersten Aussage des Gesundheitsamtes müssen die negativ getesteten Peitinger bis kommenden Dienstag, 24. November, in Quarantäne – das sind genau zwei Wochen nach der Partie gegen Höchstadt. „Das wäre auch die Deadline, um Spiele nächstes Wochenende realisieren zu können“, sagt Borberg. Ohne Training sei die Verletzungsgefahr zu hoch. Auf einen schriftlichen Bescheid des Gesundheitsamtes, das gestern alle Spieler abtelefonierte, warten die Peitinger noch.

Aktuell hoffen sie aber, am Freitag, 27. November, um 19.30 Uhr die Starbulls Rosenheim empfangen zu dürfen. Für die Rosenheimer, die ihrerseits von drei Corona-Fällen im Team berichteten, wäre es wie für den ECP das erste Spiel seit dem 10. November. Um fit zu bleiben, hielten die Peitinger über „Zoom“ Online-Trainings ab. Zudem schickte Coach Sebastian Buchwieser Trainingspläne an seine Schützlinge.

Dank an Arbeitgeber

An den Plänen zur Fortsetzung der Saison ändert sich vorerst nichts. „Ich denke, im Hintergrund wird schon an Notfallszenarien gefeilt“, mutmaßt Borberg. „Irgendwann ist es vorbei mit Nachholterminen. Die Saison ist ja ohnehin schon gestrafft.“ Irgendwann komme der Zeitpunkt, an dem man sich fragen müsse: Wie geht es weiter? „Die Spielzeit kann nur eine Übergangssaison sein. Die Tabelle hat schon jetzt keine Vergleichbarkeit mehr“, sagt der Teammanager. Passau hat beispielsweise erst zwei Partien bestritten, Riessersee schon sechs. Bis der von Borberg beschriebene Zeitpunkt erreicht ist, bleibt den Peitingern nichts anderes übrig, als „von Woche zu Woche zu denken“.

Dankbar ist der Teammanager den Arbeitgebern der Spieler. „Ich hoffe, dass sie uns weiterhin unterstützen.“ Ansonsten wäre ein geregelter Spielbetrieb beim ECP undenkbar. „Ich sehe es allerdings schon kritisch und kann jeden Arbeitgeber verstehen, der, wenn der Spieler mehrmals in Quarantäne müsste, sagt, dass der Hauptberuf nun im Vordergrund stehen muss.“ Gespräche zwischen Verein und Arbeitgebern gab es in dieser Hinsicht bisher nicht.

Um den Nachwuchs zu unterstützen, läuft derzeit beim EC Peiting ein Crowdfunding-Projekt.

Auch interessant

Kommentare